F
Reinhard Federmann, Barrikaden. Ein Roman aus dem Sturmjahr 1848. Wien und München: Jugend-und-Volk-Verlagsgesellschaft, 1973. 160 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Revolution 1848. Das Jahr der herbeigesehnten Änderung unerträglicher Zustände – für die einen. Das Jahr der Anstrengungen, die gesellschaftliche Situation zu bewahren – für die anderen. Ein Jahr der Begeisterung, der Angst, der Genugtuung, der Enttäuschung der Hoffnung für alle. Wie die Leute in den Straßen, in den Läden, in den Studentenbuden, wie die Leute im Bürgerhaus, im Stadtpalais, die Leute in den Vororten dieses Jahr erlebten, schildert dieses spannende Buch. Und der Vielschichtigkeit entspricht der Kunstgriff des Autors, einen Briefroman als Darstellungsform zu wählen. Ob es der Student der Rechte, Franz Hafner, ist, der an seine Schwester Elisabeth von Wien nach Nikolsburg schreibt, ob diese an ihren anderen Bruder, den k. k. Leutnant, der in Niederungarn stationiert ist, ob Christian von Wagner an seine Schwester Angelika, ob Franz Hafner an seinen revolutionären Freund Carl Sonntag schreibt; in all diesen Briefen kommt die Zeitgeschichte der Revolution von 1848 zum Ausdruck. Der ständige Wechsel, in dem sich die Ereignisse vom Betrachterstandpunkt aus widerspiegeln, stellt die handelnden Personen in ihren Meinungen und ihrem Schicksal einander gegenüber.« (Verlagstext; WW)
Robert Fedor s. unter »Leuchtkugeln«
Johann Hinrich Fehrs, Maren. Ein Dörproman ut de Tiet von 1848/51. 410 S. Garding : H. Lühr & Dircks, 1907.
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
Verlagstext …
»Maren, aus verarmter friesischer Bauernfamilie stammend, heiratet den reichen Holstenbauern Paul Struck, ohne ihn zu lieben. Denn nach alter bäuerlicher Auffassung entscheidet bei der Wahl des Gatten nicht das Herz, sondern das Ansehen und der Vorteil der Familie und des Hofes. So handelt auch Maren und weiß, daß sie sich opfert. Sie behält dabei ungebrochen ihre menschliche Größe und fühlt, daß das Opfer, das sie bringt, zuletzt das Opfer ihres Lebens sein wird. Und so wird ihr Schicksal tragisch.« (Verlagstext; WW)
Kurt Arnold Findeisen, Flügel der Morgenröte. Ein Dresdener Roman. Berlin [DDR]: Verlag der Nation, 1956. 411 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Wieder zeichnet der bekannte Autor ein denkwürdiges Bild seiner sächsischen Heimat und insbesondere Dresdens, diesmal aus der Zeit zwischen 1812 und 1850. […] Wir erleben die Ankunft Napoleons in der sächsischen Residenz und den Auszug seiner Heeresmassen zum verhängnisvollen Feldzug nach Rußland […] Unter diesen Erlebnissen und Erfahrungen reift der junge Gustv Sinngrün zum Mann, gefährdet durch die dumpfe, spießbürgerliche Atmosphäre des biedermeierlichen Dresdens, aber gefördert von ungewöhnlichen Gefährten […] Sie alle helfen ihm, in der stickigen Luft des Vormärzes, in der Auseinandersetzung mit den Kräften der Reaktion den Weg zu beschreiten, der die Morgenröte einer besseren Zukunft verbürgt.« (Verlagstext; WW)
Sofie von Follenius: Dorothee. Erzählung aus dem Jahre 1848. Für junge Mädchen. Köln: J. P. Bachem, o. J. [1899]. (Bachem’s Illustrierte Erzählungen für Mädchen, Bd. 10)
↗️Stadtlexikon Darmstadt (zur Autorin)
Hans Franck, Der Haken. In: H. F., Der Regenbogen. 7 mal 7 Geschichten. Berlin: Keil, 1927. S. 264-(285?). [nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zum Autor)
Eduard Frederich s. Faustinus Lux (Ps.)
Martina Frey, Die Tochter eines Arztes. Ein Roman. Frankfurt am Main: Dryas, [2013]. 399 S.
Verlagstext …
»Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen. Matthias verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Als kurz darauf die Revolution losbricht, wird Eugenias Leben von Grund auf erschüttert und neu bestimmt – kann sie ihr Glück doch noch finden?« (Verlagstext; WW)
Gustav Freytag, Aus einer kleinen Stadt. Leipzig: S. Hirzel, 1880.
[Schluss der »Ahnen«; spielt ca. 1806 bis nach 1848.]
↗️Google (2. Aufl., 1880)
↗️Zeno.org (Text online)
↗️Wikipedia (zum Schluss der »Ahnen«)
↗️Gottschall (Bd. 4, S. 230.)
Verlagstext …
»In ein kleines schlesisches Gebirgsstädtchen, unweit des Hügels, auf dem einst die Halle der alten Vandalenkönige stand, aus der Ingos Geschlecht seinen Ursprung nahm, führt uns der letzte Teil der ›Ahnen‹. Dort läßt sich 1805 Ernst König, ein Enkel des märkischen Pfarrers, als Arzt nieder; dort erlebt er die schwere Zeit der Erniedrigung und nimmt wirksam tätigen Anteil an der gloreichen Erhebung unseres Volkes; dort gründet er nach dem Friedensschluß einen glücklichen Hausstand. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Sohn Viktor König ist der Held des letzten Kapitels. Seine Studentenstreiche und Abenteuer, sein abwehrendes Verhalten gegen die Revolution von 1848 werden erzählt, schließlich seine Vermählung und Gründung einer liberalen Zeitschrift. Ein Journalist ist also der letzte Enkel aus Ingos Geschlecht, auf den die Vorrede Freytags zu den ›Ahnen‹ hinweist.« (Verlagstext; WW)
Gustav Freytag, Bürgerkrieg. Zwei historische Erzählungen aus dem ungarischen Völkerringen 1848. Leipzig: Pallas-Verlag [o.J.]. 91 S.
Kurt Frieberger, Bahnbrecher. Ein Roman um den Semmering. Berlin, Wien, Leipzig: Paul Zsolnay, 1946. 242 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
»Die Gestalten sind lebendig, die Erzählung spannend. Im Hintergrund grollt die soziale Bewegung des Jahres 1848.« (Arbeiterzeitung, Wien; WW)
G
Philipp Galen, Andreas Burns und seine Familie. Geschichtliches Lebensbild aus dem deutsch-dänischen Kriege 1848-50. 4 Bde. Bd. 1: 382 S.. Bd. 2: 387 S., Bd. 3: 394 S., Bd. 4: 388 S. Leipzig: Kollmann, 1856.
↗️MDZ (alle vier Bände)
↗️tu-graz-at (Neusatz/PDF)
↗️Wikipedia (zum Autor)
⏹️Rezension in: Blätter für litterarische Unterhaltung, 1858, Nr. 1, S. 17f.
Louise von Gall, Gegen den Strom. Bremen: Franz Schlodtmann, 1851.
↗️Inhalt (CH)
Bd. 1: ↗️ Google
Bd. 2: ↗️Google
ePUB: ↗️Mobileread
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Kritik …
»… der Leser wird mit Erstaunen die Schärfe des politischen Urteils der weiblichen Hauptperson sowie der Erzählerin wahrnehmen, wenn es um Standesfragen und gesellschaftlichen Fortschritt geht; insbesondere aber die Haltung des restaurativen Österreich wird geradezu mit Abscheu aufs Korn genommen. Die Hauptfiguren des Romans leben in der zweiten Häfte des Werkes in Ungarn, als auch hier 1848 die Revolution ausbricht, und zwar vornehmlich als Befreiungskampf von Österreich, das diesen nur mit Hilfe russischer (!) Truppen niederzuwerfen weiß«. [BW]
August Ganther, Schloßbauers Söhne. Eine Erzählung aus sturmbewegter Zeit. Stuttgart: Adolf Bonz, 1914. 291 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Helmut Gaupp-Turgis [d. i. Hans Gustav Elsas]: Der Biedermann. Roman. Berlin: Propyläen, 1934. 311 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Schauplatz dieses Romans ist die kleinbürgerliche Welt einer süddeutschen Residenzstadt in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Handlung steht die lebendige Gestalt des Notars Hutzenlaub, ein schlauer und gerissener Geschäftsmann, der es ausgezeichnet versteht, die Leute über seine wahren Absichten im unklaren zu lassen, um sie dann um so besser hinters Licht zu führen. Es steckt viel Gesellschaftskritik in diesem Buch, besonders wenn der Autor auf die damaligen politischen Verhältnisse zu sprechen kommt, und auch bei der Schilderung des recht engstirnigen Bürgertums spart der Autor nicht an beißender Ironie. Sein Stil ist außerordentlich originell und eigenwillig, wobei er noch ganz in der großen Erzähltradition des neunzehnten Jahrhunderts steht.« (Verlagstext; WW)
Friedrich Gerstäcker, Pfarre und Schule. 3 Bde. Leipzig: Georg Wigand, 1849.
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
Bd. 3: ↗️Google
ePUB: ↗️Mobileread
Zum Inhalt …
Auszüge aus dem Roman wurden 1849 auch in der Zeitschrift »Europa« gedruckt. S. dazu die Werkliste bei Wikisource (Link unten).
Das ist der andere Friedrich Gerstäcker, den man heute kaum kennt. Er nimmt die Leser in diesem dreibändigen Roman mit in das Deutschland des Jahres 1848. In einer kleinen Ortschaft mit dem Namen Horneck, wohl in Thüringen gelegen (zu erkennen am Dialekt der Bauern), entbrennt ein Kampf zwischen dem liberalen Hilfslehrer Hennig und dem reaktionären Pfarrer Scheidler, der unter seiner freundlichen Maske nicht nur die politischen, sondern auch die persönlichen Schicksale der Dorfbewohner und ganz besonders die Schulbildung der Kinder autoritär bestimmt.
Gerstäcker geht auf die katastrophale soziale Lage der Lehrerschaft ein, ihre demütigende Abhängigkeit von Pfarrer und Kirche. Er zitiert alte Gesetze, Zeitungsartikel und zeigt, dass diese Abhängigkeit seit Jahrhunderten existiert. Aber mit der Revolution weht plötzlich ein neuer Wind, selbst hier auf dem Dorf.
Die Ereignisse im fernen Berlin sorgen für Unruhe, und mit der Flucht eines demokratischen Politikers aus der Hauptstadt gelangt auch der Geist der Revolution hierher. Die Menschen lassen sich nicht mehr alles gefallen und begehren auf gegen Bevormundung und Unterdrückung, nicht nur gegen die der Kirche. [WH]
Friedrich Gerstäcker, Berlin und das Schauspielhaus im Belagerungszustand.
In: F. G., Aus zwei Welttheilen. 2 Bde. Leipzig: Arnoldische Buchhandlung, 1854. Bd. 1, S. 401–428.
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ
↗️Mobileread (ePUB)
↗️Google (Link zum Erstdruck im »Morgenblatt für gebildete Leser«, 42. Jg. (1848), Nr. 292–296 (6.12.1848–11.12.1848; S. 1165–1183). Fortsetzungen, ohne Nennung des Autors.)
↗️Deutsches Museum (Rezension)
↗️Hörspieldatenbank ARD (Hörspiel der DDR von 1986)
»Die gelungenste narrative Verarbeitung des Berliner Belagerungszustands – und zwar seiner ersten, noch von der Gefahr des ausbrechenden Bürgerkriegs umwitterten Tage – liegt wohl in einer kurzen Erzählung Friedrich Gerstäckers vor.« (PS 277)
Friedrich Gerstäcker, Links u. Literatur:
Links & Literatur …
↗️Google (Zur Rolle der Lehrer in der Revolution vgl. auch Wilhelm Riehl, der eine zu Gerstäcker völlig konträre (reaktionäre) Position vertritt. Wilhelm Heinrich Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft. 2. Aufl. Stuttgart: J. G. Cotta’scher Verlag, 1854. S. 106.) Ebenfalls zu den Lehrern:
↗️wlb-stuttgart (Nikolaus Back, Die Revolution von 1848 und die Lehrer – ein vergessenes Kapitel württembergischer Schulgeschichte. In: Schwäbische Heimat, Bd. 65, Nr. 3 (2014). S. 284–290.)
↗️Sächs. Biografie (»Während der Revolution von 1848 engagierte sich G. als Zugführer der Scharfschützenkompanie der Leipziger Kommunalgarde und verfasste eine kurze Anleitung für ›Schießwaffen […].‹«)
↗️Deutsches Textarchiv (Friedrich Gerstäcker, Schießwaffen. Einige Worte über den Gebrauch und die Behandlung der Büchsen und Flinten. Leipzig: Otto Wigand [1848].)
↗️Wikisource (zu den Werken)
↗️Gerstäcker-Museum (Bibliografie)
⏹️Thomas Ostwald, Friedrich Gerstäcker: Leben und Werk. Biographie eines Ruhelosen. Ed. Corsar u. Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft e. V. Braunschweig 2007. Vollkommen neu erstellte Biographie auf der Grundlage der Arbeit von 1976, 408 Seiten, zahlr. Illustrationen.
↗️akwa-western (Karl Jürgen Roth, Friedrich Gerstäcker: Leben und Werk eines Erfolgsschriftstellers.)
Robert Giseke, Moderne Titanen. Kleine Leute in großer Zeit. 3 Bde. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1850. [DG 666ff.; EA 111; Berliner Märzereignisse in Bd. 3, S. 259–298]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google (2. Aufl.)
Bd. 2: ↗️MDZ
Bd. 3: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension. In: Deutsches Museum, 1. Jg (1851), Januar–Juni, S. 235–236.)
↗️Europa (Rezension. In: Europa. Chronik der gebildeten Welt, Nr. 5 v. 18.1.1851, S. 36-38.)
Robert Giseke, Pfarr-Röschen. Eine Herzensgeschichte aus unserer Zeit. 2 Bde. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1851.
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google (2. Aufl. 1854)
Bd. 2: im Netz nicht greifbar
↗️Google (Zeitgenöss. Kritik in: Europa, S. 828.)
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Robert Giseke, Kleine Welt und große Welt. Ein Lebensbild. 3 Bde. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1853.
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
Bd. 3: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Robert Giseke, Carriére. Ein Miniaturbild aus der Gegenwart. 2 Bde. Leipzig: Adolph Wienbrack, 1853.
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Robert Giseke, Links:
↗️Mobileread (alle vier Giseke-Werke als ePUB)
↗️Google (Prutz (1859), S. 201–207. )
ADB (Richard M. Meyer, »Giseke, Robert« in: Allgemeine Deutsche Biographie, 49 (1904), S. 367-368.)
»Wer literarisches Interesse für den Vormärz hat, kommt an dem bislang nur Eingeweihten bekannten ›Titanen‹-Zyklus von Robert Giseke nicht vorbei. Kein anderes Werk der deutschen Literatur nimmt den Katzenjammer der gescheiterten 48er Revolution so überzeugend in die erzählerische Schilderung von Vormärz und März hinein und macht zugleich so konsequent die kleinen Leute zu Protagonisten des Romans.« [BW]
Adolf Glaser, Familie Schaller. Roman. 2 Bde. Bd. 1: 178 S., Bd. 2: 84 S. Prag u. Leipzig: Kober, 1857.
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Google
Adolf Glaßbrenner [Pseudonym: Adolf Brennglas], 1849 im Berliner Guckkasten. In: Berlin, wie es ist und – trinkt, Heft 30. Leipzig: Verlag von Ignaz Jackowitz, 1850.
↗️Inhalt
↗️HHU Düsseldorf
↗️Gutenberg-de (Volltext)
↗️Wikipedia (zu A. G.)
↗️Wikisource (Links zum Werk)
↗️Archive.org (Kurt Böttcher, Nachwort in: A. G.: … ne scheene Jejend is det hier! S. 324–329.)
Der äußerst produktive Glaßbrenner behandelt hier in satirischer Form die politischen Ereignisse des Jahres 1849 mit dem Wiedererstarken der Reaktion und dem Ende der Revolution.
Glaßbrenner ist zu Unrecht vor allem in Erinnerung geblieben für das humoristisch-harmlose Bild vom »gemütlichen« biedermeierlichen Berlin, das er geschaffen hat. Dass er sich — wie hier — aber auch immer wieder mit scharfen Satiren auf die Seite der Revolution gestellt hat und dabei recht ungemütlich werden konnte, hat man gerne verdrängt. Man denke nur an sein Gedicht »Der Verlust des Adels«, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Auch in späteren Publikationen hat er sich entsprechend geäußert, vor allem in seinen »Volkskalendern«, von denen hier nur einer (für 1849) exemplarisch genannt werden kann. [WH]
Adolf Glaßbrenner [Pseudonym: Adolf Brennglas], Das neue Europa im Berliner Guckkasten. In: Berlin, wie es ist und – trinkt, Heft 29. Leipzig: Verlag von Ignaz Jackowitz, 1848.
↗️Inhalt
↗️Google
↗️Gutenberg-de (Volltext)
Die Szene spielt abends Unter den Linden in Berlin und kommentiert die politischen Umwälzungen des Jahres 1848 aus der Perspektive des Guckkästners.
Auch Varnhagen hat sich über Glaßbrenners Schriften geäußert: »Glasbrenner’s ›Berlin wie es ißt und trinkt‹, Nr. 20, worin die schrecklichsten Dinge gesagt werden, im Volkstone die Könige lächerlich gemacht werden, die Reden des Königs, die Frömmelei, zum Theil mit gutem Witz, zum Theil mit gemeinem, aber immer ganz heillos. Diese kleinen, von aller Welt gelesenen Hefte, deren Inhalt sich mündlich wiederholt, sind von unberechenbarer Wirkung.« (Tagebuch vom 2.3.1844)
Adolf Glaßbrenner [Pseudonym: Adolf Brennglas], Herr Buffey in der Zaruck-Gesellschaft. In: Berlin, wie es ist und – trinkt, Heft 16. 2. Aufl. Leipzig: Verlag von Ignaz Jackowitz, 1848.
↗️Inhalt
↗️Google
↗️Gutenberg-de (Volltext)
Das Heft karikiert die politische Reaktion im Vormärz, insbesondere die Zensur, die Ablehnung von Fortschritt (Zaruck!), die Verherrlichung von Dummheit, sowie die bürgerliche Kriecherei und mangelnde politische Reife, repräsentiert durch Buffeys anfängliche Verwirrung und seine humorvolle, aber aufrichtige Opposition. [WH]
Adolf Glaßbrenner [Pseudonym: Adolf Brennglas], Komischer Volkskalender für 1849. Mit vielen Illustrationen von Th. Hosemann. Berlin: Expedition des komischen Kalenders, [o.J.; 1850?].
↗️Inhalt
↗️Google
↗️Gutenberg-de (Volltext)
Dieser Kalender nimmt humoristisch und kritisch die Ereignisse und Stimmungen des Revolutionsjahres 1848 sowie die reaktionären Tendenzen aufs Korn, die sich bis 1849 verfestigten. Ein Spiegel des politischen Übergangsjahres. [WH]
Adolf Glaßbrenner [Pseudonym: Adolf Brennglas], März-Almanach. Mit vielen Ill. von Th. Hosemann, W. Scholz u. A. Leipzig: J. G. Mittler, 1849.
↗️Inhalt
↗️Google
↗️Gutenberg-de (Volltext)
Der »März-Almanach« enthält eine Sammlung scharfer politischer Satiren, die das Aufleben der Reaktion nach der gescheiterten Revolution kommentieren. Das Motto des Almanachs fasst die pessimistische Stimmung zusammen: »Immer’n bisken zurück, immer’n bisken zurück / Zu det alten Unterthanenjlück!« [WH]
O. Glaubrecht [d.i. Rudolf Ludwig Oeser, siehe dort]
Claire von Glümer, Fata Morgana. Ein Roman aus dem Jahre 1848. Leipzig: Otto Wigand, 1851. [»Familien- und Revolutionsroman«, PS 267; DG 650f.; MF 517–553]
↗️Inhalt
↗️scholarsarchive.byu (dort zwei Versionen:)
(a) Fraktur-Scan (mit vielen Anstreichungen; Textlücken!)
(b) Transkription als Word-Datei (Textlücken!)
↗️Internet Archive (ePUB mit vollständigem Text)
↗️Wikipedia (zur Autorin)
↗️Wikisource (Links zu den Werken)
Hermann Goedsche s. John Retcliffe (Ps.)
Carl Göhring, Das Bürgerthum, sociales Bild aus den Jahren 1848 und 49. 1865. In: Carl Göhring, Eichenblätter. Vaterländische Erzählungen. Leipzig: Gustav J[ulius] Purfürst, 1865. S. 177-302. [WW]
↗️Wikipedia (zum Autor)
Jeremias Gotthelf, Dr. Dorbach, der Wühler und die Bürglenherren in der heiligen Weihnachtsnacht Anno 1847. Leipzig, Gustav Mayer, 1849. 67 S.
↗️Google
Jeremias Gotthelf, Zeitgeist und Berner Geist. Berlin: Julius Springer, 1852.
↗️Inhalt
↗️babel.hathitrust.org
↗️Gutenberg-de (Text online)
↗️Mobileread (ePUB)
↗️Deutsches Museum (Rezension)
↗️bezg.ch (Ruedi Graf: »Unsere Religion heisst uns alle Brüder, unsere Verfassung stellt uns alle gleich«. Gotthelf und der Republikanismus.)
↗️fredi-lerch.ch (Fredi Lerch: Der böse Blick des Jeremias Gotthelf. In: ZeitSchrift Nr. 5/1997. )
⏹️Peter Rippmann: Gotthelfs irdische und himmlische Gerechtigkeit. In: Literatur und Recht im Vormärz. Jb. Forum Vormärz Forschung, 15 (2009).
Gotthelf erklärt im Vorwort, dass er als »geborner, kein gemachter Republikaner« eine »christliche Freiheit« liebe. Sein Roman kontrastiert hauptsächlich zwei Lebenswelten: das traditionelle, gottesfürchtige Leben im Dorf und die von den modernen politischen Strömungen erfasste Welt.
Er stellt die christliche Lebensweise als Fundament von Ordnung und Glück dar und kritisiert die modernen, säkularen und politischen Strömungen als zerstörerisch und moralisch verwerflich. Gotthelf sieht letztlich Politik im Grunde als überflüssig an, solange die Menschen christlich leben und ein gesundes Verhältnis zu Gott haben. [WH]
Hermann Grieben s. Roderich
Karl Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. 9 Bde. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1850/1851. [PS 395-397]
↗️Inhalt
↗️finanz.math.tugraz.at (PDF, Neusatz)
↗️Mobileread (ePUB)
↗️Gutenberg.org (Text online)
Die Revolution von 1848 spielt in Gutzkows Roman keine primär erzählerische, sondern eine fundamentale thematische und strukturelle Rolle, indem sie den politischen und gesellschaftlichen Zustand, den sogenannten »Zeitgeist« darstellt, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland herrschte. Das Werk ist eine umfassende Zeitchronik, die die gescheiterten Hoffnungen und die darauffolgende Restauration (Reaktion) analysiert. [WH]
Und weil’s hier ja schließlich um Literatur geht, noch ein ganz anderes Zitat: »Gutzkows Mammutwerke [Die Ritter vom Geiste; Der Zauberer von Rom] haben manche Kritik provoziert, aber bis heute auch viele Bewunderer gefunden: Arno Schmidt sieht in ihnen den Aufbruch zur Moderne (1965: 6-54). Rolf Vollmann charakterisiert die Ritter als ›einen der schönsten aller Romane‹ und nennt den Zauberer ›eine sinnverwirrend hinreißende Lektüre‹ (1998, Jahr 1850).« (Walter Hömberg auf ↗️journalistikon.de)
Links:
↗️Google (Karl Gutzkow, Ansprache an die Berliner im März 1848. In: K. G., Vor- und Nachmärzliches. Leipzig: Brockhaus, 1850. S. 105–119.) Auch auf:
↗️Gutzkow.de (Digitale Gesamtausgabe online)
↗️Wikisource (zum Werk)
↗️Demokratisches-Deutschland.de (Aufsatz von Martina Lauster: Von unten nach oben. Karl Gutzkow als Demokrat um 1848.)
⏹️Bodo Pieroth, Aufrechterhaltung demokratischer Gesinnung. Karl Gutzkow: Die Ritter vom Geiste, 1851/1852. In: B. P., Der Verfassungsstaat in der Literatur. (2025). S. 177–192.
H
Chr. H. siehe unter »Leuchtkugeln«
H. B[enno] Haberland, Pauline. Eine Novelle. In: Frauen-Zeitung, Nr. 7, 2.6.1849.
↗️Inhalt (CH)
↗️slub-dresden
↗️biblioscout (Christoph Hamann: Geschlechterbilder. Frauen auf den Barrikaden 1848/49 – historische Fakten und politische Rezeption. In: Jahrbuch der Hambach-Gesellschaft, 31 (2024), S. 147-174.)
Ludwig Habicht, Der Falschmünzer. Leipzig 1896. [Schauplatz: London, Exil]
Die Erzählung spielt im Umfeld der 48er-Revolution.
↗️Mobileread (ePUB)
↗️Wikipedia (zu L. H.)
Friedrich Wilhelm Hackländer, Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege. 2 Bde. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta, 1849.
Bd. 1: ↗️MDZ (»Feldzug in Italien«)
Bd. 2: ↗️MDZ (»Malghera und Rastatt«)
↗️Wikipedia (zu F. W. H.)
↗️Wikisource (zu den Werken)
Hackländer ist ein sehr produktiver, konservativer Erzähler mit großem Sinn für Alltagsdetails; einige seiner Werke thematisieren auch die Revolutionsereignisse oder deren soziale Folgen. 1848/49 nahm er als Kriegsberichterstatter und Adjutant am piemontesischen Feldzug Radetzkys und an der Belagerung von Rastatt im Sommer 1849 (Bd. 2, S. 185ff.) teil; in seinen »Bilder[n] aus dem Soldatenleben im Kriege« schildert er aus dieser militärischen Perpektive – teils humoristisch, aber vorwiegend realistisch – den Militäralltag, Einsätze und politische Unruhen unmittelbar nach der Revolution, auch jenseits der politischen Zentren. [WH]
Friedrich Wilhelm Hackländer, Der Clubb für unbegränzte Freiheit. In: F. W. H., Bilder aus dem Leben. Stuttgart: Adolph Crabbe, 1850. S. 38–45.
↗️MDZ
Friedrich Wilhelm Hackländer, Elfen-Correspondenz. In: F. W. H., Bilder aus dem Leben. Stuttgart: Adolph Crabbe, 1850. S. 46–69.
↗️MDZ
Friedrich Wilhelm Hackländer, Zeitungsartikel in aufsteigender Potenz. In: F. W. H., Bilder aus dem Leben. Stuttgart: Adolph Crabbe, 1850. S. 73–78.
↗️MDZ
Friedrich Wilhelm Hackländer, Zwei Nächte. In: F. W. H., Erlebtes, 2. Bd., S. 7–52, hier ab S. 27: »Die zweite Nacht.« Stuttgart: Adolph Krabbe, 1860. (=F. W. Hackländer’s Werke, Bd. 26)
↗️MDZ
↗️Gutenberg-de (Volltext)
»Die zweite Nacht« beginnt mit dem Jahr 1848. Hackländer beschreibt hier die militärische Offensive in der Lombardei unter Feldmarschall Radetzky am 1. August, die sich gegen den fliehenden Feind (die Piemontesen/Italiener) richtet. Siehe dazu oben: »Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege.« [WH]
Karl Ludwig Häberlin [H. E. R. Belani], So war es. Politisch-socialer Roman aus der Zeit vor und während der Märzereignisse in Berlin. 2 Bde. Leipzig: C. L. Fritzsche, 1849. [DG 632–636]
↗️Inhalt
ePUB: ↗️Mobileread
Bd. 1+2: ↗️Babel.hathitrust.org
Bd. 1+2: ↗️us.archive.org
↗️Wikipedia (über K. L. H.)
↗️Wikisource/ADB (über K. L. H.)
Karl Ludwig Häberlin (1784–1858) war einer der produktivsten und populärsten Autoren seiner Zeit. Er beginnt seinen Roman mit der Vorgeschichte und zeichnet ein Bild staatlicher Unterdrückung und sozialer Ungleichheit in Berlin, er kritisiert Polizeistaat und Beamtenapparat, in denen Willkür und Korruption herrschen. Er schildert das Elend der Weber in Schlesien, wo die Bevölkerung unter Hungersnot und Typhus leidet. Und er geht auf die brutalen Verhältnisse in den preußischen Gefängnissen ein. Die Prügelstrafe, vollzogen auf der »Prügelmaschine«, gilt dort als Allheilmittel. – All das bereitet den Boden für die Revolution.
Der zweite Teil widmet sich bilderreich der Revolution selbst. Er beschreibt die zehn Tage vor dem 18. März 1848 in Berlin als eine Zeit wachsender Spannungen zwischen Volk und Militär. Belani folgt chronikartig den Ereignissen, Höhepunkt sind die dramatischen Vorgänge des 18. März: die Bürgerkriegsnacht, der Barrikaden- und Häuserkampf mit zahlreichen Opfern.
Belani hat eine erstaunliche Fülle an realistischen Details, die offensichtlich aus seinen zeitgenössischen Quellen stammen. In den Fußnoten belegt er sie immer wieder. Soldaten, die wahllos in Fenster und Geschäfte schießen, gewaltsam in Häuser und Wohnungen eindringen und Unschuldige ermorden. Kinder, die auf den Barrikaden kämpfen und als Boten dienen, Frauen wie Emma, die von Hausdächern Steine auf die Soldaten werfen und barfuß über die Dächer fliehen. Ein erstaunliches Buch. –
Belani hat ein Jahr später eine Fortsetzung seines Romans veröffentlicht, die bis zum Scheitern der Revolution Ende 1849 reicht: »Reactionäre und Demokraten. Geschichtlich-politischer Roman aus der neuesten Zeit.« (s. unten). [WH]
Karl Ludwig Häberlin [H. E. R. Belani], Reactionäre und Demokraten. Geschichtlich-politischer Roman aus der neuesten Zeit. 2 Bde. Leipzig: C. L. Fritzsche, 1850. [DG 636–639; PS 249, 276]
↗️Inhalt
ePUB: ↗️Mobileread
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
»Reactionäre und Demokraten« (1850) ist die Fortsetzung von »So war es« von 1849 (s.o). Häberlins »geschichtlich-politischer Roman aus der neuesten Zeit« thematisiert die wesentlichen Ereignisse der Berliner Revolution zwischen dem 19. März und der oktroyierten Verfassung vom Dezember 1848. Der Autor konzentriert sich auf die zentralen politischen Auseinandersetzungen zwischen den ›Demokraten‹ und den ›Reactionären‹, insbesondere auf die Aufbruchsstimmung unmittelbar nach den Kämpfen des 18. März, die krisenhafte Zuspitzung im Zeughaussturm vom Juni und die Revolutionswende Ende 1848. Und beide Seiten kommen bei ihm nicht gut davon.
Immer wieder findet man bei ihm, neben all den realistischen Details, aufschlussreiche Gespräche aus allen Kreisen der Bevölkerung, die die politische Entwicklung, aber auch die aufgeheizte Atmosphäre charakterisieren: Gespräche aus den königlichen Gemächern, aus dem Adelssalon, von der Straße bis hin zu den Armutsquartieren des Berliner Voigtlandes.
Der Adel beispielsweise steht der Revolution völlig verständnislos gegenüber:
»Danke, meine Herren«, fuhr Herr von Kater mit Feierlichkeit fort, »möge die Guillotine vollenden, was die Shrapnells, Spitzkugeln und Bajonette begonnen haben werden. Meine Herren, ich fordere nicht viel, höchstens 10,000 Köpfe aus dem Berliner Proletariat, wozu ich auch ihre Führer, die brodlosen Literaten rechne, unter dem geht es aber nicht […]. Ich fordere hundert Guillotinen, die, um schneller wirken zu können, mit Dampfkraft in Aktivität gesetzt werden müssen.« (Bd. I, S. 167f.)
Häberlin zeigt auch, dass die Folgen der Revolution bis in den privaten Familienkreis reichen. Besonders deutlich in Gesprächen über das traditionelle Recht des Vaters, den künftigen Ehemann der Tochter zu bestimmen. Da regt sich jetzt nämlich bei den Kindern weiblicher (und auch männlicher) Widerstand: »Die Zeiten eines feudalen Familiendespotismus sind vorüber, ich werde mich ihm nie wieder fügen.« (Bd. II, S. 210) [WH]
Karl Ludwig Häberlin [H. E. R. Belani], Treu und brav. Roman aus dem bürgerlichen Leben. Leipzig: C. L. Fritzsche, 1851. [Zur Braunschweiger Revolution 1830, aber mit grundsätzlichem Vorwort: DG 50f. zum Vorwort, 656; PS 163f.]
↗️Inhalt
↗️Archive.org
↗️MDZ
Ida Gräfin Hahn-Hahn: Maria Regina. Eine Erzählung aus der Gegenwart. 2 Bde. Mainz: Franz Kirchheim, 1860.
↗️Inhalt
↗️UB Düsseldorf
↗️Zeno.org (Volltext online)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Wikipedia (zur Autorin)
↗️ADB (Richard M. Meyer über die Autorin)
↗️Wikisource (Links zum Werk)
↗️Google (H. Mielke über die Autorin, in: Mielke (1898), S. 129–137.)
Ida Gräfin Hahn-Hahn war eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen ihrer Zeit mit einem umfangreichen Werk. 1850 war sie zum Katholizismus konvertiert, zentrales Thema ihrer Erzählung »Maria Regina« ist der Konflikt zwischen dem katholischen Glauben und den modernen Ideen Individualismus, Materialismus und vor allem der Revolution, die als geistiger Abfall von Gott und als Ursache für gesellschaftliches Elend dargestellt werden. Die Revolution bedroht nicht nur politische Systeme, sondern wird als direkter Angriff auf die moralische Grundlage der christlichen Zivilisation gesehen. — Zu Hahn-Hahns persönlicher Stellung zur Revolution vgl. oben Richard M. Meyer in der ADB. Fanny Lewald hatte die Gräfin schon 1847 zur Zielscheibe ihrer amüsanten Satire »Diogena« gemacht. [WH]
Ulrike Halbe-Bauer, Schwalben über dem Fluss: 1848 in Baden. Historischer Roman. Mannheim: Wellhöfer [2017]. 301 S.
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Verlagstext …
»Deutschland 1837: Hunger und Not vertreiben die Weberstochter Emma aus ihrer Heimat Ostwestfalen. Hart kämpft die Jugendliche ums Überleben. Im Hungerjahr 1846 lernt sie in einer Fabrik in Württemberg die eigenartige Henri kennen, Gattin des Fabrikbesitzers und wilde Reiterin. Henri schwärmt von Freiheit und Gleichheit und behauptet, dass in der zu erwartenden Revolution auch die Frauen Rechte erhalten würden. Als der Fabrikant von Mörderhand stirbt, wird Emma verdächtigt. Sie flieht zusammen mit dem Studenten Konrad über den Schwarzwald, harrt hungernd einen kalten Winter in Villingen aus und erreicht schließlich Freiburg. Sie wird Arbeiterin in der Seidenfabrik des pietistischen Sozialreformers Carl Mez. Die Fabrikantenwitwe Henriette sucht unterdessen in Mannheim Anschluss an revolutionäre Kreise. Als die Revolution 1848 ausbricht, folgt sie Friedrich Hecker, der in Konstanz die Republik ausruft. Ein paar Tage später werden die Freischärler in Freiburg erwartet. Emma kämpft an der Seite von Christoph am Schwabentor in Freiburg. Doch haben Henri, Christoph, Emma und Konrad noch einen langen steinigen Weg vor sich, bis zumindest einige ihrer Wünsche wahr werden.« (Verlagstext; WW)
Wilhelm Hamm, Freischaar-Novellen. Schilderungen und Episoden aus einem Kriegszug in Schleswig-Holstein. Leipzig: Avenarius & Mendelssohn, 1850. 186 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Google
Heinrich Hansjakob, Theodor, der Seifensieder. In: H. H., Waldleute. Erzählungen. Stuttgart: Bonz, 1897. S. 159-287(?).
↗️Wikipedia (zum Autor)
Moritz Hartmann: Der Flüchtling. In: Nach der Natur. Novellen. Bd. 2, S. 1–???. Stuttgart: Emil Ebner, 1866. [nicht verifiziert]
↗️Google
Moritz Hartmann: Erzählungen eines Unstäten. Bd. 1. Berlin: Franz Duncker, 1858. [nicht verifiziert]
↗️Google
Hugo Harzburg, Der achtzehnte März. Dies Buch gehört dem deutschen Volke! Berlin 1850/51. [DG 639f.] [Kein Exemplar im Netz gefunden]
Richard Georg Spiller von Hauenschild, siehe Max Waldau
Ernst Haug, Des Republikaners Schwertfart. Kartons von Ernst Haug, General der römischen Republik. Bremen: Verlag von Franz Schlodtmann, 1851.
↗️Inhalt
↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Ernst Haug habe ich in Varnhagens Tagebüchern entdeckt, die beiden hatten auch persönlichen Kontakt. Das Werk ist kein Roman, sondern eine Mischung aus Autobiografie, Fiktion, Realität; Skizzen zu diversen Themen; vorzugsweise zur Revolution in Italien, wo er sich am Kampf beteiligt hat, mit Abschweifungen nach Deutschland.
Biogr. Verbindungen zu Marx, Ruge, Kinkel, Varnhagen u.a. Ein interessanter Autor! Das Buch wurde noch im Erscheinungsjahr verboten. [WH]
Zum Titel: »Eine ›Schwertfart‹ bezeichnete demnach einen kriegerischen Einsatz, eine Expedition oder einen Kampfzug, bei dem das Schwert als Symbol für Kampf, Ehre und Tapferkeit im Mittelpunkt stand.« (perplexity/19.06.25)
Zu Ernst Haug(h):
↗️Britishmuseum.org (dort auch Literatur über H.)
↗️Wikisource (Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich)
↗️Google (über Haugs Expeditionspläne: Petermann, A. 1853. Ueber das Innere Australiens, Zeitschrift für allgemeine Erdkunde 1, 411-418.)
↗️https://core.ac.uk/download/pdf (Ferdinand Nicolas Göhde, Foreign Soldiers in the Risorgimento and Anti-Risorgimento. A Transnational Military History of Germans in the Italian Armed Groups, 1834–1870. Thesis. Florence: European University Institute. Department of History and Civilization, 2014.)
↗️Libcom.org Karl Marx and Friedrich Engels, The Heroes of the Exile. 1930/1960 (dt.).
↗️MEGA Auch Marx hat sich kurz (und sehr kritisch) über ihn geäußert. Siehe den MEGA-Band »Exzerpte und Notizen«: Kapitel »Biographische Notizen über Karl Tausenau und Ernst Haug«.
Im MEGA-Register:
»Ernst Haug: österreichischer Offizier, Demokrat; Teilnehmer der Revolution 1848/49 in Italien, emigrierte nach deren Scheitern nach England; 1865 Mitarbeiter der Zeitschrift „Der deutsche Eidgenosse“ in London.« Nachweise in bereits erschienenen Bänden der MEGA: III/13, S. 949.
↗️Varnhagen-Register (Nachgelassene Tagebücher):
Haug, Ernst, General d. röm. Republik 7| 221f. 8| 106. 137. 13| 106. Vater (Arzt) 7| 221. Des Republikaners Schwertfart 7| 416.
Otto Hauser, 1848. Stuttgart: Bonz, 1907. 418 S.
Der Roman »1848« von Otto Hauser handelt von den Erlebnissen und Entwicklungen einer Gruppe von Studenten und Bürgern in einer oberungarischen Stadt im Jahr 1848. (sagt die KI)
↗️Inhalt
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Sammlungen Uni Frankfurt (dort ist auch der Download als PDF möglich)
Heichlinger s. unter »Leuchtkugeln«.
Ferdinand von Heinemann, Vor 1848. Novelle. Braunschweig: J. H. Meyer, 1850. 179 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Isidor Heller, Die Alliirten der Reaction. Berlin: Allgemeine Deutsche Verlags-Anstalt, 1852.
Der Roman spielt in den Jahren nach der gescheiterten Revolution, als die restaurativen Kräfte wieder die Oberhand gewonnen haben. (KI)
Bd. 1: ↗️MDZ ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)
»Nach der Auflösung des Reichsparlamentes lebte H. bis zum Ende des Jahres 1852 in Berlin. Dort schrieb er außer Correspondenzen einen Roman: ›Die Alliirten der Reaction‹. 2 Bde. (Berlin 1852, Verlagsanstalt), welcher in den Berliner Blättern beifällig beurtheilt wurde. Kossak widmete diesem Roman ein sehr anerkennendes Feuilleton in der ›Constitutionellen Zeitung‹.« (BLKÖ, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich; 1862)
↗️Wikisource/BLKÖ
Lutz Heller, Hänschen Schnipp. Ein literarischer Bilderbogen aus der Zeit um 1848. Zusammengestellt und bearbeitet von Lutz Heller. [Mit einer Einführung von Herbert Mühlstädt]. Illustrationen von Werner Klemke. Berlin [DDR]: Der Kinderbuchverlag, 1960. 292 Seiten.
[Enthält kurze Texte von: Wilhelm Angerstein – Ludwig Börne – Paul Boerner – Georg Büchner – Ferdinand Freiligrath – Adolf Glaßbrenner – Moritz Hartmann – Heinrich Heine – Karl Herloßsohn – Hoffmann von Fallersleben – Alexander Jung – Karl Schurz – Friedrich Stoltze – Georg Weerth – Wilhelm Weitling – Wilhelm Wolff.]
Thusnelda Henning, Der hölzerne Pflug. Roman eines siebenbürgischen Geschlechts. Berlin: Dom-Verl., 1938. 575 S. [nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Elke Hermannsdörfer, Lina Kasunke. Stuttgart: Union-Verlag, 1987. 243 S.
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Verlagstext …
»Preußen um 1848, Lina, Tochter armer schlesischer Weber, geht in der Hoffnung auf ein besseres Leben als Dienstmädchen nach Berlin. doch bei den wohlhabenden Blums wird sie ausgenutzt und gedemütigt: für ein Dienstmädchen scheint es kein Recht auf ein eigenes Lebensglück zu geben. umso mehr bedeutet Lina die Zuneigung des Studenten Heinrich, der voller Ideale ist und für Demokratie und Menschenrechte kämpft. Lina verliebt sich in ihn, aber im entscheidenden Augenblick findet sie auch bei ihm keine Hilfe. Vormärz und Revolution werden in diesem sozialgeschichtlichen Roman aus der Sicht der ›kleinen Leute‹ geschildert.« (Verlagstext; WW)
Gerhart Herrmann s. Gerhart Herrmann Mostar (Ps).
Bernhard Heßlein, Die Revolutionäre in Schlafrock und Pantoffeln. Berlin: Carl Schultze, 1851. [Satire]
↗️Google
Vom selben Autor:
Revolutionade: Helden-, Schelmen- und Narrengesang auf das Jahr 1848. Berlin: Carl Schultze, 1851. [Satire in Reimen]
↗️MDZ
Georg Hewen [d. i. Anton Josef Trunz]: Gerwigs Jüngste. In: Birnauer Kalender, 4. Jg. (1924), S. 87–127.
↗️leo-bw (zum Autor)
↗️ub-uni-freiburg
Verlagstext …
»Es sind die bewegten Zeiten der 1848er Revolution, welche in ›Gerwigs Jüngste‹ vor den Augen des Lesers vorüberziehen und zwar so, wie sich diese ›Volkserhebung‹ in der Enge eines behäbigen Kleinstädtchens gemütlich abspielte. Dass der Verfasser aus Niederschriften der damals Lebenden schöpfen konnte, gibt der spannenden Schilderung noch den Vorzug blutechter Wirklichkeit. Würdiger Ernst aus Großväterzeit und der unverfälschte köstliche Volkshumor sprechen zu uns Nachgeborenen und malen uns die Tage eines Hecker und Struwe. Tage, an denen sich heute noch das liebste Erinnern unseres Volkes behaglich ergötzt.« (Verlagstext zu einer späteren Ausgabe; WW)
Stefan Heym, Die Papiere des Andreas Lenz. Vom Autor durchgesehene Übersetzung von Helga Zimnik. 2 Bde. Leipzig: Paul List Verlag, 1963. Im amerikanischen Original erschienen unter dem Titel: The Lenz Papers. London: Cassell, 1964. Als gekürzte dt. Fassung auch erschienen unter: Lenz oder die Freiheit. Ein Roman um Deutschland. München: List, 1965.
↗️Wikipedia
↗️Wikipedia (zum Inhalt)
Gustav Hildebrand, Rund um den Kreuzturm. Roman aus den Dresdner Maitagen von 1849. Mit Federzeichnungen von Josef Windisch. Leipzig: Schulze & Co., 1913.
↗️Gutenberg-us (ePUB; dort auch eine Inhaltsangabe)
Ludwig Hinrichsen, Meerumschlungen. Ein Buch von eines Volkes Freiheitskampf. [Roman] Bremen: Carl Schünemann, 1925. 317 S.
↗️niederdeutsche-literatur (über den Autor)
Edmund Hoefer, Der Demagoge. Ein Zeitroman. 3 Bände. Jena: Costenoble, 1872.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Edmund Hoehne, Die Brüder. Novelle aus den Märztagen 1848. Hamburg: H. H. Nölke, 1948. 83 S.
[Heinrich Hoffmann:] Der Heulerspiegel : Mittheilungen aus dem Tagebuch des Herrn Heulalius von Heulenburg. Leipzig: Gustav Mayer, 1849. 30 S.
↗️Inhalt
↗️Sammlung Uni Frankfurt (2. Aufl.)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Google [bricht nach S. 16 ab; unvollständiger Scan]
⏹️Auch in: Heinrich Hoffmann: Humoristische Studien und Satiren. Frankfurt am Main: Insel Verlag, 1986. S. 221–238. [mit Anmerkungen d. Hrsg.] Herausgegeben von G. H. Herzog und Helmut Siefert.
Persiflage auf reaktionäre politische Auffassungen. In der Form eines gegen den Willen des (fiktiven) Verfassers von Heinrich Hoffmann herausgegebenen Tagebuchs. [WH]
Heinrich Hoffmann: Handbüchlein für Wühler oder kurzgefasste Anleitung in wenigen Tagen ein Volksmann zu werden. Leipzig: Gustav Mayer, 1848.
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Google
⏹️Auch in: Heinrich Hoffmann: Humoristische Studien und Satiren. Frankfurt am Main: Insel Verlag, 1986. S. 193–219. [mit Anmerkungen d. Hrsg.] Herausgegeben von G. H. Herzog und Helmut Siefert.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Hg.): Das Parlament zu Schnappel: nach stenographischen Berichten hrsg. von Hoffmann von Fallersleben. Bingerbrück: Selbstverlag, 1850; Düsseldorf: Commissions-Verlag der Schaub’schen Buchhandlung, 1850. 256 S.
↗️Inhalt
↗️Internet Archive (ePUB)
↗️Sammlung Uni Frankfurt
↗️Google
↗️Google (Details zum Entstehen des Werks in Hoffmanns Autobiografie: »Mein Leben«, 5. Bd.)
⏹️Neuausgabe 1918:
Das Parlament zu Schnappel. Neu-Ausgabe, besorgt und mit einem Nachwort versehen von Prof. Dr. Artur Kutscher. München: Franz Hanfstaengl, 1918. Titelbild und Buchschmuck von Hubert Wilm.
↗️deutsche-biographie.de (zu Artur Kutscher)
Politische Satire in liberaler Ausrichtung. Über ein Dutzend Männer trifft sich im Jahr 1849 allabendlich in der Gaststube des »Kronenwirths Wieduwilt« in Schnappel. Anstatt über parlamentarische Entscheidungen zu debattieren, wie es der Titel verheißt, tauschen sich die Herren aber in einem mehr oder weniger privaten Rahmen über Alltägliches, Anekdoten und Witze aus. Und immer wieder über Politik.
Die illustre Runde besteht aus Stammgästen unterschiedlicher Berufe, Herkünfte und politischer Überzeugungen, darunter ein Stadtphysicus, ein Postmeister, ein Friedensrichter, ein Pfarrer und ein pensionierter Hauptmann. Vom Reaktionär und Konservativen bis zum Republikaner und Sozialisten ist alles vertreten.
Die Besonderheit des Textes liegt in seiner dialogischen Form, die eine immense Lebendigkeit, Unmittelbarkeit und vor allem: Humor erzeugt. Die zahllosen Anekdoten und Schnurren, Wortspiele und Sprachwitze, Ironie und Satire aus vielen Regionen Deutschlands sind geradezu ein Archiv des deutschen Humors um 1850, enthalten aber oft Frustration und Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen.
Die gescheiterte Revolution ist das unterschwellige Zentrum der Gespräche. Sie sind durchdrungen von einer tiefen Enttäuschung und Skepsis gegenüber der politischen Entwicklung und beklagen den Verlust der Presse- und Redefreiheit, dass Europa »faul durch und durch« sei und man »auswandern, oder Alles in Geduld abwarten« müsse. Der Humor enthält zwischen den Zeilen auch verzweifelte Untertöne.
Dennoch klingen in der melancholischen Resignation immer wieder ein Funke Widerstand und die Forderung nach Veränderung an. [WH]
In Hoffmanns Gesammelten Werken, posthum erschienen (8 Bde., 1890–1893), nicht enthalten:
↗️hathitrust.org
Zu Hoffmann auch:
⏹️Franz Josef Degenhardt: August Heinrich Hoffmann, genannt von Fallersleben. Roman. München: Bertelsmann, 1991.
⏹️Franz Josef Degenhardt: Der Mann aus Fallersleben: die Lieben des August Heinrich Hoffmann. Roman. Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verlag, 1996.
⏹️in Varnhagens Tagebüchern (↗️Register, S. 157):
Hoffmann von Fallersleben, Aug. Heinr. 2| 145. 264. 269f. 278f. 281. 291. 329. 365. 382. 3| 294. 299. 477. 8| 127. 9| 348. 10| 359. 366. 369f. 376. 11| 96. 12| 328. 341. Brief 10| 431. Werke 10| 366. Horae belgicae 12| 328. Soldatenlieder 10| 366. Unpolit. Lieder 2| 18. 76. 145.
⏹️Eberhard Rohse, »Frankfurt ist nicht Bethlehem« – Paulskirchenparlament und 48er Revolution im Spiegel literarischer Texte. In: Armin Burkhardt, Kornelia Pape (Hrsg.): Sprache des deutschen Parlamentarismus. Studien zu 150 Jahren parlamentarischer Kommunikation. Wiesbaden: Springer Fachmedien, 2000. S. 40–67, hier S. 47–49, 63. ↗️Zusammenfassung
Robert Hohlbaum, Die drei Verschwörer. In: R. H.: Fallbeil und Reifrock. Neue Novellen. Wien, Leipzig: Wila [Wiener Literarische Anstalt], 1921. S. 122-142. [WW]
↗️Wikipedia (zum Autor)
Robert Hohlbaum, Zweikampf um Deutschland. Berlin: Büchergilde Gutenberg, 1936. 349 S.
Verlagstext …
»Metternich hat gesiegt – die Truppen der Reaktion stürmen die letzten Barrikaden Wiens, der Traum des freien deutschen Reiches ist ausgeträumt. Für immer? Ja – so denken die drei österreichischen Studenten, die bei Nacht und Nebel des sinkenden blutigen Jahres 1848 fliehen müssen und so denkt auch das freiheitsliebende Volk im ganzen deutschen Land. An dem Schicksal dieser drei jungen Kämpfer zeigt der Dichter den langen Leidensweg des österreichischen Volkes. Der eine wird Offizier, der andere wird eingekerkert, sein Leben zerstört, der dritte wirft seine Ideale über Bord und stellt sich als Geschäftsmann auf den Boden der Tatsachen. Wir erleben in diesem hervorragend gestalteten Roman die Kriegszüge in Oberitalien, wo ein tapferes Volk für die Einheit seines Vaterlandes kämpft; wir sehen den Einfluß des Liberalismus und der klerikalen Mächte wachsen und nehmen schließlich an dem Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Raum teil, der 1866 bei Königsgrätz für den Norden entschieden wurde. Bismarck gründete das Reich – aber wertvollste echt deutsche Volksstämme müssen draußen vor den Grenzen bleiben und sind der Ungewißheit eines drohenden Schicksals überlassen. Es ist ein großartiges Gemälde, das der Dichter hier vor seinen Lesern entrollt – ein Meister der Darstellung geschichtlicher Stoffe – gibt uns das rechte Verständnis für die österreichische Frage. Gleichviel ob es das Schicksal – Liebe, Leid und Leben, Haß, Ehrgeiz und Verrat – der einzelnen Menschen oder des Volkes uns dichterisch erblicken läßt, immer gibt er uns eine Schau, die aus dem heißen Herzen kommt.« (Verlagstext; WW)
Karl von Holtei, Christian Lammfell. Breslau: Eduard Trewendt, 1853. [PS 372f.]
Die Lebensgeschichte des Christian Lammfell erstreckt sich vom Siebenjährigen Krieg über die Napoleonische Zeit bis zur Revolution von 1848. [WH]
↗️Inhalt
Band 1: ↗️Google, ↗️Google
Band 2, 3: ↗️Google
Band 4, 5: ↗️Google
ePUB: ↗️Mobileread
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Karin Holtmanns, Die Unehrenhaften. Roman vor dem Hintergrund der Märzrevolution. Berlin: Frieling, 2001. 192 S.
Verlagstext …
»Im Vorfeld der Märzrevolution von 1848 verlässt Robert, der uneheliche Sohn eines preußischen Fürsten, heimlich seine Herrschaft. Auf dem Weg nach Berlin wird er brutal überfallen und verliert das Gedächtnis. Ohne Kenntnis seiner Identität gerät er nicht nur in die Wirren der Revolution, sondern auch in die der Liebe. Eingerahmt in die Zeitumstände eines entscheidenden Kapitels deutscher Geschichte, entwirft der Roman von Karin Holtmanns ein Panorama der Leidenschaft und des Elends in dieser Epoche.« (Verlagstext; WW)
Heinz Honies, Ideen können nicht erschossen werden… Roman. Wien, Stuttgart: Breitschopf, 1988. 164 S.
Verlagstext …
»Wien im März 1848: Das Volk leidet unter der strengen Herrschaft des Kaiserhauses und der allgegenwärtigen Bespitzelung des Staatskanzlers Metternich. Die Bürger murren, die Studenten rufen nach mehr Freiheit, und die Arbeiter rotten sich zu Aufständen zusammen. Moritz Michael Kuppelwieser, Sohn einer Reisigsammlerin und eines Tintenverkäufers, rettet dem Berichterstatter des Wiener Tagblattes, Ottokar Sulzer, in den Kämpfen um die Tabakfabrik das Leben und wird zum ständigen Begleiter des Journalisten. Dabei erlebt er in den nächsten Monaten den Aufstand und die blutigen Kämpfe in Wien, sieht mit Schrecken das wahre Gesicht der Revolution und lernt Menschen und Schicksale kennen.« (Verlagstext; WW)
Uffo Horn, Der Bauernesel. In: U. H.: Böhmische Dörfer. Novellen. Bd. 1. Leipzig: Friedrich Ludwig Herbig, 1847. S. 81–397.
Schildert einen Volksaufstand des 18. Jahrhunderts, mit Anspielungen auf die vormärzliche Gegenwart.
↗️Google
↗️Jahrbuch-Brücken.de (Martin Vavroušek, Uffo Horn – der engagierte Dichter.)
Horowitz, L.: 1848 : eine Sammlung origineller Novellen dieses Jahrgangs, vom Monat März begonnen. Preßburg: Wigand, 1849. 192 S.
↗️Inhalt
↗️Sammlung Uni Frankfurt
Marie von Hügel, Die Flucht nach Lauterburg oder Bilder aus der letzten badischen Revolution. Novelle. Stuttgart: Steinkopf, 1851. IV, 243 S. [WW]
↗️Kalliope [zur Autorin]
Wolfgang Hütt, Zinnoberrot und Schweinfurter Grün. Roman. Halle: Projekte-Verlag, 2009. 456 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Die ersten Gaslaternen werden in der Stadt aufgestellt. Reisen nach Berlin können bereits mit der Eisenbahn unternommen werden. Auf dem Rhein verkehren die ersten Dampfschiffe. Noch aber sind auch die Postkutschen unentbehrlich. Es sind die Monate zwischen dem Frühjahr 1847 und dem Herbst 1849, in denen Zuneigung und Liebe die Tochter eines Ölmüllers aus dem Gebirgsvorland an der Ruhr und einen Tischlermeister aus Düsseldorf einander verbinden. Sie mühen sich um ein Auskommen, suchen für sich und ihr Kind Frieden und Geborgenheit. Der Meister arbeitet als Rahmenmacher für Düsseldorfer Maler, ist einigen von ihnen freundschaftlich verbunden. Durch sie lernt er die Wortführer im Ringen um Demokratie und deutsche Einheit kennen, wird in die Unruhe und den Widerstreit der Revolutionsjahre hineingezogen, gegen alles Anmahnen auch der jungvermählten Frau, sich von den Wirren der Zeit fernzuhalten. Obwohl er schließlich nicht nur dem Drängen aus der Familie, auch dem eigenen Empfinden folgt, die Düsseldorfer Bürgerwehr verlässt, der er angehörte, ereilt ihn die Gewalt der heraufziehenden Reaktion, wird seine junge Frau deren Opfer, muss der eben erst zum Vater gewordene Schreinermeister um das Leben der jungen Mutter bangen.« (Verlagstext; WW)
J
Rüdiger Janczyk, Wagners Tränen. Historischer Kriminalroman. Köln: Emons, 2007. 335 S.
↗️histo-couch (zum Autor)
»Dresden in den Jahren 1848 und 1849: Richard Wagner, Königlich-Sächsischer Hofkapellmeister, bereits Jahre vor seinem Bayreuther Weltruhm eine ebenso geniale wie zwiespältige Künstlerpersönlichkeit, steht im Brennpunkt der deutschen Revolution – und erlebt eine Serie unerklärlicher Ritualmorde. Zwischen Oper, geheimen Liebschaften und den Barrikaden der Aufständischen kommt Wagner einer Verschwörung auf die Spur, die bis in höchste offizielle Kreise reicht – die Konfrontation mit dem Tod wird sein Leben für immer verändern. Ein üppig-sinnliches Sittengemälde, das eine geheimnisvolle Episode aus dem Leben des Komponisten sensationell enthüllt.« (Verlagstext; WW)
Wilhelm Jensen, Das Pfarrhaus von Ellernbrook. Roman. 2 Bde. Bd. 1: 267 S., Bd. 2: 294 S.Stuttgart: Hallberger, 1879.
↗️Wikipedia (zu Jensen)
↗️Wikisource (Links zu den Werken)
Wilhelm Jensen, Die Kinder vom Oedacker. Ein Roman. 2 Bde. Bd. 1: 297 S., Bd. 2: 362 S. Leipzig: Elischer, 1890.
Wilhelm Jensen, Die Schatzsucher. Eine Begebenheit aus dem Jahre 1848. Leipzig: Carl Reißner, 1892.
↗️Google
Wilhelm Jensen, Unter der Tarnkappe. Ein schleswig-holsteinischer Roman aus den Jahren 1848–1850. 2 Bde. Dresden: Carl Reißner, 1906.
↗️Google (Bde. 1+2)
Alexander Jesch, Eskorte für Dr. Stockmann. [Erzählung.] Berlin [DDR]: Militärverlag der DDR, 1983. 47 S. (Reihe: Tatsachen, Nr. 265.)
↗️thüringer-literaturrat (zum Autor)
Mór Jókai, Der neue Gutsherr. Roman. Übersetzung aus dem Ungar. u. Nachw. von Andreas Oplatka. Zürich: Manesse, 1980. 467 S. (Reihe: Manesse Bibliothek der Weltliteratur). Die ungarische Originalausgabe erschien 1863 unter dem Titel »Az új Földesúr«.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Der 1863 erschienene Roman spielt in den fünfziger Jahren. Der ungarische Freiheitskrieg von 1848/49 hat ein unglückliches Ende genommen; die Hónvéd- Truppen sind von den österreichischen, denen im Namen der Heiligen Allianz auch die russischen zu Hilfe kamen, zur Kapitulation gezwungen worden. Der amnestierte alte Garanvölgyi hat sich auf sein Gut zurückgezogen und leistet im stillen passiven Widerstand; sein Neffe Aladár verbüßt in Kufstein eine zwölfjährige Festungshaft. Der Nachbar, der ›neue Gutsherr‹, ist ein ehemaliger kaiserlicher Offizier, also ein Feind von gestern. Wie er nun zusammen mit seiner ebenso schönen wie schelmisch-klugen Tochter dazu beiträgt, dass der eingekerkerte Aladár wieder die Freiheit erlangt und dann auch die Liebe seiner Befreierin, das zeigt der Autor in Szenen, in die geschickt andere Handlungsabläufe und Nebenfiguren gefügt sind und die in der unvergesslichen Darstellung einer Naturkatastrophe gipfeln: die Theiß reißt die Dämme nierder und überflutet das Land. Die Menschen müssen einander helfen und ungeachtet aller Unterschiede, mit starker dichterischer Beschwörungskraft die entfesselte Naturgewalt und ihre Opfern schildernd, scheint Jókai sein Land in dunkler Zeit zur Versöhnung aufzurufen. Der Zuspruch, den er seiner Nation zu geben versucht, ist ein allgemein menschlicher Trost.« (Verlagstext; WW)
Robert Jordan: Märzstürme. Erzählung aus dem Jahre der deutschen Unruhe. Hannover: Sponholtz, 1948. 272 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Hannelore Jost, In den Zeichen der Zeit. [Roman] [Roßwein:] Eigenverlag [2016]. 418 S.
Verlagstext …
»Sachsen 1847-1849, Vorabend der Revolution. Der König Friedrich August der II. regiert gemeinsam mit seinem Bruder, dem Prinzen Johann und dem Staatsminister. Eindrucksvoll, spannend und in bildhafter Sprache werden die Sorgen und Nöte von König und Volk geschildert. In dem kleinen Städtchen Ruspan spüren die Einwohner wenig von der revolutionären Stimmung. Intrigen, Mord und Aberglauben beherrschen das Leben. Der Gerichtsdirektor Carl Friedrich Konstantin Gausch wird als Abgeordneter in das Parlament gewählt und fühlt die anstehenden, gewaltigen Veränderungen. Es herrscht eine explosive, revolutionäre Stimmung. Belegt wird diese mit brisanten und spannenden Original-Zitaten aus dem sächsischen Landtag des Jahres 1849.« (Verlagstext; WW)