Charles Dickens | 14. Januar 1843

Charles Dickens »In Nr. 5 und 6 des ›Magazins für die Litteratur des Auslandes‹ ist eine Schilderung von Blindenerziehung in Nordamerika von Dickens, und besonders eine Erzählung von einem taubstummen und blinden Mädchen Laura Bridgman, die durch Doktor Howe mit Erfolg unterrichtet worden, — Rührenderes und Erschütternderes habe ich nie gelesen! Dickens hat ein Meisterstück einfacher …

Schriftsteller und Gelehrte | WH

Schriftsteller und Gelehrte für die Revolution Varnhagen von Ense nennt in seinen Aufzeichnungen zahlreiche Schriftsteller und Gelehrte, die er als Kämpfer für die Freiheit und die Ideale der Revolution ansieht oder deren Werke er als geistige Waffen im politischen Kampf begreift. Für ihn ist die literarische Arbeit oft untrennbar mit dem politischen Fortschritt verbunden. Hier folgt …

Walter Scott | 29. Juli 1841

Walter Scott »Lady Morgan stimmt ganz in mein Urtheil über Walter Scott ein, er habe ein schönes Talent der Schilderung, wie ein niederländischer Mahler, aber Tiefe der Gedanken fehle ihm, der Geist werde nicht durch ihn bereichert, und das Herz nicht durch ihn erfreut; sein übergroßer Erfolg sei durch die Umstände und durch Partheiung bewirkt; …

Sallust, Tacitus, Livius | 6. Januar 1837

Sallust, Tacitus, Livius »Sallustius, Tacitus, Livius, — eine uns fremde Welt! Im Zusammenhange rasch hintereinander gelesen, machen diese Autoren einen unglaublichen Eindruck. Niebuhr meinte einmal gegen mich, er zweifle, ob jetzt jemand, außer ihm, den Livius wirklich ganz gelesen habe, und war sehr verwundert, als ich ihm sagte: Ich. Es gehört aber Muth dazu, wenn …

Varnhagen über Sexualität | WH

Varnhagens Verhältnis zur Sexualität Varnhagen von Ense äußert sich in seinen Tagebüchern durchaus über sexuelle Aktivitäten und den moralischen Zustand seiner Zeit, wobei er diese Themen meist im Kontext von Hofskandalen, gesellschaftlicher Heuchelei oder der Spannung zwischen Natur und Moral behandelt. Er betrachtet das »Sinnliche« oft als eine ursprüngliche Kraft, die durch die bestehenden Gesetze …

Homer | 11. Oktober 1846

Homers »Ilias« »Die ›Ilias‹ ist mit nichts in der Welt zu vergleichen, sie ist ein einziges, wunderbares, uns in seiner Kraft und Reichhaltigkeit kaum faßliches Geschichts- und Volkserzeugniß, gewiß das Werk oder vielmehr der Ertrag von Vielen, wie jedes große Schaffen der Menschen, die Reformation, die Revolution &c.« (TB, 11.10.1846)