Varnhagens Kontakte zur Revolution | WH

Varnhagens Kontakte zur Revolution Varnhagen sah sich selbst als Teil der demokratischen Bewegung, auch wenn er aufgrund seines Alters und seiner Gesundheit nicht mehr selbst zur Waffe greifen konnte. Zudem unterstützte er Revolutionäre durch Beratung und half Bettina von Arnim bei der Abfassung von Gnadengesuchen, etwa für den verurteilten Gottfried Kinkel.  Er hatte enge persönliche …

Der sittenlose Adel | WH

Der sittenlose Adel Varnhagen von Ense äußert sich in seinen Tagebüchern regelmäßig und in einer Weise über die Sittenlosigkeit des Adels, die deutlich macht, dass er dies nicht als bloße Einzelfälle, sondern als ein Symptom eines moralischen Verfalls der oberen Stände betrachtet. Er hält zahlreiche Vorfälle und Skandale fest, die von Korruptionsvorwürfen in den höchsten Staatsämtern bis hin zu sittlichen …

Frauen | WH

Frauen In den Tagebüchern Varnhagens finden sich zahlreiche Porträts von Frauen, die er aufgrund ihres scharfen Verstandes, ihrer politischen Unabhängigkeit und ihres Mutes bewunderte. Er suchte oft die Gesellschaft von Frauen, die sich über die engen bürgerlichen und höfischen Konventionen ihrer Zeit erhoben und aktiv am geistigen und politischen Leben teilnahmen. Ludmilla AssingSeine Nichte und …

Ludmilla Assing | WH

Ludmilla Assing Varnhagen von Ense schildert die Beziehung zu seiner Nichte und späteren Herausgeberin seiner Werke Ludmilla Assing als eine tiefe intellektuelle und emotionale Lebensgemeinschaft, in der sie ihm als wichtigste tägliche Gefährtin, Gesprächspartnerin und unentbehrliche Stütze zur Seite stand. Ihr eng verzahntes Privatleben äußerte sich in gemeinsamen Abenden beim Schachspiel (12.2.1853), dem Vorlesen von Briefen oder tiefgehenden Diskussionen über …

Schriftsteller und Gelehrte | WH

Schriftsteller und Gelehrte für die Revolution Varnhagen von Ense nennt in seinen Aufzeichnungen zahlreiche Schriftsteller und Gelehrte, die er als Kämpfer für die Freiheit und die Ideale der Revolution ansieht oder deren Werke er als geistige Waffen im politischen Kampf begreift. Für ihn ist die literarische Arbeit oft untrennbar mit dem politischen Fortschritt verbunden. Hier folgt …

Der extreme Reaktionär: »Bürger Pfeil« | WH

Der extreme Reaktionär: »Bürger Pfeil« Varnhagen von Ense liefert in seinen Tagebüchern ein sehr detailliertes und meist vernichtendes Bild des Grafen Ludwig von Pfeil, das ihn als einen der extremsten und zugleich widersprüchlichsten Vertreter der Reaktion darstellt. Politischer Frontenwechsel (»Bürger Pfeil«): Ein besonders brisantes Detail ist Pfeils Verhalten während der Revolution von 1848. Varnhagen berichtet, dass Pfeil …

Der reaktionäre Adel | WH

Der reaktionäre Adel Varnhagen von Ense widmet in seinen Tagebüchern der Schilderung und scharfen Kritik des reaktionären Adels, den er meist als »Junkerparthei« oder »Kreuzzeitungsparthei« bezeichnet, breiten Raum. Er beschreibt diese Kreise als eine eigennützige Elite, die den Staat und sogar das Königthum ihren eigenen Standesinteressen unterordnen will. Dazu gehören u.a. die Gebrüder von Gerlach: …

Der »Krieg gegen die Toten« | WH

Der Friedhof der Märzgefallenen Zum Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain dokumentiert Varnhagen in seinen Tagebüchern mit bitterem Zorn eine Entwicklung, die von öffentlicher Verehrung über systematische staatliche Verdrängung bis hin zu Plänen für eine vollständige Beseitigung reicht. Nach der Revolution wurde der Friedhof von der Bevölkerung intensiv gepflegt. Varnhagen beschreibt bei einem Besuch im Oktober 1848 die …

Varnhagen über Sexualität | WH

Varnhagens Verhältnis zur Sexualität Varnhagen von Ense äußert sich in seinen Tagebüchern durchaus über sexuelle Aktivitäten und den moralischen Zustand seiner Zeit, wobei er diese Themen meist im Kontext von Hofskandalen, gesellschaftlicher Heuchelei oder der Spannung zwischen Natur und Moral behandelt. Er betrachtet das »Sinnliche« oft als eine ursprüngliche Kraft, die durch die bestehenden Gesetze …

Varnhagen über Dinosaurier | WH

Varnhagen über Dinosaurier Varnhagen von Ense äußert sich in seinen Tagebüchern an mehreren Stellen über prähistorische Funde und die »Urwelt«, wobei seine Reaktionen oft von einer Mischung aus wissenschaftlichem Interesse und tiefem existenziellen Unbehagen geprägt sind. Der Hydrarchos: Im Januar 1847 besuchte Varnhagen in der Berliner Akademie die Ausstellung des »Urweltthieres Hydrarchos«. Er beschreibt das …