A–E


A


[Amalie Eleonore Sophie Karoline <Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg>,] Eglantine: ein Roman. Von der Prinzessin **. 2 Bde. Berlin: Duncker, 1852. [noch nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Uni Gießen


Hans Jacob Andres, Aus bewegter Zeit: ein Bild aus dem badischen Aufstand von 1848; Liebe bringt Versöhnung: ein Bild aus dem Leben. Bern: Verein für Verbreitung guter Schriften, 1923. 63 S. (Reihe: Verein für Verbreitung guter Schriften, Nr. 129). [WW]


Anonym, Das Barrikaden-Mädchen von Dresden oder Die rothe Maiblüte. Historische Skizze aus den Maitagen Dresdens. In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk. 1 (1855), S. 65–73, S. 81–89, S. 97–105. [Mit farbigen Abbildungen: (1) »Der Kampf am Zeughausplatze in Dresden. Donnerstag, d. 3. Mai 1849.« (2) »Die Mitglieder der provisorischen Regierung im Rathhaussaale zu Dresden.« (3) »Die Turnerin auf der Engelsbarrikade zu Dresden.«]
↗️slub-dresden


Anonym, Der Besuch im Vaterhause. Ein Gespräch zwischen einem Vater und seinem Sohne. Zur Zerstörung politischen Wahnes und zum Aufbaue politischer Wahrheit. Gekrönte Preisschrift!! Erste von einer Gesellschaft patriotischer Frauen gekrönte Preisschrift. Berlin o. J. [1848] 22 S.
↗️Inhalt (WH)
↗️Sammlung Uni Frankfurt
Siehe auch unter Andreas Sommer (ein weiteres Gespräch).


Anonym, Die Barrikadenbraut. In: Der Radikale. Abend-Zeitung für das In- und Ausland (Wien), Nr. 5, 23.6.1848, S. 19–21.
↗️wienbibliothek


Anonym, Die beiden Urwähler. Gespräch zwischen dem Dorfschmidt Johann Amboß und dem Maurer Thomas Kelle. Berlin  o. J. [1848] 15 S.
↗️Inhalt
↗️Sammlung Stadtmuseum (Seiten unsortiert))
Dazu:
↗️Wikipedia (Bild von Menzel: »Zwei Urwähler im Gespräch«. 1849)
↗️Zeitreisen.de (Karikatur: Schultze und Müller oder die Abentheuer zweier Berliner Urwähler.)


Anonym, Die Märztage Berlins. Historische Skizze in zwei Abschnitten. In: Der Sorgenbrecher oder der Gesellschafter für Scherz und Ernst. Ein in monatlichen Lieferungen erscheinendes Werk. Hrsg. im Selbstverlage von G[ustav] W[ilhelm] Schubert. 2. Aufl. Dresden, o.J. [1854]
↗️slub-dresden
↗️Teil 1: S. 81–89 (mit einer farbigen Abb.: ›Berlins 19. März.‹)
↗️Teil 2: S. 97–103 (mit einer farbigen Abb.: ›Berlins 22. März‹)
[Fortsetzung des »Sorgenbrechers« war »Die neue Zeitposaune«]


Anonym, Die Flucht des Kaisers v. Oesterreich oder Die Adelsverschwörung gegen das deutsche Volk. Historische Skizze. In: Der Sorgenbrecher, 2. Aufl.. Dresden, o.J. [1854]
Teil 1: S. 113–120 (eine farb. Abb.: ›Der Kaiser auf der Flucht in Strengberg‹).
Teil 2: Faster [?], der neue Tschechen-Herzog. S. 137–144.
Teil 3: Die Prager Bluthochzeit. S. 145–152. (mit einer farbigen Abb.: ›Die Prager Bluthochzeit.‹)
↗️slub-dresden


Anonym, Robert Blum’s letzte Stunden. (Mit einem Bilde: Rob. Blum vor dem k.k. Kriegsgerichte.) In: Der Sorgenbrecher oder der Gesellschafter für Scherz und Ernst. 2. Aufl. Dresden, o.J. [1854] S. 177–182.
↗️slub-dresden


Anonym, Der achtzehnte September zu Frankfurt. Ein Bild aus dem Leben. In: Morgenblatt für gebildete Leser. Nr. 276, 17.11.1848. S. 1101–1102, S. 1107, S. 1110–1111. [Im Inhaltsverzeichnis der Zs. als »Erzählung« aufgeführt.]


Anonym, Der preußische Reactionär und seine Enkelin. Historische Skizze aus Berlins Belagerungszustand. In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk (Dresden). Bd. 1 (1855), S. 33–43; 51–59.
↗️slub-dresden


Anonym, Der Ungarn letzte Stunde. Historische Skizze aus Ungarn Freiheitskampfe.
In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk (Dresden). Bd. 1 (1855), S. 153–168; 177–185.
↗️slub-dresden


Anonym, Wiens Bluttaufe oder die Märtyrer der Freiheit. Historische Skizze in zwei Abschnitten. In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk (Dresden). Bd. 1 (1855), S. 3–11; 19–32.
↗️slub-dresden


Anonym [lt. Wikipedia: Marie Simon], Preußen vor dem Achtzehnten März. Ein politischer Roman von ***. Mit einem Vorwort von Heinrich Simon. 2 Bde. Leipzig: J.J. Weber, 1849. Bd. 1: XI, 227 S.; Bd. 2: 277 S. [Endet lt. Vorwort am 18.2.1848. Die erste Ausgabe erschien 1848 in der Novellenzeitung unter dem Titel »Daguerreotypen aus Preußen.«]
 ↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ 

Mehr Details …

↗️Wikipedia: »Seine [Heinrich Simons] Schwester Marie, die mit dem bereits 1842 verstorbenen Bonner Rechtsprofessor Gustav Gaertner verheiratet war, folgte ihm offenbar in die Schweiz, nachdem sie einen politischen Roman über die Revolution mit Vorwort ihres Bruders veröffentlicht hatte.«  (Autorin demzufolge: Marie Simon, die Schwester. Allerdings bei Wikipedia ohne Angabe des Romantitels und ohne überzeugenden Beleg.)

Siehe auch:
↗️Wikipedia (Carl Hilty)
↗️e-periodica
↗️Digitale Sammlungen (BSB) (Zeitgenöss. Kritik)


Anonym, Margarethe. Eine Episode aus der Neuzeit von ***. In: Germania. Jahrbuch deutscher Belletristik. Erster Jahrgang 1851. S. 426–471. Bremen 1851.
↗️Inhalt (WH)
↗️Google

Die Geschichte erzählt …

Die Geschichte erzählt vom Leben der jungen Witwe Margarethe, die nach dem Tod ihres ungeliebten Ehemanns – er wurde zufälliges Opfer der Barrikadenkämpfe in Dresden – in Berlin ein neues Leben sucht. Dort lernt sie den charmanten und gebildeten Freiherrn Alexander von F. kennen, der sich als revolutionärer Demokrat und Freigeist ausgibt. In Wahrheit ist er ein Opportunist, der seine politische Gesinnung nur als Maske benutzt, um seine persönlichen Ziele zu erreichen. Sie lässt sich von ihm und seinen schmeichelhaften Worten täuschen und verliebt sich in ihn. [WH]


Anonym [ein Geistlicher], Das Jahrhundert der Umkehr. Ein Roman aus Preußen. Gotha: Hugo Scheube, 1857. [nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)


Bettina von Arnim, Gespräche mit Dämonen. Des Königsbuchs zweiter Teil.  Berlin: Arnim’s Verlag, 1852.
↗️MDZ
↗️literaturkritik.de (Zum Inhalt; Rezension einer Neuausgabe)

Dieses – formal der Fortsetzung von »Dies Buch gehört dem König« zugehörige Werk – entstand nach der Revolution und ist stark von den Erfahrungen der gescheiterten Revolution und der politischen Enttäuschung geprägt; es setzt sich für soziale Reformen, die Abschaffung der Todesstrafe und die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Juden ein. Als Reflexion auf die 1848/49er Jahre kann es auch in diesem Kontext gelesen werden. [WH]


Louise Aston, Revolution und Contrerevolution. Mannheim: Grohe, 1849. [DG 616f.; MF 367–405]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ
Bd. 1+2 ↗️scholarsarchive.byu (PDF, Neusatz)

Mehr Details …

Zu Aston vgl.:
↗️onlinelibrary.wiley.com (Andree Michaelis König: Literarische Visionen emanzipierten Handelns: Emanzipationspolitische Zusammenhänge im Werk Louise Astons.)
↗️onlinelibrary.wiley.com (Marek Krisch: Zwei ›Achtundvierziger von altem Schrot und Korn‹ schreiben über den Völkerfrühling: Louise Aston, Max Ring und ihre Darstellung der Märzrevolution. In: German Life and Letters, 2024.)
⏹️Julia Menzel, »Sie glaube nicht an Gott und rauche Zigarren«. Louise Astons Religionskritik als Weltanschauungskritik. In: Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 20 (2014).
⏹️Jenny Warnecke, Die Eisenbahn: eine zugkräftige Metapher der Revolution von 1848 in Louise Astons Roman »Revolution und Contrerevolution« (1849). In: Christina Ujma (Hg.): Wege in die Moderne. Reiseliteratur von Schriftstellerinnen und Schriftstellern des Vormärz. Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 14 (2008). S. 45–56.
⏹️Arno Widmann: Louise Aston: Baut sich im Busen die eigene Welt! (Frankfurter Rundschau, 6.12.2019)


Louise Aston, Links zu den Werken: ↗️Wikisource


Berthold Auerbach, Neues Leben. Eine Erzählung. 3 Bde. Mannheim: Cotta’scher Verlag, 1851/1852. [In den gesammelten Schriften 1858 unter dem Titel: Neues Leben. Eine Lehrgeschichte in fünf Büchern.]  [DG 659ff.; PS 287, 394f.]
↗️Inhalt

Mehr Details …

Bd. 1: ↗️Google ↗️Archive.org ↗️Archive.org
Bd. 1+2: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Archive.org
Bd. 3: ↗️Google ↗️Archive.org
↗️Deutsches Museum (Rezension)
↗️sehepunkte.de (zu Auerbach und 1848)

»[…] das veranschaulicht auf ganz andere Weise auch Berthold Auerbachs 1851 entstandener eindrucksvoller Zeitroman ›Neues Leben‹ (1852), der eine detaillierte und anschauliche Darstellung der Auswirkungen der Reaktion im Alltag des ländlichen Lebens mit dem Entwurf einer zugleich moralischen und politischen Reform- und Bildungsutopie verbindet.« (DG 659)


Auerbach, Links zu den Werken: ↗️Wikisource


Waldemar Augustiny, Dronning Marie. Roman. Breslau: Korn, 1935. 362 S. [nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zum Autor)


B


C. B. siehe unter »Leuchtkugeln«


Adolf Bartels, Dietrich Sebrandt. Roman aus der Zeit der schleswig-holsteinischen Erhebung. Kiel und Leipzig: Lipsius & Tischer, 1899. [WW]
[Handelt von den Ereignissen der Märzrevolution in Schleswig-Holstein und Berlin.]
↗️Google
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️literaturland-sh


Rudolf Hans Bartsch, Als Österreich zerfiel …: 1848. Wien: C[arl] W[ilhelm] Stern, 1905. 337 S. [WW]
↗️Internet Archive
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Wikipedia (zum Autor)


Rudolf Hans Bartsch, Brüder im Sturm. Graz u.a.: Leopold Stocker, 1940.

Verlagstext …

»Volk und Land standen unter dem schweren Drucke der Regierung des Fürsten Metternich, der alle Freiheitsgedanken erdrückte. Der Märzsturm des bewegten Jahres 1848 stürzte den Despoten. Feinsinnig schildert der Dichter in dem Studentenlegionär Hans Gottschalk den Idealismus der Studenten, ihren und der besten Wiener Bürger Einsatz für die Freiheit. In heller, reiner Begeisterung begann der ersehnte Volksfrühling. Doch bald waren die Spekulanten daran, die Ideale der Jugend zu zersetzen und das begonnene Werk schmählich zu vertun.« (Verlagstext; WW)


Rudolf Hans Bartsch, Der letzte Student. [Überarbeitete Neuausgabe mit einem Vorwort des Verfassers]. Berlin, Wien: Ullstein & Co., 1913. 318 Seiten.( Reihe: Ullstein-Bücher. Eine Sammlung zeitgenössischer Romane). Erste Ausgabe 1905 unter dem Titel: »Als Österreich zerfiel …: 1848.« [WW]
↗️Uni Wien


Alfredo Bauer, Verlorene Hoffnung. Roman einer Wiener Bürgerfamilie 1848. Aus dem Spanischen von Christiane Barckhausen. Der Text wurde für die vorliegende Ausgabe vom Autor überarbeitet. Berlin [DDR]: Verlag der Nationen, 1985. 281 Seiten. Die spanische Originalausgabe erschien 1976 unter dem Titel »La esperanza trunca«.
↗️Wikipedia (zum Autor)

Verlagstext …

»Wien, die Metropole des Habsburger Reiches ist der Schauplatz dieses Gesellschaftsromans aus der Feder des argentinischen Autors Alfredo Bauer, der darin die Geschichte seines Urgroßvaters aufgeschrieben hat. Über Adolf Baiersdorf, den Studenten aus jüdischem Hause, bricht eine Woge turbulenten Erlebens herein, als am 4. März 1848 während einer Medizinvorlesung die Nachricht vom Ausbruch der Revolution verbreitet wird. Adolf eilt mit den Studenten auf die Straße, ist Augenzeuge der ersten blutigen Zusammenstöße mit dem Militär und wird als aktiver Verteidiger der Revolution immer tiefer in den Strudel der Ereignisse gerissen. Es sind Tage voller unauslöschlicher Eindrücke und Begegnungen mit den Köpfen der Wiener und der ungarischen Revolution, mit Dr. Fischhof, Kudlich, Jellinek, Kossuth, Bem, ja sogar mit einem gewissen Karl Marx, aber auch mit ihren Widersachern, die hier alle in den entscheidungsreichen Monaten das Geschehen beeinflussen. Und es sind für Adolf zugleich die unvergesslichen Stunden einer leidenschaftlichen Liebe zu Therese, der schönen jungen Schauspielerin aus der Truppe des großen Volksdichters Nestroy. Adolf ahnt noch nicht, dass nach der Niederlage der Revolution er nicht nur seine revolutionären Ideale vergessen wird.« (Verlagstext; WW)


Eduard von Bauernfeld, Die Freigelassenen. Bildungsgeschichte aus Österreich. Berlin: Otto Janke, 1875. (noch nicht verifiziert)
Bd. 1: ↗️Google (2. Aufl.)
Bd. 2: ↗️Archive.org (2. Aufl.)
↗️Wikipedia (zum Autor)

Vgl. auch sein Drama …

Vgl. auch sein Drama: Die Republik der Thiere. Phantastisches Drama sammt Epilog. Wien: Seidel, 1848. [Satire auf die Wiener Märzrevolution]
↗️MDZ
↗️Gutenberg-de (Text online)
↗️Google


H. E. R. Belani, siehe Karl Ludwig Häberlin


Roderich Benedix s. unter »Leuchtkugeln«


K[arel] J[osef] Benes, Die Vergeltung. Historischer Roman. Übersetzung aus dem Tschechischen von R. Pabel und G. Jarosch. Mit einem Nachwort von G. Jarosch. Berlin [DDR]: Buchverlag Der Morgen, 1964. 815 Seiten. Die tschechische Original-Ausgabe erschien 1963 unter dem Titel »Utok«.
↗️Wikipedia (zum Autor)

Verlagstext …

»Nur unter erheblichen Gefahren und Schwierigkeiten gelangte Josef Frič wieder zum Klementinum, das er als Kommandant in einem Augenblick der Verzagtheit verlassen hatte. Der von Fürst Windischgrätz inszenierte heimtückische Überfall auf die rebellierende Prager Bürgerschaft im Juni 1848 hinterließ erhebliche Lücken in den Reihen der Studenten und hielt unvermindert an. Um so begrüßenswerter war daher die Rückkehr Fričs. Welchen weiteren Ereignissen der junge Student noch unterworfen wurde, wie er sich gegenüber seinen Gegnern verhielt und sich die Liebe Aničkas bewahrte, schildert der bekannte tschechische Romancier K. J. Beneš in dem vorliegenden neuen Band seines Romanzyklus über das Jahr 1848 in der Habsburger Monarchie. […]« (Verlagstext; WW)


K[arel] J[osef] Benes, Zwischen zwei Ufern. Historischer Roman. Aus dem Tschechischen von R. Pabel. Berlin [DDR]: Buchverlag Der Morgen, 1961. 663 Seiten. Die tschechische Original-Ausgabe erschien 1950 unter dem Titel »Mezi dvěma břeby«.

Verlagstext …

»Die rauschenden Walzermelodien, die auf dem Wiener Kongress die Gründung der ›Heiligen Allianz‹ zwischen Russland, Preußen und Österreich-Ungarn mit nachhaltigem Glanz erfüllten, sind längst verklungen und vergessen, als sich Staatskanzler Fürst von Metternich im kaiserlichen Kabinett mit seinen engsten Vertrauten berät, wie die Macht der Habsburger Krone zu erhalten und weiterhin zu festigen sei. Ein Dorn im Auge ist ihm die demokratische Schweiz, die er mit Hilfe der Großmächte ultimativ zur Verfassungsänderung aufzufordern beabsichtigt. Doch da äußert Graf Rechberg seine Bedenken. Die Nachrichten vom Aufstand auf Sizilien könnten Unruhen im Innern der Monarchie hervorrufen, in Ungarn, Prag und selbst in Wien, wo das Bürgertum immer entschlossener seine Rechte forderte und dann auch im Jahre 1848 den Kampf aufnahm. Benes führt uns in diesem packenden und an dramatischen Ereignissen reichen Roman, den er in ›Drachensaat‹ und ›Die Vergeltung‹ fortsetzt, nicht nur durch das kaiserliche Kabinett, die Spiegelsalons am Wiener Hof und die Bürgerhäuser mit ihrer Biedermeier-Atmosphäre in Wien und Prag, sondern auch durch die Wiener und Prager Gassen und Kneipen. […]« (Verlagstext; WW)


Julius Berstl, Schwarz-Rot-Gold. Roman aus den vierziger Jahren. Dresden: Carl Reißner, 1909. 253 S. [WW]
↗️Wikipedia (zum Autor)


Roland Betsch, Ballade am Strom. Berlin: G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung, 1939.
[Die Revolution in der Pfalz 1848/49 nimmt im 2. Buch einen großen Teil ein, sagt die KI.]
↗️Inhalt
↗️Gutenberg-de (Text online)
↗️Wikipedia (zu Betsch)


C. Beyschlag, s. unter »Leuchtkugeln«


Gustav Karl Bienek, Die Nacht von Olmütz. Roman. Wien: Sexl, 1946. 271 S.
↗️agsö uni graz (zum Autor)

Verlagstext …

»In diesem eigenartigen Buch schildert Bienek, der zu den erfolgreichsten und beliebtesten österreichischen Erzählern der Gegenwart gehört, jene auch heute noch nicht völlig geklärten, beinahe legendären Vorgänge im Schloss zu Olmütz in der Nacht vom 30. November zum 1. Dezember des Sturmjahres 1848, die zum Verzicht Kaiser Ferdinands I. und zur Thronbesteigung Franz Josephs geführt haben. Der Roman zeichnet sich durch große plastische Darstellungskraft und menschliche Wärme ebenso wie durch feine Ironie und jenen wohltuenden Humor aus, der in keinem von Bieneks Werken fehlt. Die Gestalten sind durchwegs lebensnah geschildert, ohne jede ›historische‹ Steifheit, und sie alle verkörpern in ihrem persönlichen Schicksal Österreichs ewige Tragik, die noch selten auf so knappem Raum und so eindringlich dargestellt wurde wie hier. Die Gruppierung der Personen, ihre schlagkräftigen Dialoge und die angenehm kontrastierende Abfolge der einzelnen Szenen verraten den Dramatiker Bienek, der sein Publikum zu spannen und zu unterhalten versteht. ‹Die Nacht von Olmütz‹ ist ein literarischer Genuss für alle Freunde politischer Satire und geistreicher Geschichtsdarstellung.« (Verlagstext; WW)


Edith Biewend, Schloß im Zwielicht. Ungarn 1848. [Erzählung.] Heilbronn: Eugen Salzer, 1974. 79 S. (Reihe: Salzers Volksbücher, Nr. 178).
↗️Wikipedia (zur Autorin)

Verlagstext …

»1848– das Jahr politischer Unruhen und Hoffnungen. Etienne von Hachberg, junger Adeliger, kämpft auf Seiten der Revolutionäre in Ungarn. Hier tauchte er unter, als der Oktoberaufstand in Wien gescheitert war. Er weiß nicht, dass ihm inzwischen ein Sohn geboren wurde. Seine junge Frau Maria forscht nach ihm und gerät dabei mitten in die feindlichen Linien. Ohne es zunächst zu merken, wird sie zum Objekt einer finsteren Verschwörung. Der Unbekannte, der sie zu Etienns Quartier nach Szered fahren soll, bringt sie an einen anderen Ort. Das Schloss an der Grenze, wo sie abgesetzt wird, gehört dem Grafen Nádasdy. Wer ist dieser Mann, auf welcher Seite steht er? Die Tage um Weihnachten, die Maria in seinem Schloss verbringt, wirbeln Furcht und Hoffen durcheinander; Freund und Feind tauschen die Plätze, Verwirrungen der Ereignisse wie der Gefühle treten auf und lösen sich auf unvorhergesehene Weise. Dank dem Mut und der uneigennützigen Tat eines gütigen Menschen findet das gefährdete Paar am Ende seinen Weg in ein neues Leben.« (Verlagstext; WW)


Bert Brennecke, Und immer ging ein Schatten mit. Historisch-biographische Erzählung über Max Dortu. Berlin [DDR]: Buchverlag der Morgen, 1962. 257 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)


Margarete Gräfin v. Bünau s. Henriette von Meerheimb (Pseudonym).


Marie Pauline Rose Blaze de Bury, Falkenburg. Eine Erzählung vom Rheinlande. 3 Bde. Bremen: Franz Schlodtmann, 1851; London: H[enry] Colburn, 1851. Bd. 1: VIII, 396 S. Bd. 2: 340 S., Bd. 3: 340 S. Die englische Originalausgabe erschien 1851 unter dem Titel »Falkenburg: a tale of the Rhine«. [WW]
↗️MDZ (Bd. 1) ↗️MDZ (Bd. 2) ↗️MDZ (Bd. 3)
↗️Wikipedia (zur Autorin)
↗️Wikipedia (in engl. Sprache)
↗️Grokipedia (in engl. Sprache)
↗️Wikisource (Links zu den Werken)
↗️radar.brookes.ac.uk (Rachel Margaret Egloff: A Study of the Life and Works of Blaze de Bury: A Counter-Narrative of a Transcultural Woman’s Involvement in Nineteenth-Century European Politics. PhD Thesis for Oxford Brookes University, 2020.)


Wilhelm Blos, Badische Revolutionsgeschichten aus den Jahren 1848 und 1849. Mannheim: Verlag der Partei-Buchhandlung, 1910. 166 S. [WW]
↗️Wikipedia (zum Autor)


Wilhelm Blos, Der Prinzipienreiter. Eine Geschichte aus dem Jahre 1848. Leipzig: Grübel & Sommerlatte, 1902.

Aus dem Vorwort …

»Dies Büchlein ist in den Kreisen, die sich für die Geschichte des ›tollen Jahres‹ 1848 interessieren, gut aufgenommen worden. Es ist darin, vielleicht zum ersten Mal, versucht worden, die von der Revolution bewirkten mannigfachen und merkwürdigen Verschiebungen unter den sozialen Schichten der Bevölkerung gründlich auch in Romanform zur Darstellung zu bringen. Durch die Anlehnung an bekannte historische Ereignisse und Persönlichkeiten in einem mitteldeutschen Kleinstaate jeder Zeit konnte bei der dichterischen Ausschmückung auch der Humor eine Pflegestätte finden. Dies soll, wie der Autor ausdrücklich sagt, den Ernst, mit dem die Ereignisse von damals in der großen Welt zu betrachten sind, nicht beeinträchtigen.« (Vorwort; WW)


Victor Blüthgen, Aus gährender Zeit. 2 Bde. Leipzig: Ernst Keil, 1877. [Zunächst veröff. in d. Gartenlaube; 1884 als Buch] [DG 695]
↗️Inhalt
↗️Mobileread (ePUB; dort auch Details)
↗️Wikisource (Text online)
↗️Wikipedia (zu Blüthgen)

Zum Buch …

»›Von meinen Romanen‹, schrieb Blüthgen 1916 an Haering, die Überlebenschancen seiner Werke abwägend, ›bleibt der Erstling, ›Aus gärender Zeit‹ – ein Verzeichniß des Buchhändlerbörsenblattes zählte ihn zu den 100 besten Romanen der deutschen Literatur.‹ Geschildert ist, vor dem Hintergrund der Ereignisse des Vormärz und der Revolution von 1848 eine Liebesgeschichte in einer südwestdeutschen Kleinstadt. Das 1884 auch als Buch erschienene Werk machte Blüthgen mit einem Schlag berühmt.« (Hans Joachim Nauschütz; WW)


Hans Blum, Aus dem tollen Jahr. Eine Erzählung aus 1849. Heidelberg: C. Winter, 1901.
↗️Wikipedia (zu H. Blum; Sohn von Robert B.)
↗️Wikisource (Werke)


Hans Blum, Aus vergessenen Acten. Eine Criminalgeschichte. In: Die Gartenlaube, Heft 32–42 (1879). S. 542–544, 553–555, 572–576, 590–592, 603–604, 618–620, 638–640, 654–656, 670–672, 690–693, 710–712.
↗️Inhalt
↗️Wikisource (Volltext)


Albert von Boguslawski, Aus bewegten Zeiten. Novellen und Skizzen. Berlin: Verein der Bücherfreunde Schall & Grund [1897]. 312 S. (Reihe: Veröffentlichungen des Vereins der Bücherfreunde 6. Jg., Nr. 5). [Enthält: »Schloß und Hütte. Novelle aus dem Jahre 1849«; WW]
↗️Google
↗️Wikipedia (zum Autor)


Horst Bosetzky, Aufruhr am Alexanderplatz. Von Gontards fünfter Fall. Criminalroman. Berlin: Jaron Verlag, 2014. (Reihe: Es geschah in Preußen.)

Verlagstext …

Verlagstext: »Im März 1848 erreicht die Revolution auch die preußische Residenzstadt Berlin. Hunderte Bürger beteiligen sich an den Barrikadenkämpfen am Alexanderplatz, um Friedrich Wilhelm IV. zu politischen Reformen zu zwingen. Auch Christian Philipp von Gontard, seit neuestem Oberst-Lieutenant, steht ungeachtet der Königstreue, zu der er von Berufs wegen verpflichtet ist auf der Seite der Aufständischen. Die Barrikadenkämpfe fordern viele Todesopfer, unter ihnen findet sich auch die Leiche des Geheimen Kriegsraths Richard von Randersacker. Mit eingeschlagenem Schädel entdeckt Gontard den Toten, versteckt in einer Tonne, am Rande des Aufstands. Doch der passionierte Freizeit-Ermittler zweifelt an der Echtheit dieses Märzgefallenen , denn bereits vor seinem Tod war Randersacker Opfer eines Überfalls geworden, bei dem ihn zwei Schüsse nur knapp verfehlt hatten. Doch wer hat den Kriegsrath auf dem Gewissen? Der eifersüchtige Franz Watzlawiak vielleicht, der sich in das Dienstmädchen von Randersacker verguckt haben soll und dessen Eifersucht schon einmal einen Menschen das Leben kostete? Oder die skandalumwitterte Tänzerin Flora Morave, die bereits seit längerem mit dem Ermordeten im Geheimen verbunden sein soll? Gontard muss weit in die Vergangenheit des Opfers vordringen, um dem wahren Täter auf die Spur zu kommen.«


Horst Bosetzky, Das Geheimnis vom Oranienburger Thor. Von Gontards siebenter Fall. Criminalroman. Berlin: Jaron Verlag, 2014. (Reihe: Es geschah in Preußen.)

Verlagstext …

Verlagstext: »Vier Jahre nach der Revolution von 1848 sind die fortschrittlich gesinnten Berliner enttäuscht auf der ganzen Linie: Die politische Reaktion hat obsiegt. Oberst-Lieutenant Christian Philipp von Gontard, dessen Beteiligung an den Barrikadenkämpfen sich bis in die höchsten Kreise herumgesprochen hat, muss um seine Reputation und seine Stellung bangen. Wie gut, dass Criminal-Commissarius Waldemar Werpel für Ablenkung sorgt! Wieder einmal benötigt er bei der Aufklärung eines Verbrechens Gontards Hilfe.
Ein Kürschner wurde mit Arsen vergiftet. Der Verdacht fällt zunächst auf dessen Nichte, die durch den Mord ein Vermögen erbt. Doch es kommen weitere Menschen auf ähnliche Weise zu Tode. Bald steht für Gontard fest, dass ein skrupelloser Giftmischer sein Unwesen in der preußischen Hauptstadt treibt. Welches Motiv aber verbirgt sich hinter den kaltblütigen Morden? Auf der Suche nach dem Täter schreckt der Oberst-Lieutenant nicht davor zurück, sich selbst in Gefahr zu begeben und ist plötzlich spurlos verschwunden.«


Horst Bosetzky, Zwischen Barrikade und Brotsuppe. Roman. Berlin: Jaron Verlag, 2003. [Zeitraum: 1844–1918.]

Verlagstext …

Verlagstext: »Zwischen den Wirren der März-Revolution 1848 und dem Ende des Ersten Weltkriegs. Friedrich Bosetzki aus Tamsel kämpft 1848 in Berlin auf den Barrikaden gegen König Friedrich Wilhelm IV. Nach Bosetzkis Gefangennahme und Verbüßung einer sechsjährigen Haftstrafe wandert er nach Amerika aus, um dort sein Glück zu machen.   1864 aber kehrt er desillusioniert nach Berlin zurück. Sein Sohn Heinrich kämpft sich im Berlin der Gründerjahre zunächst zum erfolgreichen Bauunternehmer hoch – bis privates Unglück und geschäftliche Fehler auch ihn zu Fall bringen.   1906 dann wird Otto geboren, als uneheliches Kind Heinrichs und des Berliner Dienstmädchens Anna. An Heinrichs Stelle tritt Walter Matuschewski. Und Anna wird indes in Berlin einen Kohlenkeller eröffnen.«


Rolf Brandt, Berlinerin im tollen Jahr. Roman. Berlin: Scherl, 1942. 197 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)


Günter und Johanna Braun, Krischan und Luise. Roman. Berlin [DDR]: Verlag Tribüne, 1958. 466 S. [nicht verifiziert; WW]
↗️Wikipedia (zu den beiden Brauns)


Günter Braun, Johanna Braun, Preußen, Lumpen und Rebellen. Illustrationen von Hans Betcke. Berlin: Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung, 1957. 196 S.
[Der Roman spielt im Badischen, in Heidelberg etc. und beginnt im Juni 1849. Kein Vor- und kein Nachwort.]

Verlagstext …

»Dies Buch führt in die gewitterschwülen Junitage des Jahres 1849. Obwohl die
dramatische Handlung in wenigen Stunden abrollt, erlebt der Leser eine Vielzahl von Schauplätzen. Im Hauptquartier des Prinzen von Preußen, am Herdfeuer einer Zauberin, im Pulverqualm des Schlachtfeldes, an der reich gedeckten Tafel eines Heidelberger Kaufmanns, hinter düsteren Spitalmauern und in der reinlichen Kammer eines schönen Mädchens wird das Schicksal von Menschen entschieden. Die Autoren entwerfen eine Reihe interessanter Charaktere. Da ist von Möhlen, der kühl wägende preußische Offizier, Karl Steffen, der von hohen Idealen erfüllte Anführer der Rebellen, der rauf- und sauflustige Landsknecht Christoph Fry, der freiheitstrunkene Schwarmgeist Jacobsen, der vom Leben enttäuschte Lehmbrock, der energische Berliner Schmiedegeselle Beermann, der menschlich fühlende Pfarrer des Dorfes Rebheim. Mit ihnen nimmt der Leser an den letzten Kämpfen der bürgerlich-demokratischen Revolution 1848/1849 teil. Eine Handvoll tapferer Männer deckt den Rückzug ihrer Gefährten. Diese Männer sind keine Bilderbuchhelden. Sie gehen oft absonderliche Wege, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Davon erzählen die Autoren unsentimental und nüchtern, doch nicht ohne Humor und Ironie.« (Verlagstext; WW)


Wilhelm Brockhaus, Trübe Zeiten. Eine Erzählung aus dem Revolutionsjahr 1848 für die Jugend und ihre Freunde. Elberfeld: Verlag des Erziehungs-Vereins [1879]. 294 S. (Reihe »Saat und Ernte«, Nr. 14). [WW]
↗️Wikipedia (zum Autor)


Otto Brües, Krebs. [Erzählung]. In: O. B.: Der Farbkasten. Novellen. Rudolstadt (Thür.): Greifenverlag, 1925. S. 105–113. [nicht verifiziert; WW]
↗️Inhaltsverzeichnis
↗️Wikipedia (zum Autor)


Anni Bürkl, Die Spionin von Wien. Historischer Kriminalroman – Wien anno 1848. Köln: Emons, 2011. 239 S.
↗️Wikipedia (zur Autorin)

Verlagstext …

»In Europa tobt die Revolution. Auch in Wien setzt sie der Biedermeier-Idylle ein blutiges Ende. Marianne Theresia von Marbach, genannt Marte, kehrt nach Jahren in der Fremde nach Wien zurück – in Herrenkleidung und mit einem brisanten Auftrag. Während auf den Wiener Barrikaden gekämpft wird, geschieht ein Mord: Martes Verleger, bei dem sie unter männlichem Pseudonym publiziert, wird tot aufgefunden. Der Mord droht in den Revolutionswirren unterzugehen. Marte vermutet, dass der Fall vertuscht werden soll, und beginnt selbst zu ermitteln.« (Verlagstext; WW)


C


W. C. siehe unter »Leuchtkugeln«


[Wilhelmine Canz,] Eritis sicut Deus. Ein anonymer Roman. 3 Bde. Hamburg: Agentur des Rauhen Hauses, 1854. [nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️MDZ Bd. 2: ↗️MDZ Bd. 3: ↗️MDZ
↗️Wikipedia (zu W. C.)
↗️Google (Mielke – 1898 – über den Roman, S. 235–236.)
⏹️Paul Dobbriner, »Eritis sicut Deus«: ein Beitrag zur Geschichte des religiösen Romans. Lucka S.-A. : Berger, 1913.

»Zu unübertrefflicher Höhe gesteigert finden sich nachrevolutionäres Gedankengut und pietistische Orthodoxie in dem 1854 anonym erschienen Roman ›Eritis sicut Deus‹. […] Als ein solches Verbrechen [der Wahn vom Gott im Menschen] wird vor allem die Revolution betrachtet, die die Gesellschaft untergraben, die Tugend gestürzt hat.« (Winterscheidt (1970), S. 196f.)


Tibor Cseres, Rebell wider Habsburg. Lebensroman des Lajos Kossuth. Aus dem Ungarischen von Almos Csongár. Die Ausgabe wurde im Einverständnis mit dem Autor vom Übersetzer gekürzt. Berlin [DDR]: Verlag der Nation, 1987. 456 Seiten.
↗️Wikipedia (zum Autor; in ungar. Sprache)

Verlagstext …

»Es ist ein langer dornenreicher Weg, auf den der 86jährige Lajos Kossuth zurückblickt: ein Aufstieg vom Anwaltsgehilfen im Büro des Vaters zum Führer der ungarischen Freiheitsbewegung, der schließlich seine Jahre fern der Heimat imTuriner Exil verbringen muss. Als glänzender Redner tut sich der junge Anwalt in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf den Landtagen hervor und wird bald darauf auf ausdrücklicher Weisung des österreichischen Reichskanzlers Metternich unter der Beschuldigung des Landesverrats eingekerkert. Nach seiner Freilassung wächst er zum gefürchteten Publizisten der bürgerlichen Opposition in Ungarn heran, wird Finanzminister im ersten ungarischen Reformkabinett und auf dem Höhepunkt der Revolution zum konsequenten Führer des nationalen Freiheitskampfes: Er organisiert die Honvédarmee gegen die einfallenden österreichischen Truppen, setzt 1849 das Habsburg ab, ruft die Republik aus und wird ihr erstes Staatsoberhaupt. Die Niederlage der revolutionären Kräfte in Europa zwingen ihn, auf Lebenszeit ins Exil zu gehen. In der Form von fiktiven Memoiren des 86jährigen zeichnet der ungarische Schriftsteller Tibor Cseres den dramatischen Lebensweg Kossuths mit allen seinen Höhen und Tiefen, seinen Leistungen und Irrtümern und vermittelt neben spannender Lektüre ein Bild von der genialen Größe dieses ungarischen Nationalhelden.« (Verlagstext; WW)


D


Rudolf Daumann, Herzen im Sturm. [Roman.] Berlin [DDR]: Verlag Neues Leben, 1954. 239 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)

Verlagstext …

»Auf den Barrikaden kämpfen Arbeiter, Bürger und Studenten gegen die Garde des Königs. Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei junge Menschen, der Maschinenbauer Georg Maderka und seine Freundin, die Arbeiterin und frühere Gutsdienstmagd Sophie Kusserow. Ihre Schicksale, mitreißend und humorvoll in einer weitverzweigten Handlung gestaltet, sind eng verbunden mit den dramatisch bewegten Ereignissen der Märzrevolution.« (Verlagstext; WW)


Rudolf Daumann, Stürmische Tage am Rhein. [Roman.] Berlin [DDR]: Verlag Neues Leben, 1955. 246 S.

Verlagstext …

»Georg Maderka, der schon an den Märzkämpfen in Berlin teilgenommen hat, muß aus seiner märkischen Heimat fliehen, wo ihn preußische Willkür zum Kommiss pressen will. Im Rheinland trifft er seine verloren geglaubt Freundin Sophie Kusserow wieder, doch das Geschehen der Revolution lässt den Liebenden keine Atempause. Georg weicht dem Kampf nicht aus und wird schwer verwundet. Sophie flieht mit ihm aus dem verratenen Vaterland. Der Roman ist eine in sich abgeschlossene Fortsetzung des Buches ›Herzen im Sturm‹ und spiegelt den bitteren Ausgang der Märzrevolution in einer dramatischen Handlung von großem psychologischem Reiz wider. Er übt Kritik an menschlicher Gemeinheit, Feigheit und Schwäche, legt aber zugleich ein stolzes Zeugnis ab von dem Heldentum und dem Opfermut derjenigen, die ihr Leben einsetzten für eine Sehnsucht, die sich in Deutschland erst hundert Jahre später erfüllen sollte.« (Verlagstext; WW)


Eugen Hermann von Dedenroth, Eine deutsche Revolution oder der Carneval von 1848. 2 Bde. Leipzig: Christian Ernst Kollmann, 1860. [DG 628f–631; PS 276]
↗️Inhalt
↗️Internet Archive
[Kein Exemplar im Netz, 26.11.24; eigene OCR: 06/2025]


Eugen Hermann von Dedenroth, Aus sturmbewegter Zeit. Novelle. Mit 25 Illustrationen von Willy Werner. Berlin, Eisenach, Leipzig: Hermann Hillger Verlag [o.J; 1897] (= Kürschners Bücherschatz No. 33) 128 S. [ab Kap. 7: 18. März 1848]
↗️Inhalt
↗️Google
↗️dilibri.de
↗️Internet Archive (ePUB)

Dedenroth war biografisch tief in der preußischen Militärtradition verwurzelt und sein Roman von 1860 (s.o.) ist eine kritische, ja verhöhnende Darstellung der revolutionären Bewegung als »Carneval«. Die erst posthum erschienene Novelle (D. starb 1887) zeigt einen anderen Dedenroth. Auch sie schildert kritische Aspekte der Revolution, ist aber insgesamt reflektierter und versöhnlicher. Vor allem hat sie unter den Revolutionären auch positive oder ambivalente Figuren wie die Hauptfigur Robert Bork, einen ehemaligen politischen Gefangenen und ›Demagogen‹, dessen Geschichte im Mittelpunkt steht. [WH]


Eugen Hermann von Dedenroth, Links u. Literatur 
↗️deutsche-biographie.de
↗️Wikipedia
↗️Wikisoure
↗️Varnhagen (Tagebücher, Register, S. 75):
v. Dedenroth, Leut. Eug. Herm. (Pseud. Eug. Hermann) 8| 418. [» benahm sich so ungeschliffen und albern«] 14| 270. 296. Ein Sohn Alex. v. Humboldt 14| 268–270.


Marie Eugenie Delle Grazie, Vor dem Sturm. Roman. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1910. 320 S.
↗️ÖNB-ANNO
↗️Wikipedia (zur Autorin)
↗️Wikisource (zum Werk)

Verlagstext …

»Die Dichterin verlebendigt in diesem neuen Roman das interessante Stück Geschichte des kaum entwichenen Jahrhunderts: die Vorwehen und Kämpfe des Jahres 1848. Der Übermacht der adeligen Grundherren und ihrer Beamten, die tragische Lage der deutsch-österreichischen Bauern, die zwischen Autoritätsglauben ihrer religiösen Tradition und den sturmartig hereinbrechenden Freiheitsgedanken der neuen Zeit leiden, kämpfen und zuletzt siegen, finden in M. E. delle Grazie eine machtvolle Gestalterin. Die Charaktere der weltlichen und geistlichen Gebieter, die enge Grenzwelt der Unterdrückten, sind mit vollkommener Treue gespaltet. Episoden voll köstlichen Humors unterbrechen und überglänzen die tiefe Tragik der spannenden Handlung. Was aber diese neue Dichtung M. E. delle Grazies noch fesselnder macht und ihr den Reiz voller Wirklichkeit leiht: eben diese Menschen, Adelige und Bauern standen einst wirklich in der Reihe der Lebenden.« (Verlagstext; WW)


Johann Hermann Detmold, Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main, Frankfurt am Main: Jügel, 1848. [Bild-Satire]
 ↗️UB Uni Düsseldorf
↗️Wikipedia (zu J. H. D.)
↗️Wikisource (Werke)
↗️ADB

Mehr Details …


⏹️Martin Warschauer, Johann Hermann Detmold in der Opposition (1838–1848). Ein Beitrag zur Geschichte des Hannoverschen Verfassungskampfes und des politischen Denkens in Deutschland. Hildesheim, Leipzig: August Lax, 1926. 151 S.(Reihe: Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Nr. 34).
⏹️Florian Vaßen: Parlamentsszenerie und Bewegungsbild – Johann Hermann Detmolds und Adolf Schrödters Bild-Satire ›Thaten und Meinungen des Abgeordneten Piepmeyer‹ In: Hubertus Fischer (Hrsg.): Politik, Porträt, Physiologie. Facetten der europäischen Karikatur im Vor- und Nachmärz. Bielefeld 2010, S. 135–198.

»Unter den Carricaturenzeichnern der Zeit nimmt er [Detmold] einen hohen Rang ein. Und das ganze Genre hat vielleicht seinen vollkommensten, über den vergänglichen Tag hinausdauernden Ausdruck in jenem Bildercyklus gefunden, zu dem er sich mit dem genialen Maler Adolf Schrödter, der damals von Düsseldorf nach Frankfurt gekommen war, verband. ›Die Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituirenden Nationalversammlung‹ sind eine Satire auf jene unsterbliche Sorte von Politikern, die schwankend zwischen der eigenen Ansicht und dem Bedürfniß nach Popularität stets im Zweifel sind, ob sie nicht in Anbetracht der neuesten Zeitereignisse zweckmäßiger mit ihren politischen Ueberzeugungen etwas weiter links oder in Anbetracht der allerneuesten etwas weiter rechts rücken sollen.« (Ferdinand Frensdorff in: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 5 (1877), S. 82–88.)


Michel Deutsch [d. i. Karl Storck], Berliner Märztage. Roman aus dem Jahre 1848. Berlin: Paul Oestergard, 1912. 420 S. [WW]
↗️ZLB Berlin (2. Aufl.)
↗️wp-de (Zum Autor)


Peter Dörfler, Der Zwingherr. Roman. Berlin: Grote, 1935. 297 S. [Nicht verifiziert]
[Allgäu-Trilogie (Romane), im Einzelnen: 1. Der Notwender. 2. Der Zwingherr. 3. Der Alpkönig. 1934–1936.]
↗️Wikipedia (zum Autor)


Theodor Drobisch, Amarillen und Bartnelken. Gesammelte Novellen, Erzählungen und Humoresken. 2 Bde. Leipzig: Gräfe, 1857. [noch nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google


Theodor Drobisch s. auch unter »Leuchtkugeln«


Ida von Düringsfeld s. Ida von Reinsberg-Düringsfeld


E


Josef Siegmund Ebersberg, Politische Fabeln. Erinnerungen an die stürmischen Tage des Revolutions-Jahres 1848. Wien: Comptoire des »Wiener Zuschauers«, 1849.
↗️Phaidra Wien
↗️Wikipedia (zum Autor)


Friedrich K. Ebeling, Zahme Geschichten aus wilder Zeit. Leipzig: Christian Ernst Kollmann, 1851. [nicht verifiziert]
↗️DDB
↗️Google


Gitta Edelmann, Badisches Wiegenlied. Historischer Roman. Meßkirch: Gmeiner, 2017. 380 S.
↗️histo-couch (zur Autorin)

Verlagstext …

»Baden 1847. Als sich in Offenburg Demokraten aus ganz Baden treffen, ahnt Anna nichts von der bevorstehenden Revolution. Doch bald müssen sie, ihr Bruder Franz und ihre Freundin Luise zwischen Aufständen, Barrikadenkämpfen und Besatzungstruppen ihren Weg finden. Gleichzeitig sucht ein ›Radikalenmörder« die Stadt heim und hinterlässt junge Männer mit durchschnittener Kehle, bevor er spurlos verschwindet. Und dann ist da noch ein preußischer Spitzel, dessen Lächeln Annas Herz schneller schlagen lässt.« (Verlagstext; WW)


Hans Gustav Elsas s. Helmut Gaupp-Turgis (Ps.)


Ulrich Enzensberger, Herwegh. Ein Heldenleben. Frankfurt am Main: Eichborn, 1999. 394 S. (Reihe: Die Andere Bibliothek.)
↗️Wikipedia (zum Autor)

Verlagstext …

»Agitprop als Tragikomödie.Georg Herwegh (1817 bis 1875): Glückspilz, liebenswürdiger Narr, Tagedieb, Vaterlandsverräter, Wirrkopf und Deutschlands erster politischer Dichter – seiner soll hier gedacht werden. Er zweifelte keinen Augenblick an seiner göttlichen Sendung, glaubte an die Geste, an Zauberformel und Zaubertanz. Unerschütterlicher Sänger: ›Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will‹. Er ist ziemlich vergessen, aber zu Lebzeiten war er berühmt und berüchtigt: der deutsche Star 1841, der Buhmann des Jahres 1848. Vertauschte die Feder mit dem Schwert und rettete sich im letzten Moment. Immer wieder Unperson, immer wieder in den Schlagzeilen. Schmachtende Damenkränzchen, Spottfigur der Bänkelsänger, ewiger Emigrant, Freund von Marx, Bakunin, Wagner, Liszt, Herzen und tutti quanti… Veitstänze, Skandale, eine Audienz beim König, die Heirat mit einer reichen Jüdin, Duellforderungen, Orgien, brotlose Jahrzehnte. Im Jahre 1866 kehrt Herwegh nach Deutschland zurück, schimpft auf Bismarcks Reichsgründung und verscherzt sich die Sympathien seiner letzten Anhänger.Er verkörpert vieles aus der Geschichte der deutschen Linken, vor allem aber die Figur, die er erfunden hat: den ›engagierten Dichter‹, seine Glorie, seine Verbitterung und seine Komik. Die DDR- Germanistik hat Herweghs Heldenleben blankgeputzt. Diese neue Biographie stellt es zum ersten Mal in seiner ganzen Ambivalenz auf Grund zahlreicher, teilweise neuerschlossener Quellen dar.« (Verlagstext; WW)


K. Ernst [d.i. Konrad Zitelmann; siehe dort]


Emil Ertl, Freiheit, die ich meine. Roman aus dem Sturmjahr. Leipzig: Staackmann, 1909. 582 S. 
↗️onb.ac.at Wien
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)

Mehr Details …

⏹️Alfred Walheim, Emil Ertl. Sein Leben und seine Werke. Eine Studie. Leipzig: Staackmann, 1912. 174 S.

»Der Gesellschaftsroman erzählt die Geschichte und Entwicklung zweier Brüder im Sturm der Revolution von 1848 und beleuchtet die Wiener Gesellschaftsschichten vom einfachen Mann bis hinauf zum Hochadel.« (WW)


Birgit Erwin und Ulrich Buchhorn, Die Farben der Freiheit. Historischer Kriminalroman. Meßkirch: Gmeiner, 2013. 407 S.
↗️Wikipedia (zu B. Erwin)


H. Ewart, Burg an der Wupper. Roman aus dem 19. Jahrhundert. Barmen: Biermann, 1914. 408 S.