Das Christentum und seine Sprache | 12. Dezember 1837

Das Christentum und seine Sprache

»Daß das Christenthum ganz aus seiner ursprünglichen Sprache ausgetrieben ist, und nur in fremden fortlebt, war mir heute sehr merkwürdig. Bei keiner andern bekannten Religionsstiftung ist das zu finden. Jesus lehrte gewiß in hebräischer Sprache, wußte schwerlich eine andere; aber seine Lehre ist uns nur in griechischer und lateinischer Sprache überliefert, und er würde alle seine jetzigen Bekenner — menschlicherweise — gar nicht verstehen können, etwa einige getaufte Juden abgerechnet, und vielleicht Gesenius mit großer Mühe! Das ist doch wahrlich sonderbar!« (TB, 12.12.1837)