A–E


A


[Amalie Eleonore Sophie Karoline <Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg>,] Eglantine: ein Roman. Von der Prinzessin **. 2 Bde. Berlin: Duncker, 1852. [noch nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Uni Gießen


Anonym, Das Barrikaden-Mädchen von Dresden oder Die rothe Maiblüte. Historische Skizze aus den Maitagen Dresdens. In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk. 1 (1855), S. 65–73, S. 81–89, S. 97–105. [Mit farbigen Abbildungen: (1) »Der Kampf am Zeughausplatze in Dresden. Donnerstag, d. 3. Mai 1849.« (2) »Die Mitglieder der provisorischen Regierung im Rathhaussaale zu Dresden.« (3) »Die Turnerin auf der Engelsbarrikade zu Dresden.«]
↗️slub-dresden


Anonym, Der Besuch im Vaterhause. Ein Gespräch zwischen einem Vater und seinem Sohne. Zur Zerstörung politischen Wahnes und zum Aufbaue politischer Wahrheit. Gekrönte Preisschrift!! Erste von einer Gesellschaft patriotischer Frauen gekrönte Preisschrift. Berlin o. J. [1848] 22 S.
↗️Inhalt (WH)
↗️Sammlung Uni Frankfurt
Siehe auch unter Andreas Sommer (ein weiteres Gespräch).


Anonym, Die Barrikadenbraut. In: Der Radikale. Abend-Zeitung für das In- und Ausland (Wien), Nr. 5, 23.6.1848, S. 19–21.
↗️wienbibliothek


Anonym, Die beiden Urwähler. Gespräch zwischen dem Dorfschmidt Johann Amboß und dem Maurer Thomas Kelle. Berlin  o. J. [1848] 15 S.
↗️Inhalt
↗️Sammlung Stadtmuseum (Seiten unsortiert))
Dazu:
↗️Wikipedia (Bild von Menzel: »Zwei Urwähler im Gespräch«. 1849)
↗️Zeitreisen.de (Karikatur: Schultze und Müller oder die Abentheuer zweier Berliner Urwähler.)


Anonym, Die Märztage Berlins. Historische Skizze in zwei Abschnitten. In: Der Sorgenbrecher oder der Gesellschafter für Scherz und Ernst. Ein in monatlichen Lieferungen erscheinendes Werk. Hrsg. im Selbstverlage von G[ustav] W[ilhelm] Schubert. 2. Aufl. Dresden, o.J. [1854]
↗️slub-dresden
↗️Teil 1: S. 81–89 (mit einer farbigen Abb.: ›Berlins 19. März.‹)
↗️Teil 2: S. 97–103 (mit einer farbigen Abb.: ›Berlins 22. März‹)
[Fortsetzung des »Sorgenbrechers« war »Die neue Zeitposaune«]


Anonym, Die Flucht des Kaisers v. Oesterreich oder Die Adelsverschwörung gegen das deutsche Volk. Historische Skizze. In: Der Sorgenbrecher, 2. Aufl.. Dresden, o.J. [1854]
Teil 1: S. 113–120 (eine farb. Abb.: ›Der Kaiser auf der Flucht in Strengberg‹).
Teil 2: Faster [?], der neue Tschechen-Herzog. S. 137–144.
Teil 3: Die Prager Bluthochzeit. S. 145–152. (mit einer farbigen Abb.: ›Die Prager Bluthochzeit.‹)
↗️slub-dresden


Anonym, Robert Blum’s letzte Stunden. (Mit einem Bilde: Rob. Blum vor dem k.k. Kriegsgerichte.) In: Der Sorgenbrecher oder der Gesellschafter für Scherz und Ernst. 2. Aufl. Dresden, o.J. [1854] S. 177–182.
↗️slub-dresden


Anonym, Der achtzehnte September zu Frankfurt. Ein Bild aus dem Leben. In: Morgenblatt für gebildete Leser. Nr. 276, 17.11.1848. S. 1101–1102, S. 1107, S. 1110–1111. [Im Inhaltsverzeichnis der Zs. als »Erzählung« aufgeführt.]


Anonym, Der preußische Reactionär und seine Enkelin. Historische Skizze aus Berlins Belagerungszustand. In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk (Dresden). Bd. 1 (1855), S. 33–43; 51–59.
↗️slub-dresden


Anonym, Der Ungarn letzte Stunde. Historische Skizze aus Ungarn Freiheitskampfe.
In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk (Dresden). Bd. 1 (1855), S. 153–168; 177–185.
↗️slub-dresden


Anonym, Wiens Bluttaufe oder die Märtyrer der Freiheit. Historische Skizze in zwei Abschnitten. In: Die neue Zeitposaune oder der Erzähler für’s Volk (Dresden). Bd. 1 (1855), S. 3–11; 19–32.
↗️slub-dresden


Anonym [lt. Wikipedia: Marie Simon], Preußen vor dem Achtzehnten März. Ein politischer Roman von ***. Mit einem Vorwort von Heinrich Simon. 2 Bde. Leipzig: J.J. Weber, 1849. [Endet lt. Vorwort am 18.2.1848]
 ↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ 

↗️Wikipedia: »Seine [Heinrich Simons] Schwester Marie, die mit dem bereits 1842 verstorbenen Bonner Rechtsprofessor Gustav Gaertner verheiratet war, folgte ihm offenbar in die Schweiz, nachdem sie einen politischen Roman über die Revolution mit Vorwort ihres Bruders veröffentlicht hatte.«  (Autorin demzufolge: Marie Simon, die Schwester. Allerdings bei Wikipedia ohne Angabe des Romantitels und ohne überzeugenden Beleg.)

Siehe auch:
↗️Wikipedia (Carl Hilty)
↗️e-periodica
↗️Digitale Sammlungen (BSB) (Zeitgenöss. Kritik)


Anonym, Margarethe. Eine Episode aus der Neuzeit von ***. In: Germania. Jahrbuch deutscher Belletristik. Erster Jahrgang 1851. S. 426–471. Bremen 1851.
↗️Inhalt (WH)
↗️Google

Die Geschichte erzählt vom Leben der jungen Witwe Margarethe, die nach dem Tod ihres ungeliebten Ehemanns – er wurde zufälliges Opfer der Barrikadenkämpfe in Dresden – in Berlin ein neues Leben sucht. Dort lernt sie den charmanten und gebildeten Freiherrn Alexander von F. kennen, der sich als revolutionärer Demokrat und Freigeist ausgibt. In Wahrheit ist er ein Opportunist, der seine politische Gesinnung nur als Maske benutzt, um seine persönlichen Ziele zu erreichen. Sie lässt sich von ihm und seinen schmeichelhaften Worten täuschen und verliebt sich in ihn. [WH]


Anonym [ein Geistlicher], Das Jahrhundert der Umkehr. Ein Roman aus Preußen. Gotha: Hugo Scheube, 1857. [nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)


Louise Aston, Revolution und Contrerevolution. Mannheim: Grohe, 1849. [DG 616f.]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ
Bd. 1+2 ↗️scholarsarchive.byu (PDF, Neusatz)

Zu Aston vgl.:
↗️onlinelibrary.wiley.com (Andree Michaelis König: Literarische Visionen emanzipierten Handelns: Emanzipationspolitische Zusammenhänge im Werk Louise Astons.)
↗️onlinelibrary.wiley.com (Marek Krisch: Zwei ›Achtundvierziger von altem Schrot und Korn‹ schreiben über den Völkerfrühling: Louise Aston, Max Ring und ihre Darstellung der Märzrevolution. In: German Life and Letters, 2024.)
⏹️Julia Menzel, »Sie glaube nicht an Gott und rauche Zigarren«. Louise Astons Religionskritik als Weltanschauungskritik. In: Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 20 (2014).
⏹️Jenny Warnecke, Die Eisenbahn: eine zugkräftige Metapher der Revolution von 1848 in Louise Astons Roman »Revolution und Contrerevolution« (1849). In: Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 14 (2008).
⏹️Arno Widmann: Louise Aston: Baut sich im Busen die eigene Welt! (Frankfurter Rundschau, 6.12.2019)


Louise Aston, Links zu den Werken: ↗️Wikisource


Berthold Auerbach, Neues Leben. Eine Erzählung. 3 Bde. Mannheim: Cotta’scher Verlag, 1851/1852. [In den gesammelten Schriften 1858 unter dem Titel: Neues Leben. Eine Lehrgeschichte in fünf Büchern.]  [DG 659ff.; PS 287, 394f.]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google ↗️Archive.org ↗️Archive.org
Bd. 1+2: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Archive.org
Bd. 3: ↗️Google ↗️Archive.org
↗️Deutsches Museum (Rezension)
↗️sehepunkte.de (zu Auerbach und 1848)

»[…] das veranschaulicht auf ganz andere Weise auch Berthold Auerbachs 1851 entstandener eindrucksvoller Zeitroman ›Neues Leben‹ (1852), der eine detaillierte und anschauliche Darstellung der Auswirkungen der Reaktion im Alltag des ländlichen Lebens mit dem Entwurf einer zugleich moralischen und politischen Reform- und Bildungsutopie verbindet.« (DG 659)


Auerbach, Links zu den Werken: ↗️Wikisource


B


C. B. siehe unter »Leuchtkugeln«


Eduard von Bauernfeld, Die Freigelassenen. Bildungsgeschichte aus Österreich. Berlin: Otto Janke, 1875. (noch nicht verifiziert)
Bd. 1: ↗️Google (2. Aufl.)
Bd. 2: ↗️Archive.org (2. Aufl.)

Vgl. auch sein Drama: Die Republik der Thiere. Phantastisches Drama sammt Epilog. Wien: Seidel, 1848. [Satire auf die Wiener Märzrevolution]
↗️MDZ
↗️Gutenberg-de (Text online)
↗️Google


H. E. R. Belani, siehe Karl Ludwig Häberlin


Roderich Benedix s. unter »Leuchtkugeln«


Roland Betsch, Ballade am Strom. Berlin: G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung, 1939.
Die Revolution in der Pfalz 1848/49 nimmt im 2. Buch einen großen Teil ein, sagt die KI.
↗️Inhalt
↗️Gutenberg-de (Text online)
↗️Wikipedia (zu Betsch)


C. Beyschlag, s. unter »Leuchtkugeln«


Victor Blüthgen, Aus gährender Zeit. 2 Bde. Leipzig: Ernst Keil, 1877. [Aus der Gartenlaube] [DG 695]
↗️Inhalt
↗️Mobileread (ePUB; dort auch Details)
↗️Wikisource (Text online)
↗️Wikipedia (zu Blüthgen)

»Für den 1844 geborenen Autor (der seinerzeit übrigens vorwiegend als Lyriker in Erscheinung trat) sind die Revolutionsjahre nur mehr eine ›gährende Zeit‹. Der Roman, der 1901 bezeichnender Weise sogar im erzieherisch bedeutsamen Reclam-Verlag erschien, dokumentiert mithin den Blick der Folgegeneration, die bereits ganz von der nachrevolutionären Reaktion, von ›Blut und Eisen‹, starkem monarchischem Staat mit prädominanter Aristokratie und Nationalismus geprägt ist, auf die deutsche Revolution von 1848. Diese Grundanschauung wird jedoch nie penetrant, und es gelingen dem Verfasser eindrucksvolle Szenen, die die private Betroffenheit von den historischen Vorgängen beispielhaft plastisch machen.« [BW]


Hans Blum, Aus dem tollen Jahr. Eine Erzählung aus 1849. Heidelberg: C. Winter, 1901. [Im Netz nicht greifbar]
↗️Wikipedia (zu H. Blum; Sohn von Robert B.)
↗️Wikisource (Werke)


Hans Blum, Aus vergessenen Acten. Eine Criminalgeschichte. In: Die Gartenlaube, Heft 32–42 (1879). S. 542–544, 553–555, 572–576, 590–592, 603–604, 618–620, 638–640, 654–656, 670–672, 690–693, 710–712.
↗️Inhalt
↗️Wikisource (Volltext)


Horst Bosetzky, Aufruhr am Alexanderplatz. Von Gontards fünfter Fall. Criminalroman. Berlin: Jaron Verlag, 2014. (Reihe: Es geschah in Preußen.)

Verlagstext: »Im März 1848 erreicht die Revolution auch die preußische Residenzstadt Berlin. Hunderte Bürger beteiligen sich an den Barrikadenkämpfen am Alexanderplatz, um Friedrich Wilhelm IV. zu politischen Reformen zu zwingen. Auch Christian Philipp von Gontard, seit neuestem Oberst-Lieutenant, steht ungeachtet der Königstreue, zu der er von Berufs wegen verpflichtet ist auf der Seite der Aufständischen. Die Barrikadenkämpfe fordern viele Todesopfer, unter ihnen findet sich auch die Leiche des Geheimen Kriegsraths Richard von Randersacker. Mit eingeschlagenem Schädel entdeckt Gontard den Toten, versteckt in einer Tonne, am Rande des Aufstands. Doch der passionierte Freizeit-Ermittler zweifelt an der Echtheit dieses Märzgefallenen , denn bereits vor seinem Tod war Randersacker Opfer eines Überfalls geworden, bei dem ihn zwei Schüsse nur knapp verfehlt hatten. Doch wer hat den Kriegsrath auf dem Gewissen? Der eifersüchtige Franz Watzlawiak vielleicht, der sich in das Dienstmädchen von Randersacker verguckt haben soll und dessen Eifersucht schon einmal einen Menschen das Leben kostete? Oder die skandalumwitterte Tänzerin Flora Morave, die bereits seit längerem mit dem Ermordeten im Geheimen verbunden sein soll? Gontard muss weit in die Vergangenheit des Opfers vordringen, um dem wahren Täter auf die Spur zu kommen.«


Horst Bosetzky, Das Geheimnis vom Oranienburger Thor. Von Gontards siebenter Fall. Criminalroman. Berlin: Jaron Verlag, 2014. (Reihe: Es geschah in Preußen.)

Verlagstext: »Vier Jahre nach der Revolution von 1848 sind die fortschrittlich gesinnten Berliner enttäuscht auf der ganzen Linie: Die politische Reaktion hat obsiegt. Oberst-Lieutenant Christian Philipp von Gontard, dessen Beteiligung an den Barrikadenkämpfen sich bis in die höchsten Kreise herumgesprochen hat, muss um seine Reputation und seine Stellung bangen. Wie gut, dass Criminal-Commissarius Waldemar Werpel für Ablenkung sorgt! Wieder einmal benötigt er bei der Aufklärung eines Verbrechens Gontards Hilfe.
Ein Kürschner wurde mit Arsen vergiftet. Der Verdacht fällt zunächst auf dessen Nichte, die durch den Mord ein Vermögen erbt. Doch es kommen weitere Menschen auf ähnliche Weise zu Tode. Bald steht für Gontard fest, dass ein skrupelloser Giftmischer sein Unwesen in der preußischen Hauptstadt treibt. Welches Motiv aber verbirgt sich hinter den kaltblütigen Morden? Auf der Suche nach dem Täter schreckt der Oberst-Lieutenant nicht davor zurück, sich selbst in Gefahr zu begeben und ist plötzlich spurlos verschwunden.«


Horst Bosetzky, Zwischen Barrikade und Brotsuppe. Roman. Berlin: Jaron Verlag, 2003. [Zeitraum: 1844–1918.]

Verlagstext: »Zwischen den Wirren der März-Revolution 1848 und dem Ende des Ersten Weltkriegs. Friedrich Bosetzki aus Tamsel kämpft 1848 in Berlin auf den Barrikaden gegen König Friedrich Wilhelm IV. Nach Bosetzkis Gefangennahme und Verbüßung einer sechsjährigen Haftstrafe wandert er nach Amerika aus, um dort sein Glück zu machen.   1864 aber kehrt er desillusioniert nach Berlin zurück. Sein Sohn Heinrich kämpft sich im Berlin der Gründerjahre zunächst zum erfolgreichen Bauunternehmer hoch – bis privates Unglück und geschäftliche Fehler auch ihn zu Fall bringen.   1906 dann wird Otto geboren, als uneheliches Kind Heinrichs und des Berliner Dienstmädchens Anna. An Heinrichs Stelle tritt Walter Matuschewski. Und Anna wird indes in Berlin einen Kohlenkeller eröffnen.«


Günter Braun, Johanna Braun, Preußen, Lumpen und Rebellen. Illustrationen von Hans Betcke. Berlin: Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung, 1957.
Der Roman spielt im Badischen, in Heidelberg etc. und beginnt im Juni 1849. Kein Vor- und kein Nachwort.
↗️Wikipedia (zu den beiden Brauns)


C


W. C. siehe unter »Leuchtkugeln«


[Wilhelmine Canz,] Eritis sicut Deus. Ein anonymer Roman. 3 Bde. Hamburg, Agentur des Rauhen Hauses, 1854. [nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ
Bd. 3: ???
↗️Wikipedia (zu W. C.)

»Zu unübertrefflicher Höhe gesteigert finden sich nachrevolutionäres Gedankengut und pietistische Orthodoxie in dem 1854 anonym erschienen Roman ›Eritis sicut Deus‹. […] Als ein solches Verbrechen [der Wahn vom Gott im Menschen] wird vor allem die Revolution betrachtet, die die Gesellschaft untergraben, die Tugend gestürzt hat.«
⏹️Friedrich Winterscheidt, Deutsche Unterhaltungsliteratur der Jahre 1850–1860. Bonn: H. Bouvier u. Co., 1970. S. 196f.


D


Eugen Hermann von Dedenroth, Eine deutsche Revolution oder der Carneval von 1848. 2 Bde. Leipzig 1860. [DG 628f.; PS 276]
↗️Inhalt
[Kein Exemplar im Netz, 26.11.24; eigene OCR: 06/2025]


Eugen Hermann von Dedenroth, Aus sturmbewegter Zeit. Novelle. Mit 25 Illustrationen von Willy Werner. Berlin, Eisenach, Leipzig: Hermann Hillger Verlag [o.J; 1897] (= Kürschners Bücherschatz No. 33) 128 S. [ab Kap. 7: 18. März 1848]
↗️Inhalt
↗️Google
↗️dilibri.de
↗️Mobileread (ePUB)

Dedenroth war biografisch tief in der preußischen Militärtradition verwurzelt und sein Roman von 1860 (s.o.) ist eine kritische, ja verhöhnende Darstellung der revolutionären Bewegung als »Carneval«. Die erst posthum erschienene Novelle (D. starb 1887) zeigt einen anderen Dedenroth. Auch sie schildert kritische Aspekte der Revolution, ist aber insgesamt reflektierter und versöhnlicher. Vor allem hat sie unter den Revolutionären auch positive oder ambivalente Figuren wie die Hauptfigur Robert Bork, einen ehemaligen politischen Gefangenen und ›Demagogen‹, dessen Geschichte im Mittelpunkt steht. [WH]


Eugen Hermann von Dedenroth, Links u. Literatur 
↗️deutsche-biographie.de
↗️Wikipedia
↗️Wikisoure
↗️Varnhagen (Tagebücher, Register, S. 75):
v. Dedenroth, Leut. Eug. Herm. (Pseud. Eug. Hermann) 8| 418. [» benahm sich so ungeschliffen und albern«] 14| 270. 296. Ein Sohn Alex. v. Humboldt 14| 268–270.


Johann Hermann Detmold, Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main, Frankfurt am Main: Jügel, 1848. [Bild-Satire]
 ↗️UB Uni Düsseldorf
↗️Wikipedia (zu J. H. D.)
↗️Wikisource (Werke)
↗️ADB
⏹️Florian Vaßen: Parlamentsszenerie und Bewegungsbild – Johann Hermann Detmolds und Adolf Schrödters Bild-Satire ›Thaten und Meinungen des Abgeordneten Piepmeyer‹ In: Hubertus Fischer (Hrsg.): Politik, Porträt, Physiologie. Facetten der europäischen Karikatur im Vor- und Nachmärz. Bielefeld 2010, S. 135–198.

»Unter den Carricaturenzeichnern der Zeit nimmt er [Detmold] einen hohen Rang ein. Und das ganze Genre hat vielleicht seinen vollkommensten, über den vergänglichen Tag hinausdauernden Ausdruck in jenem Bildercyklus gefunden, zu dem er sich mit dem genialen Maler Adolf Schrödter, der damals von Düsseldorf nach Frankfurt gekommen war, verband. ›Die Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituirenden Nationalversammlung‹ sind eine Satire auf jene unsterbliche Sorte von Politikern, die schwankend zwischen der eigenen Ansicht und dem Bedürfniß nach Popularität stets im Zweifel sind, ob sie nicht in Anbetracht der neuesten Zeitereignisse zweckmäßiger mit ihren politischen Ueberzeugungen etwas weiter links oder in Anbetracht der allerneuesten etwas weiter rechts rücken sollen.« (Ferdinand Frensdorff in: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 5 (1877), S. 82–88.)


Theodor Drobisch, Amarillen und Bartnelken. Gesammelte Novellen, Erzählungen und Humoresken. 2 Bde. Leipzig: Gräfe, 1857. [noch nicht verifiziert]
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google


Theodor Drobisch s. auch unter »Leuchtkugeln«


E


Friedrich K. Ebeling, Zahme Geschichten aus wilder Zeit. Leipzig: Christian Ernst Kollmann, 1851. [nicht verifiziert]
↗️DDB
↗️Google


K. Ernst [d.i. Konrad Zitelmann; siehe dort]