P
Eduard Pelz, Der politische Flüchtling. In: E. P., Transatlantische Federzeichnungen. Mit einem Plane von New-York. Bd. 1, S. 257–291. Rudolstadt: G. Fröbel, 1853.
↗️Internet Archive
↗️Wikipedia (zum Autor)
Pelz schildert – offensichtlich in einer Mischung aus Fiktion und Fakten – den realen Fall eines Flüchtlings nach Nordamerika, der allgemeinere Zustände und Verhältnisse deutlich machen soll. »Unser Röhrle will eine Führerrolle im sogenannten Heckerschen Aufstande gespielt und dabei natürlich die unglaublichsten Heldenthaten verübt haben […].«, so beschreibt der Autor ihn zu Beginn. (S. 257)
Else Pfaff, Aus Frau Pauline Braters Mädchenjahren: 1845–1849. Mit einem Bildnis. München: Beck, 1931. 210 S. [Die Deutsche Nationalbibliothek, die Berliner Staatsbibl. u.a. nennen Els von Wildegg als Verfasser.]
↗️Inhaltsverzeichnis
Heinrich Pröhle, Eine vormärzliche Pensionärin. Erzählung.
In: H.P., Berlin und Wien. Ein Skizzenbuch. Berlin: Franz Duncker, 1850. S. 23–34.
↗️Inhalt (WH)
↗️Landesbibliothek Berlin
↗️Wikipedia (zu Pröhle)
Die kleine Erzählung schildert das tragische Leben von ›Rauhkopf‹, einer Frau, die in Berlin durch die Wirren der Märzrevolution von 1848 ums Leben kommt. Der Erzähler kannte sie persönlich. [WH]
Robert Eduard Prutz, Felix. 2 Bde. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1851.
[Schauplatz ist eine anonyme, norddeutsche Residenzstadt, KW 264 – bissig, satirisch]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
↗️finanz.math.tugraz.at (Neusatz, PDF)
↗️Europa (Rezension. In: Europa. Chronik der gebildeten Welt, Nr. 104 v. 27.12.1851, S. 827.)
Robert Eduard Prutz, Links zu den Werken:
↗️Wikisource
Albert Pütz, Aufrührer und Glückssucher. Zwei Erzählungen. Blieskastel: Gollenstein, 1998. 248 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Zwei ungleiche Brüder aus Trier. Der junge Nikolaus Haffner dient sich der preußischen Obrigkeit an. Als Forstaufseher im Hunsrück erlebt er Hungerkrawalle und revolutionäre Agitation gegen die er sich reaktionär verhält. Sein Bruder ist Schriftsetzer und republikanisch gesinnt. Als die preußische Armee dem bayerischen König zu Hilfe eilt und in die Rheinpfalz eindringt, wo sich das Heer der Aufständischen versammelt, steht Nikolaus Haffner, Soldat in einem preußischen Elitebataillon, im Zentrum dieses Bürgerkrieges. Sein Bruder kämpft auf der Gegenseite.« (Verlagstext; WW)
Albert Pütz, Das unbotmäßige Leben des Nikolaus Haffner. Erzählung. Neustadt/Weinstraße: Pfälzische Verlagsanstalt, 1976. 114 S.
R
Hermann R. siehe unter »Leuchtkugeln«
Wilhelm Raabe, Deutscher Mondschein. Vier Erzählungen. 261 Seiten. Stuttgart: Hallberger, 1873 (enthält: Deutscher Mondschein. Der Marsch nach Hause. Des Reiches Krone. Theklas Erbschaft oder die Geschichte eines schwülen Tages).
Zur Titelgeschichte:
↗️Wikipedia (zum Inhalt der Novelle)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Internet Archive (ePUB)
↗️lenariess.de (Literaturblog)
Lena Riess über ›Deutscher Mondschein‹:
»[…] Und dann wird es ziemlich wild, es geht um die Prosa des deutschen Beamtentums, um Romantik, um die verpuffte Revolution von 1848, um ein Sonett auf Bismarck und ich als Leserin bedaure ein wenig, dass ich nicht jede Anspielung verstehe. Aber andererseits: Dieses kleine Stück steckt so voller Witz und erzählerischer Raffinesse, dass man das hinnehmen kann (und die Wissenslücken vielleicht im Nachgang auffüllen mag).«
Raabe gehört zu den Autoren, deren Werk stark von der Erfahrung der Revolution geprägt ist – jedoch selten in Form direkter Revolutionsdarstellungen. Stattdessen zeichnet er die Revolution als biografischen Einschnitt, als Stimmungswandel und als Erfahrung einer verlorenen Generation, so z.B. in der »Chronik der Sperlingsgasse« (1857), in »Abu Telfan oder Die Heimkehr vom Mondgebirge« (1867) oder auch in »Altershausen« (1902; 1911 posthum veröff.). Er hat sie nie zentral dargestellt, aber sie ist häufig implizit oder explizit präsent. Manchmal sind es auch nur Details: So hat der Apotheker Kristeller in der Erzählung »Zum Wilden Mann« (1874) zwei Straßenszenen von 1848 an der Wand hängen (wie Raabe selbst auch eine gezeichnet hat), links und rechts neben Dürers »Melancholia«. (Raabes Skizze findet sich bei Fuld und bei Rohse, s.u.) [WH]
Zur Bedeutung von 1848 für Raabe und sein Werk:
⏹️Werner Fuld: Wilhelm Raabe. Eine Biographie. München: dtv, 2006. S. 41–43.
⏹️Helmut Richter: Einleitung. In: Wilhelm Raabe. Ausgewählte Werke. Hg. von Peter Goldammer und Helmut Richter. Bd. 1. Berlin u. Weimar: Aufbau-Verlag, 1966. S. 5–147.
⏹️Eberhard Rohse: Literarische »Märzerrungenschaften«. Die Revolution von 1848 in Werken Braunschweiger Schriftsteller. In: Literatur in Braunschweig zwischen Vormärz und Gründerzeit. Hrsg. von Herbert Blume und Eberhard Rohse. Braunschweig 1993 (= Braunschweiger Werkstücke., Bd. 84), S. 55–110; zu Raabe bes. S. 55–60 u.ö.
Elisabeth van Randenborgh, Neu ward mein Tagwerk. Weg und Wandlung eines Frauenlebens. Berlin: Furche-Verlag, 1933. 245 S.
↗️Wikipedia (zur Autorin)
[Schilderung des Lebens »in einem abseits gelegenen Ravensberger Dorfe« im Vormärz und die Auswirkung der 48er Revolution auf die Landbevölkerung. (WW)]
Josef Rank, Die kleinen Herrscher. Ein Bild aus dem Polizeistaat vor dem März 1848. In: Rheinisches Taschenbuch auf das Jahr 1851. Frankfurt a. M: J. D. Sauerländer, 1851. S. 245–352. [nicht verifiziert]
↗️MDZ
Fritz Reck-Malleczewen [d. i. Friederich Reck], Urban, Tierarzt erster Klasse. Einerseits dem Andenken des am 18. März 1848 auf den Barrikaden gefallenen Regierungsreferendarius Gustav v[on] Lenski, andererseits aber dem deutschen Dichter Hermann Horn gewidmet. In: F. R-M.: Phrygische Mützen. [Erzählungen] München: Drei Masken Verlag, 1922. S. 65–132.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Dietlof Reiche, Wie Spreu vor dem Wind. Weinheim: Anrich, 1981. 348 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Baden 1849: Der Engelwirt in Michelbach ist für die Revolution, wenn auch aus sehr persönlichen Motiven, und er ist gegen die Heirat seiner Tochter Theres mit dem Flickschuster Egi. Er braucht dringend einen reichen Schwiegersohn. Aber Egi und Theres lassen sich nicht auseinander bringen. Als der Klee blüht, kommen die Preußen, und es sieht schlecht aus für die Revolution und für die Pläne des Engelwirts.« (Verlagstext; WW)
Dietlof Reiche, Der verlorene Frühling. Die Geschichte von Louise Coith und dem Lokomotivheizer Hannes Bühn, der zum Barrikadenbauer wurde. Frankfurt 1848. Modauthal-Neunkirchen: Anrich, 1979. 478 S.
Kritik …
»Lokomotivheizer Hannes Bühn fängt an, sich für Politik zu interessieren. Die Erzieherin Louise Coith beschließt, endlich eine politische Versammlung zu besuchen. Und hier treffen Hannes und Louise zusammen. Ihre unterschiedliche Herkunft macht es ihnen schwer, zueinanderzufinden. Aber sie verlieben sich ineinander und überwinden die gesellschaftlichen Schranken. Währenddessen spitzt sich die politische Entwicklung dramatisch zu. Und am 18. September 1848 steht Hannes Bühn, der sich eigentlich aus allem raushalten wollte, dann doch auf den Barrikaden und kämpft gegen das preußische und österreichische Militär. ›Die widerstreitenden Meinungen und Gruppierungen in Frankfurt zwischen dem März und dem September 1848 sind anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.‹« (Geschichte mit Pfiff; WW)
Ida von Reinsberg-Düringsfeld, Die Literaten. Sozialer Roman. 2 Bde. Wien: Markgraf, 1863. [nicht verifiziert]
Bd. 1: MDZ München
Bd. 2: MDZ München
↗️Wikipedia (zur Autorin)
↗️Wikisource (zu den Werken)
Leopold Reitz, Der Lateinische Bürgermeister. Roman. Neustadt/Weinstr.: Pfälzische Verlagsanstalt, 1963. 267 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»In diesem preisgekrönten Roman des bekannten pfälzischen Schriftstellers ist die stürmische Volkserhebung in der Pfalz, das „tolle Jahr“ 1849, in einer Fülle von lebendigen Szenen eingefangen. Im Mittelpunkt der erregenden Handlung steht der revolutionäre Sohn gegen den königstreuen Vater, zwischen ihnen die leidende Mutter. Liebenswürdige und hassenswerte Figuren umkreisen das in ›muskulösem Stil« geschilderte Geschehen: Knechte und Mägde, Pfarrer und Lehrer, säbelrasselnde Dorfhelden, Studenten, Revolutionsmänner aus Pfalz und Baden, der König selber – alle sind scharf beobachtet, klar gesehen und lebensnah charakterisiert. Trotz Hass und Kampf kommen aber auch das Erlebnis einer zarten Liebe, Freude am Dasein und strotzendes Pfälzer Volksleben überall durch. Alles in allem: ein saftiges Buch, eine echte Dichtung.« (Verlagstext; WW)
John Retcliffe, [d. i. Hermann Goedsche], Villafranca oder Die Kabinette und die Revolutionen. Historisch-politischer Roman aus der Gegenwart. 2 Bde. 1860–1861.
Fortsetzungen:
(a) Zehn Jahre! 4 Bde. (1861–1864)
(b) Magenta und Solferino, 4 Bde. (1864–1866)
(c) Solferino. (1867)
↗️Gutenberg-de (Volltext online; Magenta u. Solf. )
↗️Wikipedia (zum Autor)
⏹️Ralf-Peter Märtin, Wunschpotentiale. Geschichte und Gesellschaft in den Abenteuerromanen von Retcliffe, Armand, May. Meisenheim: Anton Hain 1983. 236 S. (Reihe: Literatur in der Geschichte – Geschichte in der Literatur, 10).
Fritz Reuter, Ut mine Stromtid. 1862.
Zur Revolution: Kap. 35, Kap. 38. (im 3. Bd.: S. 91–119; 149–174.)
↗️Wikipedia (Inhalt)
↗️Gutenberg-de (Text online)
↗️Google
↗️Carolinum.de: Wolfgang Lindow, Die bürgerliche Revolution 1848–1849 im Spiegel der ›Stromtid‹. Ein Kapitel Literatursoziologie im Niederdeutschen. In: Carolinum, 40. Jg., Nr. 68/69. Frühjahr 1974. S. 17-20.
Die Revolution von 1848/49 in Kinder- und Jugendbüchern
Verzeichnis zur Ausstellung in der Stadtbücherei Iserlohn 2024; meist Titel jüngeren Datums, einer aber auch von 1899. Im Netz nicht mehr vorhanden.
Oswald Richter-Tersik, Ilona Beck. Berlin: Oestergaard, 1938. 290 S.
Wilhelm Heinrich Riehl, Durch tausend Jahre. Fünfzig kulturgeschichtliche Novellen. In der vom Dichter selbst gewünschten Anordnung zum ersten Male herausgegeben von Hans Löwe. Bd. 4. Berlin: Haude und Spenersche Verlagsbuchhandlung, o. J. [1969]. Neuausgabe des Neudrucks Meersburg und Leipzig 1933 (F. W. Hendel Verlag). Darin die beiden folgenden Novellen:
Wilhelm Heinrich Riehl: Der Märzminister. (1873)
In: W. H. R.: Durch tausend Jahre. Fünfzig kulturgeschichtliche Novellen. Bd. 4. Berlin: Haude und Spenersche Verlagsbuchhandlung, o. J. [1969]. S. 129–160.
↗️Inhalt (WH)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
Die Novelle erzählt die Geschichte von Rudolf Gärtner, einem Rechtsanwalt, der im Zuge der revolutionären Ereignisse im März 1848 unerwartet zum »dirigierenden Staatsminister« eines fiktiven kleinen Fürstentums aufsteigt. Im Mittelpunkt stehen Gärtners rasanter Aufstieg und Fall, seine politischen Ideale und seine persönlichen Konflikte. [WH]
Wilhelm Heinrich Riehl: Das Theaterkind. Eine Memoiren-Novelle aus der Gegenwart. (1867)
In: W. H. R.: Durch tausend Jahre. Fünfzig kulturgeschichtliche Novellen. Bd. 4. Berlin: Haude und Spenersche Verlagsbuchhandlung, o. J. [1969]. S. 161–216.
↗️Inhalt (WH)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
Die Novelle spielt im Wiesbaden der Jahre 1848 und 1849 und thematisiert die Auswirkungen der Revolution auf ein kleines Hoftheater. Im Zentrum der Handlung stehen die Theaterkommission, der junge Erzähler (ein Schriftsteller), der geheimnivolle Lord und die junge Schauspielerin Sylvia Rutland. Die neu gegründete Theaterkommission wurde infolge der Revolution eingesetzt, um das Theater zu reformieren und demokratischen Prinzipien anzupassen. Dabei steht sie vor zahlreichen Herausforderungen. [WH]
Wilhelm Heinrich Riehl, Links
↗️Wikipedia (zu Riehl)
↗️Wikisource (zu den Werken)
Max Ring, Berlin und Breslau. 1847–1849. 2 Bde. Breslau: Kern, 1849. [DG 640–643]
↗️Inhalt
Band 1: Marie. ↗️MDZ ↗️Google
Band 2: Wanda. ↗️MDZ ↗️Google
↗️Internet Archive (ePUB)
Ring, übrigens Hausarzt von Varnhagen von Ense, schildert die Revolution in Berlin und in Breslau differenziert in ihren verschiedenen Phasen: von den Ursachen und Vorzeichen über den Ausbruch in Berlin, die unmittelbare Nachwirkung, die politischen Debatten und die parlamentarische Arbeit, die zunehmende Spaltung und die organisierten Versuche der Reaktion und radikaler Elemente, Unruhe zu stiften, bis hin zu den Ereignissen in den Provinzen und den letzten militärischen Auseinandersetzungen.
Er ist, bei aller Sympathie für die Revolution, ein kritischer Beobachter, der auch die chaotischen Aspekte, die Unreife mancher Akteure, die internen Konflikte, die Manipulation durch Gegenkräfte und die brutalen Entgleisungen nicht beschönigt. [WH]
Vgl. auch sein Drama:
Max Ring, Die Genfer. Trauerspiel. Breslau: Eduard Trewendt, 1850.
↗️Google
Die Revolution spielt in Max Rings Trauerspiel »Die Genfer« eine zentrale, strukturierende und thematische Rolle. Das Stück ist vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Revolutionszeit angesiedelt und verarbeitet die Spannungen, Hoffnungen und Konflikte, die mit dem Streben nach Freiheit, Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit verbunden sind. [KI]
Max Ring, Erinnerungen. 2 Bde. Berlin: Concordia Deutsche Verlags-Anstalt, 1898.
↗️Google
Max Ring, Links und Literatur:
↗️Wikipedia (zu Ring)
↗️Wikisource (zu den Werken)
⏹️Johannes Brambora: Von Hungerlöhnern, Fabriktyrannen und dem Ideal ihrer Versöhnung: Der Beitrag des populären Romans zur Entstehung eines sozialen Erklärungsmusters ökonomischer Gegensätze der Industrialisierung. 1845–1862. Bielefeld: Aisthesis, 2020. (Vormärz-Studien, Bd. 43.) (Darin Kap. 4: »›Wir alle bilden insgesammt ein Volk. Ich kenne kein Proletariat und keine Bourgeoisie‹. Max Rings ›Berlin und Breslau‹ von 1849.«)
↗️Archive.org ↗️Google (Adolph Kohut: Max Ring. Eine litterarisch-biographische Studie. Mit drei ungedruckten Briefen Karl Gutzkows und Berthold Auerbachs. In: Nord und Süd. 84. Band, 1898, S. 318–333.)
↗️vr-elibrary.de (Marek Krisch: Ein wunderbares Gemisch von widersprechenden Eigenschaften. Das Zeitgeschehen im Werk von Max Ring. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2021.(= Andersheit – Fremdheit – Ungleichheit. Erfahrungen von Disparatheit in der deutschsprachigen Literatur, Bd. 5))
↗️onlinelibrary.wiley.com (Marek Krisch: Zwei ›Achtundvierziger von altem Schrot und Korn‹ schreiben über den Völkerfrühling: Louise Aston, Max Ring und ihre Darstellung der Märzrevolution. In: German Life and Letters, 2024.)
Henry Ritter, Der politische Struwwelpeter. Ein Versuch zu Deutschlands Erneuerung. Zwölf kolorierte Tafeln. Düsseldorf: Julius Buddeus, 1849. [Satire]
Nachdruck: Faksimile. Mit einem Nachwort hrsg. von Karl Riha. Köln: Informationspresse – C[arl] W[ilhelm] Leske Verlag 1984. 39 Seiten.
↗️digital.ub-uni-duesseldorf
↗️Wikipedia (zu H. R.)
»1849 veröffentlichte Ritter […] das Werk ›Der politische Struwwelpeter. Ein Versuch zu Deutschlands Einigung; dem deutschen Michel gewidmet‹, eine Sammlung von zwölf kolorierten Tafeln. Dieses Werk aus Bildern und Versen zu Geschichten über verschiedene Kunstfiguren, die Ritter nach dem Vorbild des 1845 erschienenen Buches ›Der Struwwelpeter‹anlegte, behandelt die politische Situation während der Deutschen Revolution 1848/49.« (Wikipedia)
Peter Rosegger, Ein Krieg auf der Alm zwischen Österreich und Italien. In: P. R.: Der Höllbart und andere Geschichten aus der Vorzeit. Gesammelte Werke, Bd. 22. Leipzig: Staackmann, 1915. S. 281-290.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Kritik …
»Und sehr zur rechten Zeit bringt uns der Band den Schwank aus dem Jahre 1848 ›Ein Krieg auf der Alm zwischen Österreich und Italien« wieder, der davon erzählt, wie die Tiroler die Italiener durch ihr gutes Schießen nicht wenig in Erstaunen setzten.« (Aus einer zeitgenöss. Rezension von 1916)
Karl Rosner, Der deutsche Traum. Ein Wiener Roman aus der Revolutionszeit. Stuttgart und Berlin: Cotta, 1916. 436 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Carlo Ross, Dunkle Wolken über Berlin. Wie Simon und Fritz anno 1848 auf die Barrikaden gingen. München: C. Bertelsmann, 1997. 251 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Kritik …
»Der 17-jährige Fritz Puvogel lebt mit seinen Eltern und Geschwistern unter äußerst ärmlichen Verhältnissen in einer kleinen Wohnung in Berlin. Auf der Suche nach Arbeit lernt er eines Tages Simon Treidel kennen, der es als Jude in Berlin noch viel schwerer hat. Gemeinsam versuchen sie, die familiäre Armut zu überwinden. Dabei werden sie Zeugen des täglichen Überlebenskampfes der unteren sozialen Schichten und geraten schließlich in die Auseinandersetzungen des Märzrevolution von 1848, auf deren Fahnen neben sozialen Forderungen auch politische Ziele standen. Politische Gleichberechtigung und Demokratie waren die zentralen Forderungen. Der Autor beschreibt die Ereignisse in Berlin zur Zeit der Märzrevolution aus der Sicht ›der kleinen Leute‹, denen ungeachtet religiöser oder ethnischer Bezüge seine Sympathie gilt. In dieser jugendgemäßen ›Geschichte von unten‹ stehen dabei weniger ideengeschichtliche Begründungen oder politische Diskussionen der revolutionären Situation im Vordergrund. Der Roman lenkt den Blick vielmehr auf die Alltagssituation, wobei die Lebenssituation der Juden in Berlin von durchaus zentraler Bedeutung ist. Diese Alltags- und Kulturgeschichte macht den besonderen, zu heutigen Verhältnissen kontrastierenden Reiz des Buches aus, lädt ein zu Vergleichen und ermuntert zu Gegenüberstellungen.« (Leseforum Bayern; WW
Carlo Ross, Nur die Gedanken sind frei. Recklinghausen: Georg Bitter, 1989. 179 S.
Kritik …
»Im Berlin der Jahre 1847-48 lebt die Arbeiterfamilie Neumann in recht ärmlichen Verhältnissen. Sie leidet an Hunger und schlechter Unterkunft, dazu muss sie das Trinkerelend des Vaters verkraften. Der 16jährige Wilhelm muss als Handlanger auf dem Bau mitverdienen. Ihm werden die ungerechten Zustände im Volk, der krasse Gegensatz zwischen arm und reich, immer stärker bewusst. Der Vater stirbt bei einem Arbeitsunfall, die beiden Söhne kommen in schlechter Gesellschaft auf die schiefe Bahn. Die grassierende Cholera rafft Mutter und Schwester dahin. Wilhelm beteiligt sich am Aufstand der Berliner gegen die Lebensbedingungen der Arbeiterschicht im März 1848. Fesselnder und anschaulicher Geschichtsunterricht zugleich.« (Quelle: Verzeichnis ZKL; WW).
Axel Rudolph, Sturm über Schleswig. Berlin: Schildhorn-Verlag, 1936. 232 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Josef Ruederer, Das Erwachen. Ein Münchner Roman bis zum Jahre 1848. München: Süddeutsche Monatshefte, 1916. 430 S. Später auch unter dem Titel »Weißblaue Achtundvierziger« erschienen.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Das einzige literarische Zeugnis in Romanform über München in der Zeit von Lola Montez bis zur Revolution von 1848/49. 1915, kurz vor seinem Tod, vollendete Ruederer dies Werk über die Entwicklung Münchens zur Zeit König Ludwig I., das eigentlich als Auftakt zu einem mehrbändigen Romanwerk gedacht war.« (Verlagstext; WW)
Arnold Ruge, Der Demokrat. Novelle aus unserer Revolution. VI, 220 S. Leipzig: Verlagsbureau, 1850. [Schauplatz: Berlin] [DG 620–624]
↗️Inhalt (CH)
↗️MDZ
↗️Google
↗️Internet Archive (ePUB)
⏹️Auch in: Arnold Ruge, Werke und Briefe, Bd. 8. Aalen: Scientia-Verlag, 1998. Neusatz in modernisierter Rechtschreibung.
Arnold Ruge, ein glänzender Publizist und Kritiker, der in den philosophischen und politischen Auseinandersetzungen des Vormärz eine erhebliche Rolle spielte, erzählt in seiner Novelle »Der Demokrat« die Geschichte eines jungen Mannes, der sich für die Freiheit der Bevölkerung und die Einheit Deutschlands einsetzt.
Der junge Adolf Duclos, so heißt er, verfolgt begeistert die Ereignisse von der Pariser Februarrevolution im Jahr 1848 bis zur badischen Revolution im Sommer 1849. Er verliebt sich in Potsdam in eine junge, selbstbewusste und freiheitsliebende Besucherin aus Amerika namens Francisca, von der ein konservativer Verehrer sagt, sie sei zwar attraktiv, aber eine »schwippe, flüchtige Gondel«. Francisca – mit ihrer freien amerikanischen Erziehung – sieht den Aufstand in Deutschland mit völlig anderen Augen – sie traut der deutschen Bevölkerung nämlich keine echte Revolution zu.
Adolf nimmt mit seinen Freunden teil an den blutigen Kämpfen in Berlin, spürt später aber auch die Teilnahmslosigkeit, das Desinteresse der Bevölkerung, die sich an die lange Unterdrückung so sehr gewöhnt hat, dass sie sich ein anderes Leben, ein Leben in Freiheit, nur schwer vorstellen kann. – Trotz des Scheiterns bleibt er aber hoffnungsvoll für die Zukunft.
Die Erzählung endet mit dem Plan der Auswanderung der gescheiterten Demokraten nach den USA, um dort eine Gemeinde der Freien, der Gleichberechtigten und Gleichbesitzenden zu gründen. [WH]
Arnold Ruge, Revolutionsnovellen. Zwei Theile. Leipzig: Verlagsbureau, 1850.
Teil 1: Der Demokrat. Inhaltsgleich mit o.g. Titel, VI, 220 S.
↗️MDZ
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
Teil 2: Virginie Belleval, VI, 340 S.
Arnold Ruge, Aus früherer Zeit. 4 Bde. Berlin: Franz Duncker.
Bd. 1 (1862) [Kindheit, Wilde Zeit, Schulzeit]:
↗️Google
Bd. 2 (1862) [Universitätszeit]:
↗️Google
Bd. 3 (1863) [Gefängnis, 1824–1830; Freiheit und Revolution, 1830; Halle und Italien, 1831–1833]:
↗️Google
Bd. 4 (1867) [Die Philosophie; 1833–1843; Die Unterdrückung der Jahrbücher]:
↗️Google
Arnold Ruge, Literatur & Links:
⏹️Christoph Hamann, Zeitromane als Zeitkritik. Die Berliner Revolution 1848 in zeitgenössischen Romanen (unter Mitarbeit von Wolfgang Hink). In: Der Bär von Berlin. Jahrbuch, 73. Folge (2024), S. 17-37.
↗️Wikisource (zu den Werken)
↗️Google (Rudolf Gottschall, Arnold Ruge: eine Charakteristik. Königsberg 1848.)
↗️MDZ (Adolf Stahr über Arnold Ruge: in: A.S., Kleine Schriften, Bd. 1. S. 423–498. )
↗️Ethik-in-der-Praxis.de (Ruge-Bibliografie)
↗️Google (Wolfgang Menzel, Deutsche Dichtung von der ältesten bis auf die neueste Zeit, 3 Bde. Stuttgart: Krabbe, 1858–1859. Über Ruges Revolutionsnovellen: Bd. 3, S. 458.)
⏹️Deutschland und die USA im Vor- und Nachmärz. (Schwerpunkt-Thema). Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 23 (2017).
⏹️Bodo Pieroth, Kampf für die soziale Demokratie. Arnold Ruge: Der Demokrat. Novelle aus unserer Revolution, 1850. In: B. P., Der Verfassungsstaat in der Literatur. (2025), S. 151–162.
S
H. S. siehe unter »Leuchtkugeln«
Ferdinand von Saar: Ninon. In: Sämtliche Werke in zwölf Bänden. Leipzig: Hesse & Becker [1908]. Band 10: Novellen aus Österreich, 4. Teil. S. 63–102.
↗️Inhalt
↗️Archive.org
↗️Zeno.org (Text online)
mit Revolutionsbezug evtl. auch weitere Novellen:
»Innocens« (Teil 1),
»Schloss Kostenitz« (Teil 3),
»Die Familie Worel« (mit Olga, einer Anarchistin, die Steine auf Soldaten wirft u. erschossen wird.)
»Der Exzellenzherr« (plus im weiteren Kontext »Das Haus Reichegg«)
Ferdinand von Saar: Werke & Links: ↗️Wikisource
Edith Salburg, Revolution. Roman. Dresden: Carl Reißner, 1914. 431 S. (Reihe: Dynastien und Stände. Romane aus Österreich-Ungarn, Nr. 4).
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Henrik Scharling, Uffe Hjälms und Palle Löwes Thaten: Junge Helden. Erzählung. Freie Übersetzung aus dem Dänischen von P. J. Willatzen. Bremen: Heinsius, 1896. IV, 559 S. Die dänische Originalausgabe erschien 1866 unter dem Titel: »Uffe Hjælms og Palle Løves Bedrifter.«.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Aus dem Vorwort …
»Daß die politischen Verhältnisse der Zeit, in welcher unsre Erzählung spielt – die Erhebung Schleswig-Holsteins 1848 bis 1850 – vom dänischen Standpunkt geschildert werden, finden deutsche Leser ganz natürlich, umsomehr, als die Dichtung unmittelbaar nach dem Kriege von 1864 geschrieben ist und daher einer größeren Bitterkeit Ausdruck giebt, als es wohl sonst der Fall sein würde. Jedenfalls kann man dem Verfasser das schon zu gute halten, da er mit seinen Landsleuten noch schärfer ins Gericht geht und ihre Großsprechereien in burlesker Weise darstellt.« (Vorwort; WW)
Theodor Scheibe [Pseudonym: Ernst Rose], Die Studentenschwester. Roman aus dem Jahre 1848. Wien: L. Jolsdorf, 1866.
↗️Google
↗️Österr. Biogr. Lexikon (zu Th. Scheibe)
↗️Wikisource (BLKÖ)
↗️Google (weitere Werke von Scheibe)
»S.s eigentliche schriftsteller. Domäne war jedoch das Genre des kolportagehaften Wr. Lokalromans mit (pseudo-)geschichtlichem Hintergrund, anspruchslose Fortsetzungsromane […] sowie Buchausg. Auf diesem Gebiet entwickelte er eine ungeheure Produktivität mit über 100 umfangreichen Romanen, die von den abenteuerlichsten Handlungsabläufen und effektvollsten Versatzstücken des spätromant. Unterhaltungsromantypus bestimmt sind.« (Österr. Biogr. Lexikon)
Theodor Scheibe, Kossuth’s Braut. Wien und Leipzig: J. Stöckholzer v. Hirschfeld’s Verlagshandlung, 1851 [noch nicht verifiziert]
↗️Google
Johannes Scherr, Eine deutsche Geschichte (1848–1849). Zürich: Kiesling, 1850. [Roman; mit einem Epos im Anhang ab S. 161.]
↗️Inhalt
↗️Google
↗️Internet Archive (ePUB)
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Wikisource (zum Werk)
Johannes Scherr, Von Achtundvierzig bis Einundfünfzig. Eine Komödie der Weltgeschichte.
2 Bde. Leipzig 1868.
↗️Archive.org
Adolf Schirmer, Moderne Intriguanten oder Enthüllungen der Aristokratie. Hamburg: Berendsohn, 1850. (nicht verifiziert)
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️MDZ
»Schirmer’s Schilderungen sind lebendig und wahr und tragen überall das Gepräge des Erlebten und mit scharfem Auge Geschauten. Seine Charaktere sind scharf gezeichnet, oft originell, mitunter bizarr, nie doch unwahr, die Situationen spannend. Aus allen Arbeiten spricht Freiheitsliebe, sittliches Gefühl und das ernste Streben, künstlerisch zu gestalten.«
(Franz Brümmer, s.unten)
Adolf Schirmer, Schleswig-Holstein. Oder: Mit blutiger Schrift.
Roman aus der neuesten Vergangenheit der Herzogthümer. 2 Bde. Wien 1864.
↗️Deutsche-Biographie.de (Biogr. Abriss von Franz Brümmer)
Erich Schlossarek, Auf Gnade und Ungnade. Historischer Roman [über Otto von Corvin]. Berlin [DDR]: Verlag Neues Leben, 1988. 326 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Karl August von Schmidt auf Altenstadt s. Carl Stugau (Ps.)
Ernst Schmitt, Das tolle Jahr. Ein Roman aus der Revolutionszeit 1848. Jena: Diederichs, 1927.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Rezension von Robert Neumann …
»Ein schönes, stilles, vornehmes Buch. Erziehungsroman. Auch in der Erotik bemerkenswert fein: nicht outrierte Sachlichkeit und auch nicht Staackmannerei. Wohn in der Nachbarschaft der Ricarda Huch. Ein ohne happy end!« (Robert Neumann, in: Die Literatur, 30. Jg., 1927/1928, S. 703.)
Meta Schoepp, Blockade. Roman. Berlin: Ullstein, 1915. [nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Anton Schott, Verkauft. Roman aus dem vormärzlichen Walde. Kevelaer: Thum, 1909. 230 S. [Rückkehr eines für 18 Jahre zu den Soldaten gezwungenen Bauern in sein Heimatdorf; nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zum Autor)
August Schrader, Das Staatsgefängniss. Roman aus der neuesten Geschichte. 4 Bde. Leipzig: Christian Ernst Kollmann, 1849. [Schauplatz: Wien?]
Inhalt
↗️Mobileread (ePUB)
Kritik …
»Die Romanfolge ›Das Staatsgefängniß‹ (4 Bde., 1849) ist jedoch insofern von Interesse, als die Handlung in der letzten Phase der Revolution von 1848/49 spielt (mit der der Verfasser mehr als nur sympathisiert); in einigen Teilen Deutschlands hat zu diesem Zeitpunkt bereits die Reaktion gesiegt und blutige Rache genommen. Das Ganze ist – nach Kolportagebrauch – mit einer geheimnisvollen Familiengeschichte verwoben, die im Kontext der politischen Ereignisse zu einer dramatischen Lösung führt.« [BW]
August Schrader, Robert Blum und sein mächtiger Freund. Roman für das Volk. Leipzig: C. Berger, 1850.
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
L. Schubar [Rudolph Lubarsch], Fürst und Volk: historischer Roman aus der Berliner März-Revolution. 2 Bde. Berlin: A. Sacco, 1849.
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
L. Schubar [Rudolph Lubarsch], Die März-Tage. Historischer Roman aus der Berliner März-Revolution. Berlin: A. Sacco, 1850. [Fortsetzung von »Fürst und Volk«]
↗️Google
↗️Google (Beide Schubar-Romane sind lt. Volker Neuhaus »Etikettenschwindel« in ihrem Revolutionsbezug. V. N., Der zeitgeschichtliche Sensationsroman in Deutschland 1855-1878: ›Sir John Retcliffe‹ u. seine Schule. Berlin 1980.)
Julius Lothar Schücking, Die Wendung; Der Zweikampf. In: J. L. S.: Entscheidungen. Geschichten aus preußischer Vergangenheit. Berlin: West-Ost-Verlag, 1938. S. 66–72, 73–78.
↗️Lexikon … (Zum Autor)
Walther Schulte vom Brühl, [d. i. Walther Schulte-Heuthaus], Die Revolutzer. Ein Roman. Leipzig: Rothbarth, 1904. 542 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Oskar Schwär, Die Leineweber. Der Roman eines Handwerkergeschlechtes. Dresden: Fischer, 1935. 279 S. [Handelt 1847–1848 von der Not der dt. Leineweber; nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zum Autor)
Karl Schworm, Das Buckelchen; Das flammende Herz; Das Katzenkopfs-Debald; Der Gaga. In: K. S.: Der letzte Christoffelstrunk und andere Erzählungen. Kaiserslautern: Westpfalz-Verlag [1938]. S. 29–33, 35–42, 135–142, 187–195. [nicht verifiziert]
↗️Wikipedia (zum Autor)
Paul Seelhoff, Bauern und Möwen. Roman. Berlin: Zeitgeschichte-Verlag, 1941. 392 S. [nicht verifiziert]
Johann Segebarth, Ut de Demokratentid. Erzählung. Pasewalk: Schnurr, 1885. XI, 209 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Heinrich Wolfgang Seidel, George Palmerstone. Geschichte einer Jugend. Berlin: Grote, 1922. 536 S. [Spielt 1842–1864; Entwicklungsgeschichte eines Bürgersohns in der Revolutionszeit]
↗️Wikipedia (zum Autor)
↗️Berlin von A bis Z (Klaus Goebel: Der Prediger vom Deutschen Dom. Heinrich Wolfgang Seidel, ein wiederzuentdeckender Berliner Schriftsteller. 1997)
Martin Selber [d. i. Martin Merbt], Ich bin ein kleiner König. Bilder von Fred Westphal. Berlin [DDR]: Der Kinderbuchverlag, 1986. 111 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Trommelklänge und Hornsignale tönten. Es kam eine ganze Kompanie Soldaten auf die Menge zu, Artilleristen vom 24. Regiment, die hieben mit dem blanken Säbel aufdie Menschen ein. Weiter hinten gewahrte Heinrich anreitende Husaren. Er nahm allen Mut zusammen und blieb bei den anderen, jetzt wollte auch er nicht feige sein. Das Wutgebrüll der Menge hallte von den Hauswänden wider, die Gruppe um Heinrich drängte sich um den Fahnenträger, unbekannte Männer hakten den Jungen ein, er schrie sich fast die Kehle heiser. Dann waren die Soldaten dicht vor ihm, Gesichter voller Angst und Haß… – Martin Selber erzählt die Geschichte des Häuslersohns Heinrich, er erzählt von der 48er Revolution in einem Dorf der Magdeburger Börde.« (Verlagstext; WW)
Ann-Charlott Settgast, Ein Junge aus Berlin. Eine Geschichte aus dem Jahre 1848. Berlin [DDR]: Kinderbuchverlag, 1958. 228 S.
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Verlagstext …
»Dieser Berliner Junge heißt Ernst Zinna, ein siebzehnjähriger Lehrling, der sein junges Leben tapfer kämpfend auf den Barrikaden vom März 1848 hingab. Der Maler Hosemann hat die Tat dieses jungen Revolutionshelden in einem bekannten Bild verewigt …« (Verlagstext; WW)
Siegfried Sieber, Kleine Stadt im Sturm. Roman aus dem Revolutionsjahr 1848. Prag, Leipzig, Hartenstein: Matthes, 1942. 220 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Hans Siemonsen, Ein Volk kehrt heim. Schleswig-Holsteins Erhebung 1848 nacherlebt von Hans Siemonsen. Hamburg: Alster Verlag, 1939. 321 S.
Verlagstext …
»Dies Buch erwuchs aus der schmerzlichen Erfahrung, dass die Kenntnisse der Heimatgeschichte und das Interesse daran erschreckend abnehmen. Mit einer neuen Geschichtserzählung ist jenem Zustand kaum abzuhelfen, vielleicht aber mit diesem Buch, das den Höhepunkt der Schleswig-Holsteinischen Geschichte, die Erhebung des Jahres 1848 behandelt. Historischer Wirklichkeitssinn, sachliche Treue, packende Darstellung und echte, tiefe Heimatklänge zeichnen es aus. Hier ist keinerlei Überschätzung kleinlicher Begebenheiten, die manchmal das Lesen an einen kleineren Lebensraum gebundener Werke so unerträglich macht. Großes Geschehen erhielt den ihm gemäßen Rahmen. Das Schicksal Schleswig-Holsteins ist eine Sache des ganzen Deutschlands, mit dem das Land zwischen Nord- und Ostsee untrennbar verbunden ist.« (Verlagstext; WW)
August Silberstein s. unter »Leuchtkugeln«
Heinz-Joachim Simon, Das Jahr des Sturms. Eine deutsche Geschichte. Roman. München: Herbig, 2000. 379 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Verlagstext …
»Die gelungene Kombination von historischem Roman und Kriminalgeschichte. Das Schicksalsjahr 1848 wird lebendig: Gardeleutnants, Marktfrauen, Tagelöhner, Freudenmädchen und Adelige erleben das Jahr des Sturms. Und drei Jungen erfahren, wozu Hochmut und Ehrgeiz und leidenschaftliche Liebe die Menschen verführen können. Erleben Sie deutsche Geschichte auf den Barrikaden am Alexanderplatz. Die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe und eines geheimnisvollen Mordes vor dem Hintergrund erregender Ereignisse.« (Verlagstext; WW)
F. H. Slawik, Die Barrikadenbraut. Federzeichnung.
In: Humorist und Wiener Punch, ↗️Nr. 67 (20.3.1849), S. 269; ↗️Nr. 68 (21.3.1849), S. 276–277.
↗️Inhalt (CH)
Andreas Sommer, Sollen und Wollen der Zeit. Ein politisches Gespräch zwischen einem Vater, welcher der Zeit nicht huldigt, und seinem Sohn, welcher in der Zeit aufgegangen ist. (Zweite von einer Gesellschaft patriotischer Frauen gekrönte Preisschrift.) Berlin 1849. IV, 27 S.
Inhalt
↗️Google
Friedrich Spielhagen, Problematische Naturen. 4 Bde. Berlin: Otto Janke, 1861/1862. [DG 678–695]
↗️Mobileread (ePUB)
↗️finanz.math.tugraz.at (Neusatz als PDF)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Annesleselisten (Literaturblog)
»[…] In der geistigen Verarbeitung erhielten die Revolution und insbesondere die sie tragenden Ideen jedoch in der Folge eine die Haltung des Autors entscheidend prägende Wirkung; tatsächlich hat kaum ein anderer der deutschsprachigen Autoren den Gedankenkern von 1848 so nachhaltig in sein literarisches Werk integriert.
Bereits der erste große Roman, ›Problematische Naturen‹ (1861/62), nimmt einen ehemaligen radikalen 1848er-Revolutionär zum Protagonisten, der durch die Revolution enttäuscht wurde und sich zum Liberalen entwickelt, um an der Verwirklichung der grundlegenden Überzeugungen der Revolution nun mit geistigen Mitteln zu arbeiten.« [BW]
Friedrich Spielhagen, Die von Hohenstein. 4 Bde. Berlin: Otto Janke, 1864.
↗️Inhalt (CH)
↗️Mobileread (ePUB)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
»Wer sich für die zeitnahe literarische Aufarbeitung der deutschen 1848er-Revolution interessiert, kommt an diesem umfangreichen Werk des erfolgreichsten deutschsprachigen Romanschriftstellers der zweiten Hälfte des 19. Jh. nicht vorbei […].
Es ist kein Zufall, dass dieser zeitgeschichtliche Roman (die Geschehnisse lagen zum Zeitpunkt der Erstausgabe 15 bis 16 Jahre zurück) im Rheinland spielt: Spielhagen studierte zu dieser Zeit in Bonn, und seine Memoiren ›Finder und Erfinder‹ zeigen, dass ihn die allzumenschlichen Begleiterscheinungen, die der Bewegung dort anhafteten, mehr irritierten als anzogen.« [BW]
»Immerhin, was gab er [Spielhagen] für Revolutionsschilderungen! Hier lag sein eigenstes Gebiet.« (Martin Schian: Der deutsche Roman seit Goethe. Görlitz, Rudolf Dülfer, 1904. S. 90f.)
Friedrich Spielhagen, In Reih’ und Glied. 4 Bde. Berlin: Otto Janke, 1866.
↗️Mobileread (ePUB)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
»Demokratischer Wandel von unten versus Machiavellismus von oben: damit sind zwei entscheidende Pole genannt, zwischen denen Spielhagen die Handlung seines umfangreichen Romans ausspannt, die im Vormärz des Jahres 1847 auf dem Land beginnt, in einer Großstadt 1854 bis 1856 fortgeführt wird und alle gesellschaftlichen Gruppen von den Arbeitern und Bauern bis hin zur Bourgeosie und zum Adel einbezieht.
Die Hauptfiguren sind allerdings junge Intellektuelle, die nach Antworten suchen auf die großen Fragen der Zeit, insbesondere die ›soziale Frage‹. An diesen Figuren exemplifiziert der Autor den schwierigen Kampf der fortschrittlichen Kräfte gegen politischen Pessimismus und Resignation, welche das gesellschaftliche Klima der nachrevolutionären Reaktion bestimmten. […]« [BW]
Friedrich Spielhagen, Links
↗️Wikisource (zu den Werken)
↗️Wikipedia (zu Spielhagen)
↗️Uni Kassel (Kai Christina Ullrich, Beziehungsweise: Modelle familialer Beziehungen im epischen Werk Friedrich Spielhagens. Diss. Kassel: university press, 2013.)
⏹️Victor Klemperer, Die Zeitromane Friedrich Spielhagens und ihre Wurzeln. Weimar: A. Duncker, 1913. (= Forschungen zur neueren Literaturgeschichte, 43).
⏹️Bodo Pieroth, Gründe für die Revolution. Friedrich Spielhagen: Die von Hohenstein, 1863/1864. In: B. P., Der Verfassungsstaat in der Literatur. (2025). S. 211–228.
Richard Georg Spiller von Hauenschild s. Max Waldau
Carl Spindler, Putsch & Comp.: 1847–1848–1849. Stuttgart: Hallberger’sche Verlagsbuchhandlung, 1851. [DG 627f.; PS 252f.]
↗️Inhalt
↗️Google (1. Bd.)
↗️Gutenberg-de (Volltext online)
↗️Mobileread (ePUB; mit ausführlicher Kritik)
⏹️Tilman Spreckelsen: »Ist nicht der Karneval schon längst vorbei?« Der badische Aufstand in Carl Spindlers Roman Putsch & Comp.(1851). In: 1848 und der deutsche Vormärz. Jb. Forum Vormärz Forschung, 3 (1997), S. 225–236.
↗️Wikipedia (zu Spindler)
↗️Wikisource (Links zu den Werken)
»Die Wahrheit ist: Die Sicht dieses Werkes auf die 48er Revolution ist schlicht reaktionär. Zwar legt der Autor der Figur des Alfred, der den kühlsten Kopf von allen besitzt, in den Mund: ›Darum ist auch nicht Alles vom Uebel, was die sogenannten Freiheitsmänner predigen, und erfüllen wird sich einst von ihren Lehren alles das, was gut, was praktisch, was nothwendig.‹ (III, 40)
Der Roman als Ganzes aber, der das revolutionäre Geschehen höchst fragwürdig in eine äußerst banale Lustspiel-Handlung einbettet (schließlich wird die Revolution selbst als bloße Komödie betrachtet!), macht die 48er und ihr Handeln überwiegend geradezu lächerlich (bereits der inadäquate Titel verdeutlicht das; in der erzählerischen Darstellung gelingt Spindler dies, indem er das Allzumenschliche, das notwendig jeglicher Revolution anhaftet, in den Vordergrund holt), oder er stellt es sogar als unehrenhaft hin (aufschlussreich z.B. die Begegnung zwischen Spiegler und seiner Mutter, Bd. 1, S. 195ff.; die Figuren des Wurstinger, des Melchior, des Titus, auch des Kaspar Flamm u.s.w.).
[…] und richtig sind die Werte, die dieser Roman an das Geschehen heranträgt, immer noch die der Restaurationsära […] Da mögen Spindler die Genre-Szenen dieses Schwarzwald-Romans (denn das ist er auch) recht überzeugend gelungen sein: ein exemplarischer Zeitroman der 48er Jahre ist er mitnichten. –
Seine Lektüre lohnt sich trotzdem, und zwar nicht nur wegen der typisch ›halbrechten‹, will sagen: reaktionären Rückschau, sondern auch als kulturgeschichtlicher Bilderbogen dieser Jahre aus der Sicht der Betroffenen, nicht zuletzt aber im Kontrast etwa zu den Romanen von Fanny Lewald (›Wandlungen‹) und Robert Giseke (der ›Moderne-Titanen-Zyklus‹), die ihrerseits den Katzenjammer nach der Revolution verarbeitet haben.« [BW]
Adolf Stahr, Die Republikaner in Neapel. Historischer Roman, 3 Bde. Berlin: Schultze, 1849.
Bd. 1: ↗️Uni Münster
Bd. 2: ↗️Google
Bd. 3: ↗️MDZ
Adolf Stahr, Links
↗️Wikisource (Werke)
↗️Wikipedia (Wikipedia)
Johannes Staub, Der Freischärler und seine Familie. Ein tagesgeschichtlicher Roman. 2 Bde. Leipzig: Verlagsbureau, 1848. Bd. 1: 248 S., Bd. 2: 242 S.
Bd. 1: Google
Bd. 2: MDZ
↗️deutsche-biographie (zum Autor)
Evamaria Steinke s. Wolfgang Wegner und Evamaria Steinke.
Ludwig Steub, Deutsche Träume. 3 Bde. Braunschweig: Friedrich Vieweg u. Sohn, 1858. [DG 652f.; PS 397]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
Bd. 3: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)
Ludwig Steub, Links
↗️Wikipedia (zu Steub)
↗️Wikisource (zu den Werken)
Ferdinand Stolle, Von Wien nach Villagos. Historischer Roman. Leipzig: Günther, 1866. 559 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Alfred Otto Stolze, Ein Komet. Roman. Bad Wörishofen: Drei-Säulen-Verlag, 1948. 328 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Lp. (d.i. Leopold) Storch, Caroline, die Wiener Barrikadenheldin, Jäger Carl genannt. Revolutionsgeschichte aus Wiens Octoberkämpfen und dem ungarisch-italienischen Freiheitskriege. Grimma und Leipzig: Verlags-Comptoir, 1850. 276 S.
↗️Inhalt
↗️Google
↗️MDZ
⏹️Kerstin Wilhelms: Sie schien ein Mann geworden. Phantastische Frauen in Romanen der Revolution von 1848/49. In: 1848 und der deutsche Vormärz. Jb. Forum Vormärz Forschung, 3 (1997), S. 143–160.
Karl Storck s. Michel Deutsch [Pseudonym].
Rudolph Stratz, Der Väter Traum. Berlin: August Scherl [1920]. 594 S.
↗️Wikipedia (zum Autor)
Kritik …
»Bereits seit früher Jugend an geschichtlichen Vorgängen interessiert, hat im Schaffen Stratz‘ auch der historische Roman einen festen Platz. In der Art einer Trilogie miteinander verbunden sind drei Romane aus dem 19. Jahrhundert: ›Der Väter Traum« (1921) führt in das Revolutionsjahr 1848, erzählt vom Kampf der jugendlichen Idealisten für Deutschlands Größe und Einheit und gibt zugleich eine einfühlsame Schilderung Wiens und des Wienertums jener Zeit.«(Clemens Siebler; WW)
Victor Strauß [d.i. Viktor von Strauß und Torney], Das Erbe der Väter. (Mit einem Anhange von Gedichten aus dem Jahre 1848.) Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1850. (= Bilder und Töne aus der Zeit. Ein novellistisches Jahrbuch, Bd. 1)[DG 670ff.]
Inhalt
Bd. 1: ↗️MDZ
Bd. 2: im Netz nicht greifbar
Vgl. auch sein »Fastnachtsspiel von der Demokratie und Reaktion.« 1849.
»In keinem anderen Zeitroman der 1848er Revolution wird die Denkfigur der Restauration so prononciert ausgesprochen wie hier: ›Aber die alten Grundkräfte, die alten Grundlagen eines gesunden Volks- und Staatslebens sind geblieben; bei dem Abfließen der wilden Sündfluth treten sie wieder hervor wie Berge Gottes, und aus ihnen wird sich mit der Hülfe des Herrn ein Neues entwickeln, dessen bessre Natur Eine revolutionäre Errungenschaft nach der Andern wieder ausstoßen wird.‹« (S. 282) (DG 670)
Adolph Streckfuß, Die Demokraten. Ein Roman in Bildern aus dem Sommer 1848. 3 Bde. Berlin: Friedrich Gerhard, 1850. [Schauplatz: Berlin][DG 610ff. ; PS 249, 273]
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google (fehlerhafter Scan, nach S. 114 folgt S. 127) ↗️MDZ
Bd. 2: ↗️Google
Bd. 3: ↗️Google
↗️Landesbibliothek Berlin (Volksausgabe. 2. Aufl. Berlin 1851)
↗️Internet Archive (ePUB)
↗️Buchholtz über S. (S. 133)
↗️Hachtmann über S. (Reprint von: Rüdiger Hachtmann, Adolph Streckfuß (1823-1895). Ein Demokrat im Visier preußischer Terrorismusfahnder. In: Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49. Band 3, hg. von Walter Schmidt. Berlin: Fides, 2009, S. 619-665.)
⏹️Christoph Hamann, Zeitromane als Zeitkritik. Die Berliner Revolution 1848 in zeitgenössischen Romanen (unter Mitarbeit von Wolfgang Hink). In: Der Bär von Berlin. Jahrbuch, 73. Folge (2024), S. 17-37.
Streckfuß — demokratischer Politiker, beliebter Schriftsteller und Revolutionshistoriker — lässt seinen Roman erst nach dem 18. März 1848 beginnen und konzentriert sich auf den ↗️Berliner Zeughaussturm vom 14. Juni sowie auf die Unruhen auf dem Köpenicker Feld im Herbst 1848. Radikale Kanalarbeiter hatten dort eine Dampfmaschine zerstört, weil sie befürchteten, dass deren Einsatz viele Arbeiter überflüssig machen könnte.
Etliche Kapitel datiert er auf den Tag genau und er ist immer dort am besten, wo er junge Leute zeigt, die gegen die Tradition aufstehen: Hugo gegen seine adlige Familie, Klara gegen ihren Vater! Er schildert die »Straßendemokratie«, die freien Diskussionen auf Straßen und Plätzen, aber auch politische Provokateure, Auftragsmörder und die zahlreichen Spione des Adels, die das Privatleben führender Demokraten auskundschaften.
[WH]
Amalie Struve, Eine Proletarierin. Roman aus der Revolutionszeit. In: Sociale Republik. Organ der freien Arbeiter. New York, 1858, Nr. 1–20. 24.4.-4.9.1858. 84 S. [MF 235–269 (Biografie)]
↗️Inhalt (WH)
↗️Mobileread (ePUB)
Die Wikipedia nennt sie eine »radikaldemokratische deutsche Revolutionärin der Märzrevolution von 1848/49, frühe Frauenrechtlerin und Schriftstellerin«. Sie nahm an allen drei Erhebungen 1848/49 in Baden teil und schildert die dortigen Ereignisse aus weiblicher Sicht. Im Roman »Eine Proletarierin« entwickelt sich die Hauptfigur zu einer Heldin der badischen Revolution. Struve zählte in der zweiten Hälfte des 19. Jh. neben Karl Gutzkow, Fanny Lewald und Louise Mühlbach zu den erfolgreichen Autoren, die in den Leihbibliotheken besonders gefragt waren. In der zeitgenössischen Literaturkritik allerdings fielen ihre Arbeiten weitgehend durch, so Killys Literaturlexikon. [WH]
»Von ihren Werken der politischen Belletristik ist v. a. ihr Roman ›Eine Proletarierin‹ (Sociale Republik, Nr. 1–20, 1858) hervorzuheben, in dem sich die weibliche Hauptfigur zu einer Heldin der bad. Revolution entwickelt.« (Marion Freund in: ↗️Deutsche Biographie)
Nachdruck des Romans in:
Monica Marcello-Müller (Hrgin.): Frauenrechte sind Menschenrechte. Schriften der Lehrerin, Revolutionärin und Literatin Amalie Struve. Herbolzheim: Centaurus, 2002. S. 153–233.
↗️Springer.com (Kritik)
Zu den historischen Vorfällen:
↗️Wikipedia (Gefecht um Staufen)
↗️Wikipedia (Tod der Weiler Musikanten)
Carl Stugau [d. i. Karl August von Schmidt auf Altenstadt?], Durch Nacht zum Licht. Großer historischer Roman aus den Jahren 1846-1866. Troppau: Kolck, 1870. 2 Bde. Bd. 1: 482 S., Bd. 2: 240 S. [nicht verifiziert]
T
J. D. H. Temme, Elisabeth Neumann. (= Neue deutsche Zeitbilder; dritte Abteilung.) 3 Bde. (296 S.; 219 S.; 228 S.) Bremen: A. D. Geisler, 1852. [DG 643–649; PS 394]
↗️Inhalt (WH)
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
Bd. 3: ↗️Google
↗️Deutsches Museum (Rezension)
»In seinem fiktiven Modell der Zeitgeschichte gelingt Temme in diesem Zeitroman, der einen Bogen vom Vorabend der Revolution bis zur Revolutionswende vom Herbst 1848 schlägt, ein dichtes, das Exemplarische pointierendes Bild der sozialen Ursachen der Revolution, ihrer politischen Dynamik und der Gründe für ihre schließliche Niederlage.« (DG 646ff.)
Temme, Das Recht auf Erden. Roman, 2 Bde., Leipzig: Dürr‘sche Buchhandlung, 1871.
↗️Inhalt
Bd. 1: ↗️Google
Bd. 2: ↗️Google
↗️Google (Zwei Revolutionsgeschichten. I. Das Recht auf Erden. Roman in zwei Büchern, Berlin: Burmester & Stempell o. J. [1871] (= Ein Silbergroschen-Bibliothek 1. Jg, hrsg. v. F. J. Singer). (Mit Illustrationen)
Temme, Links:
↗️Deutsche Biografie (Biografie)
↗️Uni Münster (Bibliografie)
↗️Wikisource (Links zu den Werken)
↗️Archive.org (Max Gust: J. D. H. Temme. Ein münsterländischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Diss. Münster, 1914.)
⏹️Bodo Pieroth, Für Volkssouveränität und bürgerliche Gleichheit. Jodocus Temme: Der Domherr. Historischer Roman, 1867. In: B.P., Der Verfassungsstaat in der Literatur. (2025) S. 239–254.
↗️Mobileread (In seinen diversen Kriminal- und anderen Erzählungen, hier einige als ePUB, thematisiert Temme ebenfalls gelegentlich die Revolution.)
Dorothee Theopold, Im tollen Jahr. In: D. T., Der Hexenrichter von Lemgo und andere Erzählungen und Novellen aus dem Lande der Rose. Detmold: Meyer [1919]. S. 323-430.
↗️Wikipedia (zur Autorin)
Dorothee Theopold, Zum goldenen Engel. Erinnerungen aus der Fuhrmannszeit und aus dem Jahre 48. In: D. T., Aus einer alten Hansestadt. Erzählungen aus Lippe. Lemgo: Bräuer [1921]. S. 106-132.
Fr. Trautmann, s. unter »Leuchtkugeln«
Anton Josef Trunz s. Georg Hewen (Ps.)