Satirische Periodika der Revolution 1848/49


Die folgende Übersicht verzeichnet satirische und humoristische Periodika aus dem Umfeld der Revolution von 1848/49, vor allem aus Berlin.
Die Liste wird fortlaufend ergänzt und bibliografisch präzisiert; sie ist im Aufbau.
(Stand 14.05.2026: 80 Einträge)


A–C


Almanach zum Lachen : für .. . Hg. David Kalisch. Berlin: Hofmann, 1851–1863.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Klassik-Stiftung
↗️MDZ
↗️Wikipedia (zum Herausgeber D. Kalisch)
↗️Wikipedia (zum Verleger A. Hofmann)

Erschien 1851–1863.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 146, 305–306 (Kalisch), 332–333 (Hofmann).


Asyl für Humor und Satyre mit einer kleinen Hinterthür für Kritik und lyrische Poesie. Hg. H. Hildebrandt. Berlin: Selbstverlag des Hg., 1849.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien 14.4.1849–5.5.1849 (4. u. letzte Nummer).
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 125, 856.


Ausgeßeuchnet : erstes reaktionäres Extrablatt des Kladderadatsch. Berlin, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

1848, 22.Juni nachgewiesen;
Periodizität: unregelmäßig.


Berlin wie es ist – und trinkt. Hg. Adolf Glaßbrenner. Berlin; Leipzig: 1832–1850.
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Heft 1–15: gutenberg-de (Volltext)
↗️Heft 16–30: gutenberg-de (Volltext)
↗️Wikisource (Links zu allen 30 Heften u. zum Werk)

Erschien 1832–1850 in Leipzig und Berlin.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 44–46, 299–301.

Der äußerst produktive Glaßbrenner ist zu Unrecht vor allem in Erinnerung geblieben für das humoristisch-harmlose Bild vom »gemütlichen« biedermeierlichen Berlin, das er geschaffen hat. Dass er sich — wie hier — aber auch immer wieder mit scharfen Satiren auf die Seite der Revolution gestellt hat und dabei recht ungemütlich werden konnte, hat man gerne verdrängt. Man denke nur an sein Gedicht »Der Verlust des Adels«, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Auch in späteren Publikationen hat er sich entsprechend geäußert, vor allem in seinen »Volkskalendern«, von denen hier nur einer (für 1849) exemplarisch genannt werden kann. [WH]


Berlin wie es ist – und trinkt. Hg. Adolf Glaßbrenner. [Nachdruck] 2 Bde. Berlin: arani 1987.

Vollständiger Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1835–1850;
Vorwort von Paul Thiel;
Lizenz d. Zentralantiquariats d. Dt. Demokrat. Republik, Leipzig.


Berliner Bremsen. Berlin, 1850–1851.

Erschien Februar 1850–1851;
»äußerst kurzlebig« (Ursula E. Koch, S. 140).
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 140, 856.


Berliner Charivari : redig. von Satan (d.i. Albert Hopf). Berlin: Louis Hirschfeld, 1847–1848. 
↗️ZDB (Nachweis)
↗️digital.zlb.de (Nr. 1)
↗️digital.zlb.de (Nr. 3)
↗️digital.zlb.de (Nr. 4)

Erschien Ende 1847–1848; nach Nr. 6 eingestellt;
illustriert; 3 undatierte Nummern;
ab Nr. 4, nach dem 18. März, unter dem Titel: »Satan. Berliner Charivari.«
Quellen: Ursula E. Koch (1991), S. 55f., 71f., 303–304.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

»Albert Hopf (1813–1885), ursprünglich Porzellanmaler, […] erwies sich als der radikalste und – neben Adalbert Cohnfeld […] – erfolgreichste der kleinbürgerlichen Berliner Flugblattautoren. Er schrieb unter seinem eigenen Namen, benutzte aber auch zahlreiche Pseudonyme (u.a. Ullo Bohmhammel) […].« (Berliner Straßenecken-Literatur 1848/49, S. 276)

Zu Hopf siehe auch:
Mary Lee Townsend: Humor als Hochverrat. Albert Hopf und die Revolution 1848. Berlin: Edition Hentrich und Haus am Lützowplatz, 1988.


Berliner Feuerspritze : Illustr. Montagszeitung ; Löschblatt für brennende Fragen. Berlin: A. Hofmann, 1852–1856.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien 1852 (Probeblatt);
3.1.1853–29.9.1856;
1854: Auflage von 2.020 Exemplaren;
Periodizität: wöchentl.
1.10.1856: Titel verändert zu:
»Berlin. Illustrirte Montags-Zeitung«.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 148–150.

»Von Anfang an bestand zwischen dem ›Kladderadatsch‹ und der ›Berliner Feuerspritze‹ eine enge Verbindung. Drei der ›Gelehrten‹ waren regelmäßige Mitarbeiter«. (Koch, S. 149)

»Seit gestern brennen in Berlin auch im Juni und Juli und selbst bei Mondschein die Straßenlaternen; diesen raschen Beschluß von Gemeinderath und Magistrat haben ›Kladderadatsch‹ und ›Feuerspritze‹ bewirkt, durch ihre Spöttereien.« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 18.6.1853)


Berliner Grossmaul : Humoristisch-satyrische Zeitschrift. Berlin, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️MDZ
↗️ZLB
↗️Humboldt-Uni Berlin

»Bis Heft 9 wird ein hohes Niveau politischer Satire gehalten, danach geht die Redaktion an den Verleger Ferdinand Reichardt über und verflacht zu einem Witzblatt. Unter den Holzschnitten fallen die immer wiederholten Titelvignetten ( Brustbilder eines Geheimen Rates, eines Demagogen oder Spießbürgers) und die Darstellung dreier Abgeordneter der Nationalversammlung (Heft 11, Titel) auf, die die Signatur ›AM‹ (laut Koch: Adalbert Müller) tragen, ebenso der Blick auf die Fassade von Sanssouci (Heft 13, letzte Seite), der als Holzschnitt nach Adolph Menzel (Bock 803) aus Kuglers Werk zu identifizieren ist.« (Humboldt-Universität, s.o.)

Erschien 12.8.1848–25.12.1848 (11. u. letzte Nr.);
ab Nr. 5 mit dem Titel »Berliner Großmaul«;
Auflage bis zu 25.000 Exemplare;
Periodizität: 14-tägig.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), 103ff., 106.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

Literatur:
Alfred Estermann: »Der Volksversammlungsauseinandertreibungs-widrigenfallseinhauenlassungs- Direktor« : das »Berliner Großmaul« (1982). In: ders.: Kontextverarbeitung : buchwissenschaftliche Studien. München: Saur, 1998. S. 90–99.


Berliner Großmaul : Humoristisch-satyrische Zeitschrift. Leipzig: Zentralantiquariat der DDR, 1986. Vorwort und Anmerkungen von Paul Thiel.

Vollstaendiger Reprint; Nr. 1–11, August bis Dezember 1848;
mehr nicht erschienen.
Weitere Nachdrucke:
(1) Vaduz: Topos-Verlag, 1982. Hg. Alfred Estermann;
(2) Berlin: arani Verlag, 1988.


Berliner Krakehler. Berlin: Ernst Litfaß; Leopold Lassar, 1848–1849.
↗️hbz-nrw (Nachweis)
↗️zlb (Original)
↗️bildindex (Titel Nr. 9, 22.6.1848)
↗️babel-hathitrust (Nachdruck; s.u.)

Erschien 18.5.1848 –23.1.1849;
Jg. 1: 46 Nummern; Jg. 2: 1 Nummer;
Periodizität: wöchentl.;
wöchentl. Auflagenhöhe 1848: 19.000–20.000 Exemplare.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 92–94, 103, 856.
Siehe auch Alfred Estermann (1978).

Literatur:
Alfred Estermann: »Witz und Satyre auf den breitesten Grundlagen« : der »Berliner Krakehler« (1984). In: ders.: Kontextverarbeitung : buchwissenschaftliche Studien. München: Saur, 1998.  S. 66–89.

»Unsre Abgeordneten der Rechten hier benehmen sich schändlich! Augendiener, tückische Verräther und schamlos! Sie begehen ihre Niederträchtigkeiten ganz offenbar! Die kleinen Blätter ›Kladderadatsch‹, ›Krakehler‹ &c. sind ihre Züchtiger.« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 4.11.1848)


Berliner Krakehler 1848–1849 : Gesamtausgabe; Nachdruck. Herausgegeben und eingeleitet von Alfred Estermann. Vaduz: Topos-Verlag 1984. (= Bibliotheca Satirica, 5.)
↗️Babel-Hathitrust (Nachdruck)

Nachdruck der Ausg. Berlin, Litfass; danach Berlin, Lassaar, 1848–1849.


Bohmhammel-Flugblätter. Hg. Albert Hopf (Ps. Ullo Bohmhammel). Berlin, 1848.

Erschienen Ende September bis November 1848.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 66.


Buddelmey[i]er-Blätter. Hg. Adalbert Buddelmeyer (d.i. Adalbert Cohnfeld). Berlin, 1848–1849.

Erschien Juli 1848 bis Frühjahr 1849;
Auflagen bis zu 10.000 Exemplaren.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 66, 68, 121, 296.

»Adalbert Cohnfeld (1809–1868), Arzt, Mitglied des provisorischen Ausschusses des Bürgerwehrclubs im April 1848 und Berliner Lokalschriftsteller, bediente sich während der Revolutionszeit vor allem des Pseudonyms Aujust Buddelmeyer (Buddelmeier) und erzielte – neben Albert Hopf – mit seinen Flugschriften den größten Publikumserfolg.« (Berliner Straßenecken-Literatur 1848/49, S. 279)


Buddelmeyer-Zeitung : Zur Belehrung und Erheiterung für Stadt und Land. Hg. Adalbert Cohnfeld. Berlin: Carl Schultze, 1849.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️ZLB

Erschien 2.4.1849–15.3.1853.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 121–125, 856.

»Von allen 1848/49 entstandenen ›Witzblättern‹ hat die ›Buddelmeyer-Zeitung‹ der Berliner Volkssprache den größten Platz eingeräumt.« (Ursula Koch, S. 123)


Carnevals-Zeitung. Berlin: Albert Hofmann, 1849.

14.1.1849; 1 Nummer;
Ersatztitel für den »Kladderadatsch«.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 117f., 856.


D


Das Füllhorn : Unterhaltungsblatt für Geist und Herz, für Ernst und Scherz.Berlin: Landsberger, 1852.

1852; nur 1 Heft nachweisbar.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 140, 857.


Der Berliner Figaro. Hg. Guido Dettarnère (d.i. Eduard Oettinger). Berlin: Krause u.a., 1831–1879.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️MDZ (Jg. 1843)

Erschien 12.12.1831–1879;
Nachfolger des »Berliner Eulenspiegel-Courier«;
setzte dessen Nummernzählung mit der Nr. 254 fort.
Periodizität: tägl. außer sonntags.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 39–41, 312–313, 856.


Der Berliner Kobold. Berlin: Marquardt & Steinthal, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien ab September 1848;
nur 1 Nummer erschienen; undatiert.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 109f.


Der Blaue Montag : Organ des passiven Widerstandes. Berlin: Hofmann, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

25.12.1848: Probenummer;
mehr nicht nachweisbar.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 856.


Der deutsche Michel. Hg. E. Koch (?). Berlin, 1850.

9.2.1849: Probenummer;
mehr nicht erschienen.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 138f., 856.


Der ewige Lampe, oder Lampe, der Hase. Hg. »Evangelist Hengstenberger und dessen Jünger«. Berlin: Brandes & Schultze, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien Mitte Juni 1848;
Nr. 21 = Nr. 1; undatiert;
Nr. 1–20 nicht ersch.;
Periodizität: unregelmäßig;
Plagiat der »Ewigen Lampe«.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 77.


Der Freischärler : Für Kunst und sociales Leben. Hg. Louise Aston u. Carl Frentzel. Berlin: Leopold Lassar, 1848.
↗️Meta-Katalog (Nachweis)
↗️ZLB (Nr. 6)

Erschien 1.11.1848–16.12.1848;
7. und letzte Nummer.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 109–111, 113, 293f.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

»›Der Freischärler‹ verzichtete auf das beliebte Berliner Idiom und repräsentierte als ›elitär-räsonierendes Organ‹ die Meinung ›eines relativ isolierten Zirkels innerhalb des demokratischen Lagers‹.« (Ursula E. Koch, S. 111)

»Ich wollte die Zeitschrift der Frau Luise Aston bestellen, wurde aber zu ihr selbst geführt, ich traf bei ihr einen jungen Freund von Gottschall, der mich kannte, und so war denn die Bekanntschaft gemacht. Sie muß sehr schön gewesen sein und scheint sehr gutmüthig, sieht aber krank aus und klagt auch sehr. Ihr ›Freischärler‹ ist sehr tapfer. —« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 8.12.1848)


Der Leuchtthurm : Monatsschrift zur Unterhaltung und Belehrung für das deutsche Volk. Hg. Ernst Keil. Leipzig u.a.: Ernst Keil u.a., 1846–1850.
↗️Wikipedia (zur Zeitschrift)
↗️Wikipedia (zum Verleger)
↗️ZDB (Nachweis)
↗️ÖNB (1846)
↗️Stabi Berlin (1849, 1850)

Erschien 20.1.1846–30.9.1850;
ab 1848 geänderter Untertitel:
Wochenschrift für Politik, Literatur und gesellschaftliches Leben;
Tendenz: demokratisch-republikanisch;
Periodizität: monatlich; später wöchentlich.

»1851 verfügte die Zensur die Einstellung des Journals; besonders wegen der scharfzüngigen Beilage, die zuerst ›Laterne‹ hieß und dann, um dem Griff der Zensur zu entgehen, ständig den Namen wechselte: ›Deutsche Reichs-Bremse‹, ›Spitzkugeln‹, ›Wespen‹ oder ›Schildwacht‹.« (Wikipedia)

»Besuch von Herrn Dr. Bettziech, der sich lieber Beta nennt. Er ist Mitarbeiter am ›Leuchtthurm‹, der in Leipzig erscheint. Den Herausgeber schildert er als einen gelassenen, stillen Mann, der sich leicht dem Trübsinne hingiebt, aber sonst voll Muth und Kraft ist.« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 15.3.1850)


Der neue Berliner Struwwelpeter. Ein politisches Bilderbuch für Reactionaire und Revolutionaire und solche, die es werden wollen. Berlin: Albert Hofmann, 1848.
↗️UB Uni Frankfurt am Main

Erschien zweite Julihälfte 1848;
nur 1 Nummer; undatiert;
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 105-108.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

Enthielt ausschließlich Zeichnungen und Figuren aus dem »Kladderadatsch«, mit abgeänderten Bildlegenden.


Der Rückschritt : Organ für freie Reaktion. Berlin, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien 1.6.1848: 1. Nummer = Nr. 9;
erste oder erste öffentlich verbreitete Nummer;
mehr nicht nachweisbar;
nicht illustriert;
Periodizität: lt Ankündigung wöchentlich einmal;
Tendenz: reaktionär; verstand sich als Sprachrohr der konterrevolutionären Opposition.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 96f.


Der Satyr : Blatt für offene Meinung und freies Wort. Hg. Max Cohnheim u. Adolph Reich. Berlin: Selbstverlag d. Hg., 1848.

Erschien ab 1.5.1848;
nur 1 Heft erschienen;
Periodizität: lt Ankündigung zweimal wöchentlich.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 77–81.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).


Der Satyr : lose Blätter aus dem deutschen Reiche. Frankfurt a. M.: Eduard Gustav May, 1848–1849.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Universität Frankfurt
↗️Universität Heidelberg

Erschien 1848–1849;
die Hefte 1 bis 7 erschienen 1848, die Hefte 8 bis 12 im Jahr 1849;
Periodizität: wöchentlich;
danach Erscheinen eingestellt.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

Literatur:
Alfred Estermann: »Ich habe besseren Fahnen zugeschworen« : der »Satyr« (1981). In: ders.: Kontextverarbeitung : buchwissenschaftliche Studien. München: Saur, 1998. S. 100–107.


Der Satyr : lose Blätter aus dem deutschen Reiche. Hg. Alfred Estermann. Vaduz: Topos-Verlag, 1981. Reprint der Ausgabe Frankfurt a. M. 1848–1849. (= Bibliotheca Satirica, 2)


Der Teufel in Berlin. Hg. Albert Hopf. Berlin: Louis Hirschfeld, 1848.

Erschien ab Mitte Juni 1848;
Tendenz: radikal-demokratisch;
Nachfolger des »Satan«;
wohl nur drei Nummern erschienen; undatiert;
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 71, 73, 75.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

»›Der Teufel in Berlin‹ war das unmittelbare Nachfolgeorgan ›Satans‹ und damit des vormärzlichen ›Berliner Charivari‹«. (Ursula E. Koch, S. 73)


Der Volks-Tribun. Berlin: Samuel Löwenherz, 1848.

Erschien ab 5.9.1848;
1. Nummer, mehr wohl nicht erschienen;
Tendenz: radikal-demokratisch.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 108f.


Deutsche Reichs-Bremse : Organ für politische-satyrische Sticheleien. Leipzig; Braunschweig: Keil, 1849–1851.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Stabi Berlin
↗️Babel-Hathitrust (Bd. 1 des Nachdrucks)

Erschien 1849–1851.
Literatur: Alfred Estermann: »Ätzende Schärfe und rücksichtslose Entschiedenheit« : die »Deutsche Reichs-Bremse« (1981). In: ders.: Kontextverarbeitung : buchwissenschaftliche Studien. München: Saur, 1998.  S. 108–120.

»Sendung von Herrn Stargardt, der ›Leuchtthurm‹ und die ›Reichsbremse›, worin die stärksten Sachen stehen!« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 10.3.1850)


Deutsche Reichs-Bremse  1849–1851. Hg. Alfred Estermann. Gesamtausgabe in drei Bänden. [Nachdruck]
↗️Babel-Hathitrust (Bd. 1 des Nachdrucks)


Die ewige Fackel : Ein Oppositionsblatt. Hg.(?) Arthur Mueller. Berlin, 1849.

Erschien Januar 1849;
Ersatztitel nach dem Verbot der »Ewigen Lampe«;
nur eine Nummer erschienen.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 114, 116, 856.

»An die Stelle der ›Ewigen Leuchte‹ trat die ›Ewige Fackel‹ und schließlich am ersten Jahrestag, dem 15. April 1849, ein weiteres Mal die ›Ewige Lampe‹.« (Ursula E. Koch, S. 116.)


Die ewige Lampe : Politisch-satyrisches Oppositionsblatt. Hg. Carl Siechen nebst Familie. Berlin; Leipzig: Draeger u.a., 1848–1850.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Wikisource (Nr. 1, Volltext)
↗️ZLB (1848)

Erschien 1848–1850 unregelmäßig:
15.3.1848–14.12.1848;
Nr. 1–12 undatiert; Nr. 50 vom 14.12.1848;
dann nochmal kurz im April 1849 (15.4.1849) und
Februar 1850 (13. u. letzte Nummer im Juni 1850);
ab Nr. 17 mit dem o. g. Untertitel;
ab Nr. 19: Ein Oppositions-Blatt;
Periodizität: unregelmäßig;
nicht illustriert;
späterer Hg.: Arthur Mueller.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 75–78, 114–115, 311, 856.

Siehe auch:
⏹️Alfred Estermann (1978); und zur Geschichte des Blattes:
↗️archive.org (Hugo Blümmer: Die ewige Lampe. Auch eine Jubiläumserinnerung an das »tolle Jahr«. In: Die Gegenwart, 28 (1899),  Bd. 55, H. 2, S. 20–22.)
↗️archive.org (Arend Buchholtz: Die Literatur der Berliner Märztage. In: Deutsche Rundschau, 94 (1898), Jan.–März 1898,  S. 435.)

»Eine kleine Kneipe, so dunkel, daß auch bei Tag immer eine Lampe dort brennt, dient als Versammlungsplatz einiger jungen Leute, die auf den Einfall kamen, ihren eignen und eingesammelten Witz drucken zu lassen. So erschienen mehrere Nummern der ›Ewigen Lampe‹ in kleinen Bogen, mit zum Theil vortrefflichen Einfällen. Die ersten Nummern haben schon die dritte Auflage erlebt. Einige Bisse gegen Ranke, Förster, Savigny, Meding &c. sind von bester Art.« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 24.5.1848)


Die ewige Leuchte. Berlin, 1849.

1.1.1849; nur 1 Nummer;
kurze Fortsetzung der »Ewigen Lampe« nach dem Verbot;
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 114–115.

»Mit dem in der Nähe von Leipzig gedruckten Oppositionsblatt ›Die ewige Leuchte‹ leistete der Redakteur Arthur Mueller gegen die ›Polizei-Willkür‹ offenen Widerstand.« (Ursula E. Koch, S. 115)


Die Knute (Extrablatt). Berlin, 1848.

Erschien am 20.12.1848;
nur 1 Nummer erschienen;
Ersatztitel für die »Ewige Lampe«.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 856.


Die Laterne. Leipzig u.a., 1846–1850. (?)
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Stabi Berlin

Erschien 1846–1850 (?);
Periodizität: wöchentl.;
1850, 25–32 inhaltl. identisch mit »Deutsche Reichs-Bremse«.


Die Wartburg : Wochenschrift für Politik, Religion und gesellschaftliches Leben. Hg. Ernst Keil (?). Leipzig u.a.: Keil u.a., 1850–1851.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Stabi Berlin (Jg. 1850)

Erschien 1850–1851;
Nachfolge des verbot. »Leuchtthurms«;
Periodizität: wöchentlich.

»›Die Wartburg‹ nebst den ›Spitzkugeln‹ aus Leipzig kommen noch regelmäßig hier an (der ehemalige ›Leuchtthurm‹, die ehemalige ›Reichsbremse‹). Dort sagt man in schlichter, wenig gesuchter Sprache die derbsten Wahrheiten. —« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 16.12.1850)


Die spanische Fliege. Berlin, 1848.

Kein Exemplar erhalten.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 71, 856.


Düsseldorfer Monathefte. Hg. Lorenz Clasen. Düsseldorf: David Levy Elkan, 1847–1861.
↗️Wikipedia
↗️UB Heidelberg
↗️UB Düsseldorf

Erschien 1847–1861;
Periodizität: monatlich, möglicherweise zweimonatlich;
Auflage zunächst 5.000 Exemplare, 1854 bei 600 Abonnenten. (Wikipedia)
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 55.

»Keine andere politische Satirezeitschrift in Preußen hatte eine derartige künstlerische Spitzenleistung zu bieten.« (Wikipedia)


Düsseldorfer Monathefte. 1. und 2. Jahrgang (1847–1849) in einem Band mit einem Nachwort versehen und herausgegeben von Karl Riha und Gerhard Rudolph. Unveränderter Nachdruck. Düsseldorf: Schwann, 1979.


E–F


Eulenspiegel. Hg. Gustav von Szczepanski. Berlin: Simion, 1847.

Erschien Ende 1847;
illustriert; nur wenige Nummern ersch.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 55.


Eulenspiegel. Ein Volks-, Witz- und Carricaturen-Blatt. Hg. Ludwig Pfau u.a. Stuttgart: E. Greiner, 1848–1853.
↗️Wikipedia
↗️Herzogin-Amalia-Bibl. (1848 u. 1849)

Erschien Januar 1848 bis Juni 1853;
Periodizität: monatlich;
Pfau war bis 1850 Herausgeber, danach waren es noch im gleichen Jahr Ludwig Weisser, Julius Nisle und Heinrich Schmidt und F. Binder. (Wikipedia)

»Pfau bezeichnete es im Rückblick als ›das erste politische Karikaturenblatt in Deutschland‹. Tatsächlich scheint es das erste Blatt gewesen zu sein, das nur politische Karikaturen und Texte enthielt.« (Wikipedia)


Fastnachts-Zeitung in der Art des Kladderadatsch. Berlin, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

15.2.1849; nur 1 Nummer;
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 117, 856.
Lt. ZDB auch für 1848 nachgewiesen.

Die »zweite Ersatznummer des ›Kladderadatsch‹, der während der Dauer des Belagerungszustands im Exil (Neustadt-Eberswalde) mehr schlecht als recht sein Leben fristete.« (Ursula E. Koch, S. 119)


Feuerbrände von L. Börne’s Schatten. Berlin: Schiemeutz, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

Ab 16.5.1848;
nur zwei Nummern bekannt (16.5. und 22.5.1848);
wichtiges Thema: Kritik an Bürokratie und Beamten.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), 91.


Fliegende Blätter. München: Braun & Schneider, 1844–1928/1944.
↗️Wikisource (Bd. 1, 1845, Volltext)
↗️Wikisource (Links zu den Jahrgängen)
↗️UB Heidelberg

Erschien 1844–1928/1944;
1929 mit der Zeitschrift »Meggendorfer-Blätter« vereinigt,
bis 1944 unter dem Titel »Fliegende Blätter und Meggendorfer-Blätter« (Wikipedia);
Auflage von 15.000 Exemplaren im März 1847 (Wikipedia);
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 55.

»Die künstlerische und drucktechnische Güte der Zeitschrift war berühmt.« (Wikipedia)


Fliegende Blätter : Eine Auswahl aus dem ersten Jahrzehnt. Hg. Marianne Bernhard. Dortmund: Harenberg, 1979. (= Die bibliophilen Taschenbücher, 74.)


Fliegende Blätter : Facsimile-Querschnitt durch die Fliegenden Blätter. Hg. Eva Zahn. Eingel. von Erich Pfeiffer-Belli. 207 S. München, Bern, Wien: Scherz 1966.


Freie Blätter. Hg. Adolf Glaßbrenner. Berlin; Leipzig: Schade u.a., 1848.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️ZLB

Erschien 6.5.1848–31.12.1848;
(Nr. 56, undatiert);
Periodizität: 1x wöchentl.; ab Juli 2x;
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 81–84.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).


H–J


Humoristisch-gemuethlicher Brennecke-Kalender auf das Schalkjahr. Hg. Albert Hopf. Berlin: Selbstverlag 1852–1853.
↗️bvb (Nachweis)

Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 146.


Humoristisch-satyrischer Volks-Kalender des Kladderadatsch. Hg. David Kalisch. Berlin: A. Hofmann, 1850–1887.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️MDZ
↗️Klassik-Stiftung

Erschien 1850–1887; Jg. 1–38;
wechselnde Titel: Kladderadatsch Kalender;
Kladderadatsch Volkskalender;
Humoristisch-satirischer Volkskalender.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 146.


In Berlin is immer noch der Deibel los. Berlin, 1848.

Erschien ab Ende Juni, Anfang Juli 1848 (?);
kein Exemplar nachweisbar.

Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 98.


Juchheirasasa! Die Preußen sind da! Humoristisch-satyrische Wochenschrift. Hg. H. Eichenhauer, Berlin: Eichenhauer, 1849.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Humboldt-Universität Berlin

Erschien 18.7.1849–10.9.1849 (= 9. und letzte Nummer);
»Anti-Kladderadatsch« (Koch, S. 127).
Tendenz: konterrevolutionär;
Periodizität: wöchentlich.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 127–129, 856.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).

»Im Gegensatz zu den demokratischen Zeitschriften verzichtete der ›Juchheirasasa!‹ auf jegliche ironische Kritik am eigenen Lager. Zu bemerken sind schließlich wiederholte satirische Ausfälle gegen die Juden.« (Ursula E. Koch, S. 129)


K


Kickeriki. Hg. Rudolph Liebermann (?). Berlin: Rudolph Liebermann, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️europeana (Nr. 1)
↗️Deutsche Digitale Bibliothek (Nr. 2)

Erschien ab erster Junihälfte 1848;
nur 2 Nummern nachweisbar, undatiert;
Periodizität: wöchentl. 1–2 Mal;
eine »Eintagsfliege« (Koch, S. 97.)
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 97.


Kladderadatsch : Organ für und von Bummler. Hg. David Kalisch. Berlin u.a.: Albert Hofmann u.a., 1848–1944.
↗️Wikipedia
↗️UB Heidelberg
↗️Wikisource (Links zu den Jahrgängen)

Erschien 7.5.1848–3.9.1944 (Nr. 36);
Auflage 1848: erste Nummer: 4.000 Exemplare (Wikipedia);
Auflage 1852: 20.250 Exemplare;
in Jg. 1 u. 2 lautete der Untertitel:
Organ für und von Bummler;
seit d. 33. Heft 1849:
Humoristisch-satyrisches (später satirisches) Wochenblatt;
ab 1908 ohne Untertitel.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 83–89, 105, 130ff., bes. 152ff. u. öfter.

Die Zeitschrift »erschien trotz Verbots auch während des Belagerungszustandes, weil sie durch ›fliegende Buchhändler‹ verbreitet werden konnte.« (Berliner Straßenecken-Literatur 1848/49, S. 320)

»Kladderadatsch« heute wieder vortrefflich!« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 19.10.1850.)


Kladderadatsch. Reprograf. Nachdr. d. Ausgabe Berlin 1848. Hildesheim u.a.: Olms, 1970.


Kladderadatsch. Vollst. Nachdruck des 1. Jg. 1848. Dortmund: Harenberg, 1982. (= Die bibliophilen Taschenbücher, 3.)


Facsimile-Querschnitt durch den Kladderadatsch. Hg. Liesel Hartenstein. Eingel. v. Hans Rothfels. München, Bern, Wien: Scherz 1965.


Kladderadatsch : Sylvester- & Neujahrszeitung. Berlin: A. Hofmann, 1848–1858.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien 1848–1858;
Periodizität: unregelmäßig;
die Untertitel variierten:
Sylvester- und Neujahrs-Scherz;
Karnevals-und Sylvester-Zeitung;
Sylvester- & Neujahrs-Zeitung in Art des Kladderadatsch;
Carnevals-Schwindel u.a.


Kladderadatsch in London. Humoristische Schilderungen der Industrie-Ausstellung. Berlin: A. Hofmann, 1851.
↗️ZDB (Nachweis)

1851: 8 Lieferungen zur ersten Internationalen Industrieausstellung.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 146f.


Komischer Volkskalender. Hg. A. Brennglas (d.i. Adolf Glaßbrenner). Berlin u.a.: Jonas u.a., 1846–1867.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Babel-Hathitrust (1849)
↗️Stabi Berlin (1852)
↗️gutenberg-de (Volltext online)

Erschien 1846–1867;
mit einer kurzen Unterbrechung;
Auflage: 10.000 Exemplare;
mit zahlreichen Illustrationen von Th. Hosemann.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 53f.


Konstitutioneller Katechismus. Hg. Max Cohnheim u. Adolph Reich. Berlin: A. Bartz, 1848.
↗️Gateway-Bayern (Nachweis)
↗️Google (Teil 1)
↗️MDZ (Teil 1)
↗️UB Frankfurt (Teil 2)
↗️digi-hub (Teil 3)
↗️digi-hub (Teil 4)

4 Teile:
Konstitutioneller Katechismus / Nr. 1 (1848);
Konstitutioneller Katechismus / Nr. 2. Die Konstitutionellen Zehn Gebote (1848);
Konstitutioneller Katechismus / Nr. 3. Die konstitutionellen Glaubens-Artikel (1848);
Konstitutioneller Katechismus /Nr. 4: Die konstitutionellen Sieben Bitten (1848).
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 78.


L–N


Leuchtkugeln. Randzeichnungen zur Geschichte der Gegenwart. Hg. Emil Roller u. Alexander Ringer (?). München: Emil Roller, 1847–1851.
↗️Wikipedia
↗️MDZ (komplett)
↗️Uni Heidelberg (mit Lücken)

Erschien Dez. 1847–1851;
Periodizität: erst dreiwöchentlich, dann wöchentlich;
Auflage des 2. Bandes: 8.000 Exemplare (Wikipedia);
Tendenz: linksliberal-demokratisch.
»Ein 8. Band der Zeitschrift wurde Ende Mai 1851 vom Verlag des bibliographischen Instituts in Hildburghausen zusammen mit seiner von Herrmann Julius Meyer in New York geführten Filiale herausgegeben.« (Wikipedia)

»Gleichwohl zählten die ›Leuchtkugeln‹ neben dem Stuttgarter ›Eulenspiegel‹, dem Berliner ›Kladderadatsch‹, dem Frankfurter ›Satyr‹ und dem Hamburger ›Mephistopheles‹ zu den bedeutendsten deutschen Satirewerken der Revolutionszeit – einem Genre, das sich im Unterschied zu Großbritannien und Frankreich erst noch aus seiner provinziellen Organisation lösen musste.« (Wikipedia)


Locomotive : Zeitung für politische Bildung des Volkes. Hg. Friedrich Wilhelm Alexander Held. Berlin: F. Reichardt; Liebmann, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️BSB
↗️Staatsbibliothek Berlin

Erschien 1.4.1848–30.12.1848;
nicht illustriert;
Periodizität: 6x wöchentl.

»Die hier wieder erscheinende ›Lokomotive‹ von Held liefert die kühnsten Sachen […].« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 23.12.1848.)


Mephistopheles. Politisch-satyrische Wochenschrift mit Illustrationen. Hg. Wilhelm Marr. Wandsbek: Hoffmann & Campe, 1848–1852.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Klassik-Stiftung

Erschien 1848–1852;
Periodizität: wöchentl.


Münchener Punsch : humoristisches Originalblatt. Hg. M. E. Bertram (d.i. Eduard Schleich). München, 1848–1875.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️UB Heidelberg
↗️digipress (Jahresübersicht bis 1875)

Erschien 30.1.1848–31.12.1871; 1875;
1872–1874 nicht ersch.
der Untertitel variierte: Ein Carnevals-Blatt;
im 8. Heft d. 1. Jahrganges geändert zu: Ein satyrisches Original-Blatt u.a.
Periodizität: wöchentlich.


Nante als National-Versammelter. Hg. Albert Hopf (Ps. Anastasius Schnüffler). Berlin, 1848.
↗️digi-hub (Nr. 1)
↗️digi-hub (Nr. 2)
↗️digi-hub (Nr. 3)
↗️digi-hub (Nr. 4)
↗️digi-hub (Nr. 5)
↗️digi-hub (Nr. 6)
↗️digi-hub (Nr. 7)
↗️digi-hub (Nr. 8)
↗️digi-hub (Nr. 9)

Erschien Mitte Mai bis Nov. 1848;
»als Forts. von ›Nante’s Landtags-Album‹ anzusehen« (Ursula E. Koch, S. 66).
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 66, 69.

»Einstiegsnummer einer von Albert Hopf herausgegebenen Flugblattserie mit den stehenden Figuren Nante und Brenneke.« (Ursula E. Koch, S. 69)
»Schildert in Dialogen den neuaufbrechenden Konflikt zwischen den Forderungen des armen Volkes in Berlin (vertreten durch Brennecke) und der politischen Wirklichkeit nach Wahl der Nationalversammlung (als deren Sprecher Nante).« (Gateway-Bayern.de; abgeruf. am 13.5.2026)


Nante’s Landtags-Album. Hg. Albert Hopf. Berlin: Egbert Bauer, 1847.
↗️ÖNB (Nr. 2)

Acht Blatt u. ein doppelseitiges Titelblatt.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 52f., 66.

Hier »wurden neben der nach der Berliner ›Kartoffelrevolution‹ (April 1847) noch akuter gewordenen ›sozialen Frage‹ auch andere politische Streitfragen wie das vom Vereinigten Landtag beschlossene neue Judengesetz mit gepfeffertem Witz behandelt.« (Ursula E. Koch, S. 53)


Neueste Preußische Zeitung : Für Unsinn und Lüge. Hg. E. Koch. Frankfurt a. M.: Selbstverlag d. Hg., 1849.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️UB Frankfurt

Erschien Anfang Mai 1849;
nur 6 Nummern erschienen; undatiert.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 125–127, 856.


O–Z


Offene Briefe. Hg. Isaak Moses Hersch (d.i. Samuel Löwenherz?). Berlin, 1848.
↗️kobv (Nachweis)
↗️kobv (Brief Nr. 7)

Erschienen Mai bis Juli 1848.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 66.

»Mit seiner Serie von acht ›Offenen Briefen‹ (Mai bis Juli 1848) […] gewann Isaac Moses Hersch den größten und nachhaltigsten Publikumserfolg, der Berliner Flugblättern in jüdischdeutscher Diktion vergönnt war. Andere Autoren begannen Hersch unter gleichem Namen bzw. ähnlich klingenden Pseudonymen nachzuahmen […] oder mit ihm zu wetteifern.« (Berliner Straßenecken-Literatur, S. 271).
»Der Gefahr bewußt versah Hersch seine Plakate häufig mit dem Zusatz: ›Nachdruck ist gemeiner Diebstahl! Der Nachdruck hat die Strafe des Gesetzes zu gewärtigen.‹« (kobv, abgeruf. am 13.05.2026)


Politische Bier-Zeitung. Buchocki (verantw. Redakt.). Berlin, 1848.
↗️Stabi Berlin (Nachweis)

Erschien ab zweite Mai-Hälfte 1848;
nur zwei Nummern; undatiert.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 89f.


Preußen’s Deutsch-Demokratie : Lied für Wähler, von einem Deutschen Demagogen. Berlin, 1849.

Erschien Januar 1849;
nur eine Nummer; undatiert;
plagiierte den »Kladderadatsch«.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 121, 856.


Republikanischer Katechismus. Hg. Max Cohnheim u. Adolph Reich. Berlin, 1848.
↗️Google

Erschien Sommer 1848;
nur eine Nummer.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 78–81.


Spitzkugeln. Leipzig: Keil, 1850.
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Stabi Berlin

Erschien 1850;
Forts. der »Deutschen Reichs-Bremse«;
Periodizität: unregelmäßig.

»›Die Wartburg‹ nebst den ›Spitzkugeln‹ aus Leipzig kommen noch regelmäßig hier an (der ehemalige ›Leuchtthurm‹, die ehemalige ›Reichsbremse‹). Dort sagt man in schlichter, wenig gesuchter Sprache die derbsten Wahrheiten. —« (Varnhagen von Ense, Tagebuch vom 16.12.1850)


Staats-Zeitung der Hölle. Berlin, 1848.

Erschien Ende Juni, Anfang Juli 1848;
wohl nur 1 Nummer erschienen; Nr. 50 = Nr. 1; undatiert.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 97, 99.


Tante Voss mit dem Besen : Missionsblatt zur Bekehrung der politischen Heiden. Hg. Samuel Löwenherz. Berlin: Löwenherz, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

Erschien 18.6.–28.7.1848;
6. und letzte Nummer;
Periodizität: unregelmäßig;
Tendenz: radikal-demokratisch.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), S. 98, 100–101.
Siehe auch: Alfred Estermann (1978).


Wiener Katzenmusik (Charivari) : Politisches Tagsblatt für Spott und Ernst mit Karrikaturen. Die Wiener Katzen-Musik. Hg. Sigmund Engländer u. Willi Beck (?). Wien: Stockholzer, 1848.
↗️Wikipedia
↗️ZDB (Nachweis)
↗️Anno

Erschien 9.6. bis 26.10.1848;
ab Ausgabe 39 am 2. August geänderter Titel:
»Wiener Charivari: politisches Tagsblatt für Spott und Ernst mit Karrikaturen.«
Periodizität: 4 Mal wöchentl.


Zeltengedanken ohne Mißverständnisse : dem souverainen Volk von Berlin, Pommern und Schermeisel. Hg. C. W. G. Müller. Berlin: Fähndrich, 1848.
↗️ZDB (Nachweis)

26.7.1848: 1. Nummer.
Quelle: Ursula E. Koch (1991), 101f.