Die Erinnerung an 1848 (3) | 28. November 1856

Die Erinnerung an 1848 (3)

»Daß das Jahr 1848 mit seinen Freiheitsbestrebungen in dem Kern der Berliner Einwohnerschaft noch unvergessen ist, davon zeugen mancherlei Wahrnehmungen; die Zeitungen, Plakate, Flugschriften und Bilder aus jener Zeit werden von vielen Bürgern sorgsam aufbewahrt, hin und wieder in stillen Abendvereinen vorgelesen. Ein schon bejahrter Handwerksmeister wollte kürzlich die von ihm sorgfältig abgeschriebenen Inschriften der Gräber im Friedrichshain mit biographischen Angaben drucken lassen, fand aber keinen Drucker, der das Wagniß bestehen mochte; er soll sich nun nach Hamburg gewendet haben.« (TB, 28.11.1856)